Mannheim
Compact Memory

Mitteilungen des Gesamtarchivs der Deutschen Juden · 1913-01-01 · 4 (1913) · p. Seite 31

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Mitteilungen des Gesamtarchivs der Deutschen Juden
Volume
4 (1913)
Article
Eine verlorene Urkunde Heinrichs IV. für die Juden in Regensburg
Date
1913-01-01
Page
Seite 31 (sequence 1)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2821022-2821029-2821611--0561-2821676
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Urkundliche Beiträge zur Geschichte der Juden in Deutschland im Mittelalter. 1. Eine verlorene Urkunde Heinrichs IY. für die Juden in Regensburg. I. (1182 Sept.)1) Kaiser Friedrich I. bestätigt, für die Juden des Reichs, seine Kammerknechte, wie für die christlichen Untertanen sorgend, den Juden zu Regensburg ihre ererbten Rechte: Gold, Silber und andere Metalle und Waren aller Art zu verkaufen und sich in ihrer alten Weise zu beschaffen, ihren Besitz und ihre Waren zu vertauschen und ihren Nutzen in der alten Weise zu ziehen. Transsumpt in II. II. 1216 Jan. 3. Nürnberg. Kaiser Friedrich II. bestätigt den Juden zu Regensburg das Privileg Friedrichs I. (nr. I). Cop. Strassburg, Bezirksarchiv. — Dr. Scheffer-Boichorst in den Mitteil, d. Inst. f. österr. Gesch. Forsch. X 459 ff. Monumenta Boica Uli (N. F. VII, Regensburger Urkundenbuch I 1912) nr. 50. — Reg. Böhmer-Ficker-Winkelmann, Regesten Friedrichs II. nr. 14 658 „teilweise eingerücktes Privileg". Aronius, Regesten z. Gesch. d. Juden im fränk. u. deutsch. Reiche nr. 314a und 403. — Lit. Freimann in der Monatsschrift f. d. Gesch. u. Wissenschaft des Judentums 1909 S. 591. III. 1230 Juni 30. Nürnberg. König Heinrich bestätigt den Juden zu Regensburg die von seinen Vorgängern verliehenen Rechte und Freiheiten: in Regensburg mit Gold und Silber Handel zu treiben nur vor ihrem selbsterwählten und bestätigten Richter zu Gericht zu stehen, ferner, dass weder Geistliche noch Laien ihnen gegenüber ihre Ansprüche gerichtlich durchsetzen können, wenn sich unter ihren Zeugen nicht ein Jude befindet, und dass der Besitz ihrer Güter nach zehnjährigem unangefochtenen Bestände unanfechtbar sein solle. Vidimus von 1499 Okt. 18, ausgestellt vom Schottenabt Walter; München Reichsarchiv, Juden in Regensburg fasc. 1 (A). Cop. des 15. Jahrhdts das., Neuburger Copialbuch 6 fol. 20' (B) und 81 (C). Das. fol. 21 deutsche Uebersetzung. — *) Nach den Ausführungen Scheffer-Boichorsts an dem zull angegebenen Orte S. 461.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.