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Mitteilungen des Gesamtarchivs der Deutschen Juden · 1911-01-01 · 3 (1911-1912) · p. Seite 86

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Journal
Mitteilungen des Gesamtarchivs der Deutschen Juden
Volume
3 (1911-1912)
Article
Die auf Juden bezüglichen Akten des Kgl. bayerischen Kreisarchivs der Oberpfalz in Amberg
Date
1911-01-01
Page
Seite 86 (sequence 2)
Language
German
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IRI
…/2821022-2821027-2821417--0429-2821516
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Vorwort, Das K. Kreisarchiv der Oberpfalz geht nur gelegentlich über das Jahr 1400 zurück. Die früheren Archivalien wurden, nach Auskunft des derzeitigen Herrn Kreisarchivars, an das K. allgemeine Reichsarchiv in München ausgeliefert. Seit jenem Zeitpunkt aber fliessen die Quellen reichlich, und um so reichlicher, je mehr wir uns unserer Zeit nähern. Seit der Mitte des 16. Jahrhunderts waren die Juden aus ganz Bayern vertrieben. Nur der Oberpfalz wTurden von Zeit zu Zeit Territorien angegliedert, die Judenansiedlungen hatten, die man denn auch, unter dem Drucke allerlei staatsrechtlicher Bedenken, duldete. So ergibt sich, dass von ca. 1550 bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts die Geschichte der Juden in der Oberpfalz zugleich auch die Geschichte der Juden in Bayern ist. Denn nirgends sonst (selbst nicht in München) gab es Judengemeinden. In der Oberpfalz selbst entwickelten sich die Gemeinden Schnaittach, Ottensoos, Hüttenbach, Förth, Sulzbürg, Sulzbach, Floss und endlich Regensburg, deren Geschicke denn auch meist im Mittelpunkt der vorliegenden Archivalien stehen. Für die neuere Entwicklung des jüdischen Verfassungslebens in Bayern, seit etwa 1790, insbesondere für die Einführung und die weitere Gestaltung des Judenediktes vom Jahre 1813, bietet das Kreisarchiv besonders wertvolles Material für das ganze Königreich. Da ich sämtliche Nummern an Ort und Stelle selbst einer Durchsicht unterzogen und mich nicht auf die Wiedergabe der Repertorien beschränkt habe, war es mir möglich, den Inhalt der einzelnen Aktenstücke ihrem Kerne nach zu charakterisieren. Um auch dem Ferneren ein Urteil über den ungefähren qualitativen, oder doch quantitativen, Wert der Archivalien zu geben, habe ich jeder Nummer die Anzahl der Folien oder der Produkte (Einzelstücke innerhalb eines Faszikels) beigesetzt.

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