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Mitteilungen des Gesamtarchivs der Deutschen Juden · 1911-01-01 · 3 (1911-1912) · p. Seite 55

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Journal
Mitteilungen des Gesamtarchivs der Deutschen Juden
Volume
3 (1911-1912)
Article
Bericht über die Tätigkeit des Gesamtarchivs der deutschen Juden
Date
1911-01-01
Page
Seite 55 (sequence 1)
Language
German
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IRI
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Bericht über die Tätigkeit des Gesamtarchivs der deutschen Juden. Das Gesamtarchiv der deutschen Juden wurde im März 1910 aus den Mietsräumen Lützowstrasse 15 in den Neubau Oranienburgerstrasse 28 verlegt. In demselben Gebäude liegt die Bibliothek der jüdischen Gemeinde. Der Ausbau der von dem Gemeindevorstand in hochherziger Weise zur Verfügung gestellten Räume ist nach den Prinzipien moderner Archivbauten erfolgt: die Aktenräume sind von den Arbeitsräumen durch Zwischenwand und Flur getrennt, ohne Licht- und Heizungsanlage, nicht durch Zwischenwände geteilt, damit Licht und Luft nicht aufgefangen werden. Die Akten, in starkem, weissen Papier in aussen die Signaturen tragenden Konvoluten zusammengelegt, liegen in Eisenregalen, welche im rechten Winkel zu den Fenstern die Breitseiten des ganzen Raumes durchschneiden und an den Seiten und in der Mitte Zugänge haben. In der Höhe des ausgestreckten Armes ist der ganze Raum durch eine Zwischendecke (Eisen und Zement) in zwei Geschosse geteilt. Holz ist bei dem Innenausbau der Aktenräume, bis auf eine kleine Treppe, nicht verwandt. Den Boden decken Zement und Linoleum. Die Arbeitsräume sind zugunsten der Aktenräume etwas klein ausgefallen. In dem Benutzerzimmer arbeiten noch drei Beamte; in dem zweiten Arbeitszimmer ist die Handbibliothek untergebracht. Die alten unzulänglichen Räume hatten nur den Anfang der Aktensammlung und der Errichtung des Archivs ermöglichen sollen. Fest stand damals nur die vom wissenschaftlichen wie vom administrativen Interesse gebotene Notwendigkeit einer Fürsorge für die Akten der Gemeinden. Der Erfolg der mit geringen Mitteln und wenigen Helfern begonnenen Arbeiten war ein Wechsel auf die Zukunft. Das war allen, die mittaten* bewusst und wurde darin zum Ausdruck gebracht, dass man sich scheute, das Gesamtarchiv bereits als bestehend und eröffnet zu erklären, vielmehr für eine Reihe von

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