Mitteilungen des Gesamtarchivs der Deutschen Juden
- Journal
- Mitteilungen des Gesamtarchivs der Deutschen Juden
- Volume
- 3 (1911-1912)
- Article
- Akten-Inventar der Synagogen-Gemeinde Bielefeld
- Date
- 1911-01-01
- Page
- Seite 15 (sequence 2)
- Language
- German
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— 15 — dessen privates Eigentum auch der Tempel war1), geleitet und gegenüber Stadt und Staat vertreten wurde. Die Judensiedelung ist für Bielefeld zuerst bezeugt im Jahre 1586 in den Raits-verhandlungen und -abscheide, stadt- und bürgerliche Sachen anlangend, veröffentlicht im Achten Jahresbericht des Histor. Vereins f. d. Grafschaft Ravensberg 1891 S. 1. Damals ein Jude. 1647 in einem Gnadenbrief des grossen Kurfürsten für die Stadt (Fricke a. u. a. 0. S. 93): die zwei dort wohnenden Juden sollen noch eine Zeit lang toleriert, neue nicht zugelassen werden. Vgl. a. a. 0. S. 109 und Spannagel a. u. a. 0. für 1660 (2 Juden) und 1670 (3 Juden); 1787 im ganzen 11 Familien und 73 Personen (Consbruch im Neunzehnten Jahresbericht des Hist. Vereins f. d. Grafschaft Ravensberg S. 34). Die Synagogen- Gemeinde Bielefeld umfasst mit ihren Akten ausser der Stadt Bielefeld die z. T. von Juden nicht mehr bewohnten Landgememden Heepen, Schildesche, Brakwede, Dornberg, Gadderbaum, Sandhagen, Brock und Wallenbrück. Literatur: Vormbaum, Die Grafschaft Ravensberg, Leipz. 1864. W. Fricke, Geschichte der Stadt Bielefeld und der Grafschaft Ravensberg. Biel. 1887. K. Spannagel, Minden u. Ravensberg unter brandenburgisch-preussischer Herrschaft von 1648 bis 1719. Hannover u. Leipzig 1894, bes. über Juden in Bielefeld S. 214 f. Jahresberichte des Histor. Vereins für die Grafschaft Ravensberg 1876 ff. A. Organisation und allgemeine Verwaltung. 1. Generalia, Sammelband. 1812. 1830—1861. 1876. u. a.: 1831 und 1837: Trauungen der Juden betr. 1832: Geltung des Kgl. Westfälischen Dekrets vom 31. März 1808 für die Gemeindeverwaltung. 1836: Beitragspflichtigkeit der zum Christentum übergetretenen Familie Wittgenstein zu den Kommunalbedürfnissen der Judenschaft betr.2) 1837. 1842: Die Bemühungen des Obervorstehers Hellwitz-Soest um die bürgerliche Gleichstellung der Juden betr. 1845: Aufruf des Berliner Reformvereins. o. D.: Bemerkungen über die bürgerliche Gleichstellung der Juden. *) Vgl. Aurich, diese Mitteilungen II 1910 S. 48 und Beverungen oben S.2 A. 1. 2) Vgl. C 3.