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Mitteilungen des Gesamtarchivs der Deutschen Juden · 1910-01-01 · 2 (1910) · p. Seite 72

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Journal
Mitteilungen des Gesamtarchivs der Deutschen Juden
Volume
2 (1910)
Article
Übersicht über den jüdisch-geschichtlichen Inhalt des Königl. Staatsarchivs zu Hannover
Date
1910-01-01
Page
Seite 72 (sequence 7)
Language
German
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— 72 — Empfehlungsschreiben des Kurfürsten Georg Ludwig an den Fürsten von Dietrichstein für den Ober-Rabbi David Oppenheimer (13. I. 1702). Akten betr. die Erbschaftsangelegenheit des Schutzjuden Wolf Oppenheimer in Hannover nach dem Tode seines Schwiegervaters Marx Modell in Onolsbach (1711).1) Schutzjude Wolf Oppenheimer in Hannover beschwert sich bei den Hofräten, dass von ihm bei seiner Rückreise aus Hamburg der dortige Magistrat das Geleitsgeld gefordert habe, obwohl er als Schutzjude von Hannover davon befreit wäre und auch Geheimrat v. Grote (Gesandter des Kurfürsten in Hamburg) den Bürgermeister darüber informiert hätte. Er bittet daher, den Geh. Rat v. Grote zu beauftragen, von dem Magistrat zu Hamburg nicht allein die Rückgabe der erpressten 12 Rthlr. 30 mgr. zu verlangen, sondern auch, dass künftig die Hannoverschen Schutzjuden ungehindert „pass- und re~ passiren können." Ein dem entsprechender Auftrag wird auch dem Gesandten in Hamburg erteilt (1712). Kurfürst Georg Ludwig richtet an Kurpfalz ein Schreiben, in welchem er bittet, dass der Verwandte und Korrespondent von Leffmann Behrens, der in Düsseldorf wohnende Schutzjude Joseph J acobs von Geldern, der lange Zeit in Jülich gefangen war, nicht so sehr nach der Strenge des Rechts als vielmehr nach Clemenz behandelt werde (17. III. 1702). Am 4. IV. 1702 antwortet Kurfürst Joh. Wilhelm, dass er auf die erhaltene Fürsprache den Juden Joseph Jacobs von Geldern aus der Haft entlassen habe. Konzession für Isaac Behrens, nach den Hannoverschen Landen zurückkehren zu dürfen (1745). David Anleihe des Grafen von W a 1 d e c k bei Michael David (1714; enth. einen von dem Grafen Friedr. Anton Ulrich zu Waldeck-Pyrmont-Rappoltstein ausgestellten Schuldschein von 3000 Thlr. auf die Gläubiger, den Hof- und Kammeragenten Michael David und Herz Behrens Wittwe zu „Sechs pro Cento jährlich"; es werden für diese Schuld „zur hypotec gesetzt" die l) An dem Prozesse sind folgende Personen beteiligt: Der Obervorsteher zu Oaolsbach Elkan Frankeil, sein Bruder Hersch, Ribbinsr in Onolabach, Isaac S e c k e 1, Barno3 zu Günzenhausen, Salomoa Oscher, B(P)arros zu Wassertrüdingen; ausserdem liegt ein Schreiben de3 Caurf. Georg Ludwig an den Markgrafen zu Brandenburg-Onolsbach in derselb3n Angelegenheit bei (dat. 23. VI. 1711).

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