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Mitteilungen des Gesamtarchivs der Deutschen Juden · 1909-01-01 · 1 (1909) · p. Seite 7

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Journal
Mitteilungen des Gesamtarchivs der Deutschen Juden
Volume
1 (1909)
Article
Zur Einführung
Date
1909-01-01
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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— 7 — muss dazu beitragen, den Betrieb der jüdischen Geschichte mit dem der allgemeinen deutschen stärker zu verketten. Die Inventare, die in diesem Hefte veröffentlicht sind, weichen von den üblichen Inventarveröffentlichungen durch ihre grössere Vereinzelung ab. Aber nur so können sie sowohl für die geschäftliche wie für die wissenschaftliche Ausnutzung der Akten ihren Zweck erfüllen. Darauf wiesen schon die allgemeinen Bedingungen, und im besonderen die bisherigen Erfahrungen im Gesamtarchiv. Soll das Interesse an der urkundlichen Bearbeitung der Geschichte der Juden in Deutschland geweckt werden, so können die Inventare diesem Zweck nur dann dienen, wenn die Grundlinien des geschichtlichen Bildes, das sie bergen, schon aus ihnen hervortreten und den Anreiz zu weiterem Eindringen geben. Die Anlagen sollen diese Wirkung noch verstärken und das Verständnis für urkundliche Forschung fördern. Die Gabe, die wir in dem ersten Hefte bieten, ist sehr bescheiden, ist nur ein Abfall der Inventarisierungsarbeiten; ist auch nur als solcher beabsichtigt. Das Gesamtarchiv der deutschen Juden steht noch so sehr in den Anfängen, dass die zur Verfügung stehenden Kräfte der Sammlung und Inventarisierung nicht entzogen werden konnten. Inventarisiert ist allerdings schon der grössere Teil der vorhandenen Akten, aber noch nicht so durchgreifend, dass eine Veröffentlichung der Inventare zulässig wäre. Deshalb wurden die Akten dreier Gemeinden, deren Entwicklung für das Territorium, dem sie angehören, von typischer Bedeutung ist (Landsberg a. W., Neuenkirchen in Westfalen und Stettin) ausgewählt und für die Zwecke dieser Veröffentlichung genauer bearbeitet. So soll auch in der Folge die Veröffentlichung die genauere Inventarisierung begleiten. Es wird dabei besonders darauf bedacht genommen werden, die Inventare territorial zusammengehöriger Gemeinden in grösserer Zahl zusammen zur Veröffentlichung zu bringen. Das Wandsbecker Inventar, das die spärlichen Ueberreste des durch Feuer vernichteten Bestands an Gemeindeakten bekannt gibt, soll noch dem speziellen Zweck dienen, auf die Gefahr einer nicht genügend gesicherten Aufbewahrung — und eine hinreichende Sicherung wird in den wenigsten Gemeinden möglich sein — hinzuweisen. Die Inventarveröffentlichungen, die wir in diesen Mit-

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