Jüdisches Gemeindeblatt für den Verband der Kultusgemeinden in Bayern und die Kultusgemeinden München, Augsburg, Bamberg, Würzburg
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt für den Verband der Kultusgemeinden in Bayern und die Kultusgemeinden München, Augsburg, Bamberg, Würzburg
- Volume
- 13 (Ausgabe B) (1937)
- Issue
- 19 (1.10.1937)
- Date
- 1937-10-01
- Page
- Seite 344 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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344 Jüdisches Gemeindeblatt für den Verband der Kultusgemeinden in Bayern Nr. 19 SCHUHHAUS M. FLEISCHMANN MÖNCHEN, THEAT1NERSTRASSE 17 Spezialität: BALLY-SCHUHE (Fortsetzung von Seite 340) Taf elgerät and Schmuck Vornehme Geschenke M. T. Wetzlai*, München Maximilianstraße 2 Neuheiten für den Herbst: Meidet, Mutet, Btuseu, Sttiduvate* Fachgeschäft für Damenbekleidung I CA ODDBMUEIMED Dachauer Strasse 9 LhV UrrCnnCinCRl (neben Cafe Rheinland) M. MJLBEKTHLA1T A CO. KAUFINGBRSTKASSK lO Das Haus für hübsche Geschenke in Uhren Schmuck Silberwaren Kultusgeräte 5amt; Seide und Wolle geschmackvoll, haltbar u. preiswert bei HAI MANN am Schillerdenkmal RADIO Die neuen Modelle sind eingetroffen. Verlangen Sie unverbindliche Vorführung. MUSIKHAUS |MÖNCHEN 2M Neuhauserstr. 50 Reisen Nordamerika Südamerika Südafrika Palästina etc. PalesfiiieEx|ftress€o. Vertretung: Reisebüro Carl Bierschenk Nachf. München, Karlsplatz 3 Telefon 133 77 Besorgung von Visen, Kreditbriefen, Bahnkarten, Hotelgutscheinei Kostenlose Beratung. Und diesen Dank können wir an diesem heiligen Tage nicht besser zum Ausdrück bringen, als daß wir zu Gott dem Herrn beten:; „Mögest Du allgütiger Gott, unseren lieben Emil Behr auch weiterhin segnen." „Lasse Dein Angesicht leuchten über ihn und seiner Gattin." „Schenke ihnen noch lange Jahre Leben und Gesundheit." Aus dem Reiche Das Kuratorium des Beth Chinuch Berlin ersucht uns um Abdruck folgender Mitteilung: Die Zeit zwischen Schulentlassung und Eintritt in Beruf oder Hachschara wird meist nicht ausgenutzt. Diese Lücke., des „9. Schuljahres" füllt das Beth Chinuch sinnvoll aus. Hier werden die Knaben zu bewußt religiösen Menschen erzogen und an die Quellen der jüdischen Lehre herangeführt. Mit diesem „Lernen" in echt jüdischem Sinne wird zugleich der Forderung der religiösen Bünde nach dem Lernjahr entsprochen, welches z. B. für die Zertifikatserteilung vorausgesetzt wird. Es beginnt also im Beth Chinuch früher als üblich der Weg nach Erez Jisrael. Die chaluzische Betreuung der Jungen obliegt dem „Noar Agudati". Daneben wird mit der Berufsvorbildung in der handwerklichen Vorlehre, in Fortbildungsfächern und Sprachen angefangen. Im Laufe der Zeit bildet sich die Eignung für bestimmte Berufe, auch für andere Auswanderungsjänder, heraus. Der Besuch des Beth Chinuch befreit von der Berufsschulpflicht. Die Jungen kommen in ein schön geführtes Heim, in ein echt jüdisches Milieu, in dem sie sich im Kreise gleichgesinnter Altersgenossen wohlfühlen, Kameradschaft lernen und Freundschaften fürs Lehen schließen. 1. Lehrkurs in jüd. Fächern: T'nach, Mischna, Talmud (in drei Stufen), Dinim, gramm. und Stilist. Übungen. Jüd. Geschichte. — 25 Wochenstunden. 2. Fortbildungsfächer: Jwrit, Englisch, Rechnen. — 6 Wochenstunden. 3. Handwerkliche Vorlehre: Holz- und Metallbearbeitung. — 6 Woohenstunden. 4. Sport, Spiel, Geselligkeit, Arbeitsgemeinschaften. Das Beth Chinuch wird von einem Kuratorium unter Vorsitz des Rektors des Rabbiner-Seminars, Rabb. Dr. J. J. Weinberg, geleitet. Die Monatskosten betragen für Internat und Unterricht RM. 55.—. Das Heim ist von der Reichsvertretung als zuschußfähig anerkannt (siehe Richtlinien, Abt. Vorlehre). Die Bezirksstellen können im Rahmen der ihnen für das 9. Schuljahr zur Verfügung stehenden Mittel die Kosten für den Besuch des B. Ch. je nach den wirtschaftlichen Verhältnissen ganz oder teilweise bewilligen. Um baldigste Anmeldung für das am 1. Oktober 1937 beginnenden Lehrhalbjahr an das Beth Chinuch, Berlin N 4, Artilleriestraße 31, Fernruf 4 22 9 31, wird ersucht. . _ Zulassung zu Spezialpriiiungen Duich Erlaß des Herrn Reichs- und Preußischen Ministers für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung vom 2. 7. 1937 ist angeordnet, daß einzelne judische Studierende, die das vorgeschriebene Hochschulstudium abgeleistet haben, zur Ablegung der wissenschaftlichen Prüfung für das höhere Lehramt, zur Prüfung für das Handelslehramt sowie zur Prüfung für das künstlerische Lehramt auf besonderen Antrag zugelassen werden können. Ebenso können nach diesem Erlaß von Fall zu Fall jüdische Kandidaten und Kandidatinnen, die die wissenschaftliche oder künstlerische Prüfung für das höhere Lehramt abgelegt haben, zur Ablegung der pädagogischen Prüfung zugelassen werden. Meldungen zu diesen Prüfungen bitten wir unter Beifügung der notwendigen Unterlagen an die Schulabteilung der Reichsvertretung einzureichen, die sie dann ihrerseits weitergeben wird. MAGISTER KIRSCH der gute Likör, Magister München VII Stadtfiliale Hochbrückenstr. 14, Ecke Herrnstr.