Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 13 (1937)
- Issue
- 6 (15.3.1937)
- Date
- 1937-03-15
- Page
- Seite 142 (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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142 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung Nr. 6 Privat-imttagtisch J. Kaufmann Thierschstr. 25, Telefon 25914 empfiehlt sich bestens Unter Aufsicht des hiesigen orthodoxen Rabbinats. Straßenbahn-Haltestelle v.d. Hause. Anmeldungen für Pesaoh reohtxeitig erwünscht. richten bietet sich -die Bibliographie der Gasterschen Werke und Aufsätze, die wir der Feder des Herausgebers Dr. Schindler verdanken, und eine Eianz-elbetnaohtunig eines rusm.än'iscih'en Forschers N. Cartoian, der Gasters Verdienste auf dtean Felidte der Rumänischen Sprache, Literatur. 'umid Volkskunde behandelt. — Dann aber geht es scheinbar von Gaster fort — in Wahrheit wieder zu ihm hin; nämlich zu der Welt ©einer Studien. Seine Lehrer auf dem Felde der Jüdischen Wissenschaft, Zuraz unil Graetz, erscheinen beide mit unveröffentHohten Briefen; ganz besonders die Briefe von Graetz sind anziehend, weil sie in der Zeit des Beriinier Kongresses geschrieben, zusammen mit eigenen Briefen Gasters, von dessen Wirken schon zu jener frühen Zeit für die Sache der rumänischen Juden 'berichten. In Freud und Leid eines Gelehrtenlebens lassen uns die idiurc'h I. FJbogen veröffentlichten Briefe vom Zunz an den englischen Seüairden Mochattia hineinsehen, die für Anerkennung und Gaben danken — und doch von tiefster Eimttäuscbiung des „Helden der jüdischen Forschung" sprechen. In das weite Reich der 'biblischen Forschung führen uns dann eine scharfsinnige Einzeluntersuchurag von Samuel Krauss, der den vdeluimstrittenen Auisdruck im Hohenliede „Söhreoken der Nacht" zu deuten .unternimmt Kaminkas Erklärungen einiger schwierigen Stellen in den- Psaämeni und Travers Herfords interessante Hypothese über idde Entstehung der Pirke Aboth. Aber auch an den „Hohenpriester idler Jiddischen Forschung", wie Gaster von Judith Rasenbaum-Grünfield genannt wird, wenden sich einzelne Beiträge aus jiddischem Forschungsgebiet, so B. Hellers und J. GrünMds Bemerkungen) m zwei Quellen des Maase-Buches und eine inhaltreiche Studie von M. Weinreich „Form versus Psychic Function im Yiddäsh". — Der „Volkskunide im weitesten Sinne", wie der Titel! der Festschrift es versprach, gehören die AbhaMdlusngen von Immanuel Low, dem Zeitgenossen Gasters, über „Marmor", die Untersuchung von M. Higger „The (formation of tSie OMld" und von Haggerty Krappe (Waishinigton), „The Birth of Bve" an. Zugleich führt eine Arbeit des uns wohlbekannten1 Guido Kisch (New York) in die <Rechtsgescbichte -der Juiden „The Jewry 'Law of the Sachsenspiegel". — Zu den buntesten und lebendigsten Beiträgen dies Buches «gehören idite Abhandlungen des Altmeisters der Jüdischen Bibliophilen Elikasn Adler und der uns vertrauten Rahel Wisehnitzer-ßernstein, die über den „Streiter des Herrn", eine Miniatur des Leipziger Maohsor berichtet, während Elkan Adler höchst ergötzlich von seinem erfolglosen Kaimpfe um efime bibliiographisohe Kostbarkeit erzählt: ein illustriertes jüdisches Anidachtsbucihi, das von Ramban geschrieben unid von keinem Anderen als ... Giotto illustriert worden sein soH. — Auch in die Geschichte der Juden in Deutschland führt dler Weg: Raviidiowicz faßt noch einmal seine Anschauumig vom Wesen Moses Mendelssohns zusammen; Bertha und Bruno Strauss suchen ein viel umkämpftes Mendelssohn-Rätsel zu lösen: „Wer war der Mann von Stanide?" — Es ist ganz unmöglich, hier auch nur einie voHstänidiige Anzeige aller dieser bald freumdlichen, .bald gedankenvollen, immer aber interessanten Beiträge zu liefern — „wo Ihr sie packt, da sind sie interessant!" kann man von ihnen wie der Theaterdirektor im Faust sagen. Alber ihr 'größter Reiz ist vielleicht nicht so sehr die Berdcherung unseres Wissens, isondern der beruhigende und fast erlösende Eindruck to einer „Givitas Dei", einem Gottesstaat der Wissertschajft, wo lauch heute Menschern aller Völker und Lebenskredse nach 'denselben Zielen streben und sich brüderlich die Hand reichen. Geschäftliches Herr DipL-Ing. M. E. Fulda, Heizungsanlagen, Nibelungenstr. 14, empfiehlt sich für die Ausführung von Heizungsanlagen aller Systeme, sowie für Reparaturarbeiten. S. Inserat! Lloyd Triestino -Triest wöchentlicher Eilverkehr nach Palästina Regelmäßige Linien noch der Levante - Indien - Ostasien und Persien Generalvertretung für Bayern München — Odeonsplafz 1 Amtliches Italienisches Reisebüro G. m. b. H. Telefon 27464 — 21431 H AND SCHUHE JEDER ART Für Jung und Alt . Fertig und nach Maß JOSEF LOHR AM SATTLERBERGL Fürstenfelderstraße 17 Fernsprecher 11338 JHR Damenfriseur HUGO ERNST EMarlanplatz 29/1, Eingang Koi«nitra$a rtlc». lndlvllMll*B«tflMuii| Fernsprecher 25481 (früh. Frau F. Ernrt) Schaufenster-Dekorationsbedarf in großer Auswahl stets am Lager sowie Reklameartikel aller Art Reklame-Sichel, München,Schwanthalerstr.32 Tel.50760 Gaschäftsverkäufe Teilhaber^ MODI GmbH. 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