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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1936-10-01 · 19 (1.10.1936) · p. Seite 415

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
12 (1936)
Issue
19 (1.10.1936)
Date
1936-10-01
Page
Seite 415 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 19 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 415 Palästina und die jüdische Zukunft. Auf Einladung der Münchner Zionistischen Ortsgruppe sprach im großen Museumssa-al Dr. Franz Meyer, stellv. Vorsitzender der ZVfD und Mitglied des Präsidiums der Reichsvertretung, über „Palästina und die jüdische Zukunft". Den arabischen Aufstandsversuch stellte der Redner in die größeren Zusammenhänge der arabischen Nationalbewegung und schilderte 'die Lage der Juden in diesem ihnen aufgezwungenen Kampf: Die Juden Palästinas stehen in dieser Zeit standhaft in der Krise ihrer und unserer j Mischen Existenz; der Kampf und die Beseitigung der wirtschaftlichen Folgen der Unruhen erfordern auch erneute materielle Opfer. Nicht um Deklamationen und Resolutionen geht es, sondern um die Organisierung und Zusammenfassung aller Kräfte. Neuer Boden — neue Bäume! Das muß die Antwort auf die Angriffe von innen und außen sein! „Wir haben das Recht auf Palästina, wir müssen es nur nutzen, wir haben das Land, wir müssen es nur bebauen, wir halben die große Organisation, wir müssen sie nur stärken und vergrößern... Juden, wie lange zögert ihr noch, diese geschichtliche Chance in einer geschichtlichen Stunde der Not und Entscheidung zu nutzen?" — Manfred Sturmann, als Vorsitzender der ZOG München, dankte dem Redner im Namen der Hörer, die mit gespannter Hingabe gefolgt waren. H. L. Neujahrswunsch-Enthebung. Ihre Enthebung von schriftlicher Beglückwünschung haben nach Abschluß der am 15. September 1936 in Druck gegebenen Enthebungsliste noch bekanntgegeben: Dalimann Frau Ida. Reichenbachstraße 8. Dispeker Otto und Frau, Rosenbuschstraße 6. Haimann Ciarisse, Martiusstraße 8. Haimann Paul und Frau, Martiusstraße 8. Hamburger Moritz und Schwester, Fürstenfelderstraße 16. Kahn Moritz, Olching. Kahn Sigmund und Frau Klau Sally, Ganghoferstraße 56. Schwab Frau Emma, Goethestraße 7a. Die Rosa Werner-Nähstube näht ab 13. Oktober 1936 jeden Dienstag Nachmittag von 3—6 Uhr in den Räumen der Israelitischen Kultusgemeinde, Herzog- Rudolf-Straße 1. Die Bücherei des Jüdischen Jugendheimes, München. Von-der-Tann-Straße 19/0, steht allen Jugendlichen der Gemeinde — den unorganisierten wie den bündischen — unentgeltlich zur Verfügung. Sie umfaßt augenblicklich etwa 200 Bände. Die Bücherei ergänzt fortlaufend ihre Bestände durch Anschaffung von Neuerscheinungen und berücksichtigt soweit möglich dabei gern Anregungen ihrer Leser. Die Bücherei fordert alle Jugendlichen der Gemeinde zur regen Benutzung und zur Anforderung des neuen Katalogs auf. Im Oktober werden folgende L e i h z e i t e n durchgeführt: Montag, 4—5 (16—17) Uhr, Dienstag, 7—8 (19—20) Uhr. Aus bayerischen Gemeinden Bamberg. Zionistische Ortsgruppe. Am 4. Aug. wurde die Palästina-Monatsschäu des Keren Kajemeth den Mitgliedern und Freunden der O.G. gezeigt. Am 24. Aug. fand mit Dr. Schloßberg, Berlin, für die Mitglieder der O.G. ein Schulungsabend statt. Am 3. September sprach vor den Mitgliedern des Arbeitskreises Maiersche Papierhandlung Rudolf Stern Karlstraße 8, Ecke Barerstraße - Telephon 57624 Die neuen Waren-Ausgangsbücher für Großhändler sind vorrätig. /»OTMl »NACH MASS« ■ V^HP3BI^^H 'n unserem Sinne: edle F^^änSp^^M Stoffe und beste, nach fflW!MVli&£^1 Maßtarif 1 entlohnte II lllffrf Schneiderarbeit. Unsere q k^^^K^ijriLo Maß-Anzug-Preise: V^§pffll45.-165.-185.- 205.- BAMBERGER »HERTZ die zuverlässigen Kleiderfachleute der O.G. Fritz Stein zur gegenwärtigen Lage. Am 8. September sprach in der Z.O.G. vor Mitgliedern und Freunden derselben Herr Dr. Pommeranz. Frankfurt a. M., über „Erez Israel — Augenblick und Zukunft-Prüfung und Bewährung". Der Monat September brachte gleich zu seinem Beginn der Gemeinde einen schweren Verlust. Plötzlich, nach nur zwölistündigem Kranksein, ist Kornrnerzienrat Julius Buxbaum, noch vor Vollendung seines 60. Lebensjahres, zu seinen Vätern heimgegangen. Mit ihm verliert die Gemeinde eines ihrer repräsentativsten Mitglieder. Zehn Jahre, bis zum Beginn dieses Jahres, gehörte er den Gemeindekörperschaften an, erst als Vorsitzender der Gemeindekammer, dann als Mitglied der Gemeindeverwaltung. In ihrem Namen widmete bei der Trauerfeier in der Friedhofshalle nach der Rede des Herrn Rabbiner Dr. Katten der Vorstand der Gemeinde, Rechtsanwalt Dr. Morgenroth, dem Verblichenen warm empfundene Dank- und Abschiedsworte. Speyer a. Rh. Am 1. September wurde im Bereich des Regierungsbezirkes Pfalz in vier Städten jüdische Sonderklassen der allgemeinen Volksschulen errichtet, in Ludwigshafen zwei Klassen (vorläufig nur mit einem Lehrer besetzt), in Kaiserslautern. Landau und Neustadt an d. W. je eine Klasse. Nach Ludwigshafen wurde Lehrer und Kantor Schottland (Frankenthal) angewiesen, nach Kaiserslautern Lehrer i. R. Langstädter, nach Landau Lehrer und Kantor Zeilberger (Landau) und nach Neustadt Schulamtsbewerber Samson aus Landau. Sämtliche Lehrkräfte sind auf Dienstvertrag mit monatlicher Kündigung angestellt. Jüdische Schulen entsprechend dem bayerischen Schulbedarfsgesetz, deren Lehrer Beamte sind, bestehen noch in Speyer, Pirmasens und Rodalben. Aus dem Reiche Sprachschule. Die Jüdische Gemeinde zu Berlin gründet mit Beginn des Winterhalbjahres im Anschluß an ihre Handelsschule eine Sprachenschule. Sie soll eine Bildungsstätte für solche junge Menschen werden, die in einem einjährigen Kursus eine gründliche Beherrschung des Englischen und des Spanischen erwerben wollen, um so im Auslande leichter eine Existenz zu finden. Die Schule, deren Begründung auf den Auswanderungserfahmngen der letzten Jahre beruht, ist eine Tagesschule. Sie umfaßt wöchentlich ca. 25 Wochenstunden; täglich soll 2 Stunden Englisch und 2 Stunden Spanisch gelehrt werden. Es soll ferner eine gründliche Kenntnis der Kurzschrift, und zwar zunächst der deutschen, darauf der englischen und schließlich der spanischen Kurzschrift erworben werden. Hinzu kommt Maschinenschreiben. Auch in diesen Stunden wird der Unterricht in der entsprechenden Immer gut - nie teuer A MOBEL-EBENI Schwanthalerstraße 9 nächst Sonnenstraße H Spezialität: Palästina - Möbe lB|

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