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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1936-09-15 · 18 (15.9.1936) · p. Seite 397

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
12 (1936)
Issue
18 (15.9.1936)
Date
1936-09-15
Page
Seite 397 (sequence 15)
Language
German
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Nr. 18 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 39? 0oltöactt&t mit f£ti$ 3it&t\l XOiv fielen mitten in einem entfd>etbent>en Äampf um bie Steuerung ber iübifd>en ^eimftätte in Palästina. £)er jübtfd>e 3ifd>wtP gel>t babei mit J>eroifd>ett Jieiftungen woran. 7lbtv. wiv reiften, bafj es irid>t mir um bie Belbft bei>anptung biefer £00000 Cfaoen in i^rej 3frael gel>t, fonbern um bie VevwivflitynnQ aller Hoffnungen, bie ftd> bei ben 3uben in ber ganzen Welt unb aud? in 2)eutfd>lattt> an bas (Belingen biefes WerBes frmpfen. 3twi9i> 2(gency unb Äetc^spertretung ^aben wieber^olt jum Tlmbvnä gebracht, baf$ es um eine, bie iübifd>e ©efamt^eit angekeifte £:l>renfad>e ge^t. £)te 3ubm Palästinas bürfen in i^rem Kampf tud>t allein ftel>en. i£s gilt, bie jübifcl>e pofition im iLaifte fo ju feftigen, ba^ ber jet$tge unb alle fünftigen Angriffe fReitern muffen. 3Da;u gehört in erfter Jlime ber Erwerb bes Kobens. CJn feiner Jett t>at ftd> bie 23ebetmwg bes nationalen 23obens unb bie <3>efal>r eines $u geringen Anteils ber nationalen iLanbitnrtfcl>afc an ber <2>efamtn?irtfc|>aft fo beutüd) gezeigt wie in ber heutigen üage. £)ie VtToglid>feiten für ben 33obenfauf ^aben ftd> bur<£ bie gegenwärtige &nttt>i£lung: tud>t verringert. paläftina i>at in ben vergangenen 3a^ren feine 23ebeuttwg als $itflud>t unb neue Heimat für viele (Eaufeifte von Cfiften au6 £)eutfd>ianb eriviefen. 5u feiten wirb bavan gebad>t, unter welchen Opfern bie Porausfe^ungen bafür in ja^rjel^ntelanger Arbeit gefd>affen tvorben fttft. Vinn, ba tvieber fc^tverere Jetten eingetreten finb, bürfen wir biefes HufbanwttV ind>t im 0ttd>e laffen. £)er jübifc^e Hationalfonbö wirb, tvenn er 311 ben Feiertagen unter ber parole „Bolibarität mit i£re$ 3frael" bie Tfuben in tfTünd)en aufforbert, il>rett Beitrag $ur Steuerung unb Erweiterung ber jübtfd>en ^eirnftätte 311 leifien, ftdjer t>erftänbnis unb 33erettfd>aft bei allen Angehörigen unferer jübifd>en <£>ememfd>aft ol>ne 2lüc¥ftd>t auf bie inner|übifd>e Richtung ftnbett. ÜDr. Äubtvig 5eud>tn?anger Harry Philipps 3Dr. iLubwug Äegenfteiner 5Dr. 5rit$ Btern 3uftin J2.id>tenauer 3Dr. 0tto TDeüer / SDr. Alfreb Perlmutter Rabbiner S-ttHesner (Fortsetzung von Seite 394.) zu einem wissenschaftlich erfaßbar und einordnungsfähigen Gegenstand der gelehrten Diskussion erhob. Jost war in seinen Darstellungen, deren Bedeutung ebenfalls nicht unterschätzt werden darf, im Annalistischen stecken geblieben. Graetzens „Konstruktion" ist also das erste konstruktive Werk zu einem Thema, das seither in manchem Beitrag weitergeführt wurde, und das heute noch Beachtung verdient, weil Inhalt und Bedeutung in dieser gültigen Form von innen heraus empfunden, bis zur Stunde nicht wieder solchen Ausdruck gefunden haben und weil der Gedankengang in seiner Tiefe und Geschlossenheit Berechtigung besitzt gegen alle Versuche einer Verdünnung des Judentums. In einem ausführlichen Nachwort weist Ludwig Feuchtwanger der Konstruktion den geistigen Standort zu, von dem sie aus verstanden und als Schlüssel einer mit Sinn und Absicht belasteten Geschichtsschreibung anzusehen ist. Die weitsichtigen und sinnentsprechenden Ausführungen Feuchtwangers verstärken den Eindruck, daß wir es in der wiederaufgelebten Konstruktion nicht mit einer interessanten Ausgrabung zu tun haben, sondern mit einer grundlegenden Schrift, die von einer Gegenwart, die wieder Verständnis für den systematischen Sinn jüdischer Geschichte gewonnen hat, dankbar als Beitrag zur Erfassung des eigenen Seins aufzunehmen ist. Lro. Neuerwerbungen der Wiener Nationalbibliothek. Der soeben (Mitte 1936) im Herbert Reichner Verlag, Wien, erschienene reich illustrierte Katalog der Ausstellung der Neuerwerbungen der Nati'onalbibliothek in Wien aus den Jahren 1930—35 ist nicht allein eine vorbildliche Leistung des österreichischen Buchgewerbes, sondern auch eine inhaltlich interessante Veröffentlichung. Als wichtigstes Ereignis des vergangenen Jahrfünfts erscheint der Solidarität mit Erez Jsrael Haltet die Tore Palästinas offen Spendet zu Rosch-Haschana für neuen Boden in Erez Israel für Sicherung und Erweiterung der judischen Heimstätte für eine neue große Alijah Keren Kajemeth Lejisrael (Jüdischer Nationalfonds E.V.) Zweigstelle München, Schlosserstraße 2/I,Telefon 53052 Postscheck-Konto: Amt München Nummer 101 21 (ZOG)

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