Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 12 (1936)
- Issue
- 18 (15.9.1936)
- Date
- 1936-09-15
- Page
- Seite 391 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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-Nr. 18 Bayerische Israelitische Gemeindezedtung 391 rabbiners Dr. Katten eine Versammlung der Vertreter sämtlicher Gemeinden des nunmehr vergrößerten Bezirkes statt. Herr Justizrat Dr. Oestreich erstattete ein Referat, in welcher er-alle aktuellem Gemeindesorgen auf gottesdienstlichem, schulischem, steuerlichem, 'finanziellem Gebiete unter dem Gesichtspunkt der Komzentrationspolitik in, äußerst wirkungsvoller, Dank und Beifall der Versammlung erntender Weise behandelte. In .organisatorischer Hinsicht ergab die Beratung dlie Gründung einer Bezirkskasse, in welche die dem Rabbiiniat angeschlossenen Gemeinden des Bezirkes ihren Anteil am Rabbinergehialt einzahlen. Ablösungen für die I s r. Z e n t r a 1 w o h 11 ä t i g - keitskasse. William Silbermann; Hans Gerst u. Frau Irma, geb. Silibermann; Ernst Silbermann; danken für die Beileidsbezeugungen anläßlich des Ablebens ihrer unvergeßlichen teuren Gattin und Mutter, Frau Lina Silbermann. Frau Lina Löbl anläßlich einer Familienfeier. Aus dem Reiche Drei Kalender auf das Neue Jahr 5697 Künstlerkalender der Berliner Jüd. Gemeinde. Die Künstlerhilfe der Jüdischen Gemeinde, Berlin, Leitung Dr. Hermann Schildberger, läßt auch in diesem Jahre ihren Kunstkalender erscheinen, der wiederum ein Bild jüdischen Schaffens auf künstlerischem Gebiet darstellt. Aus der Fülle des Materials sind die interessantesten Werke lebender jüdischer Maler und Bildhauer in schönen Reproduktionen wiedergegeben und im begleitenden Text durch Professor Franz Landsberger, Dr. Max Osborn und Dr. Irmgard Schüler erklärt und gedeutet. Die Künstlerhilfe verwendet den ihr aus dem Verkauf des Kalenders zufließenden Anteil zur Linderung der Not und zur Arbeitsbeschaffung für die im ganzen Reich von ihr betreuten Künstler. Der Kalender erscheint im Verlag von Joseph Jastrow, Verlagsbuchhandlung, Berlin W 15, und ist in allen jüdischen Buchhandlungen zu haben. Palästina-Kalender 5697: Redaktion von Dr. Joachim Prinz mit Bildern von Aenne Mosbacher, Kassel, Nachum Gidal und Helmar Lerski, Verlag: Jüdische Rundschau, Berlin W 15. Preis: RM. 1.90. 1936. Das Titelblatt zeigt eine junge Chaluzah. Die Innenbilder und Merkblätter sind im zionistischen Geist vorzüglich ausgewählt. Wir sehen Menschen, Arbeitsgebiete, Landschaften des Heiligen Landes. Der Kalender ist sehenswert und ein freundlicher Mahner durchs Jahr. i Kalender des Jüdischen Frauenbundes 5697 —1936/37. Die bekannten Aufschlageblätter, die in jedem jüdischen Haus und Büro sind, kommen in diesem 11. Jahrgang mit einer Folge von Bildern und Texten, die der" jüdischen Musik gewidmet sind. Bertha Pappenheim gab die Anregung zu dieser Idee. Der Kalender kann natürlich nur einen Ausschnitt des Wesentlichsten bieten. So werden von den jetzt lebenden Komponisten und Virtuosen nur die international Bedeutenden genannt. Dr. Anneliese Landau hat mit Geschmack und Takt die interessante Auswahl von Bildern, Noten und Texten getroffen. Jüdischer Centraiverein Im Vereinsregister des Amtsgerichts Berlin ist an Stelle des Namens „Centraiverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens e.V." am 12. August 1936 der Name Jüdischer Centraiverein eingetragen worden. Als Vorstand dieses Vereins wurden eingetragen: die Herren Rechtsanwalt Dr. Salomon Herzfeld (Essen) als Vorsitzender, Ernst Wallach, Bankier (Berlin) und Rechtsanwalt Dr. Bruno Weil (Berlin-Grunewald) als stellvertretende Vorsitzende, endlich Dr. Hans Reichmann und Dr. Alfred Hirschberg als ermächtigte Syndici. Demgemäß hat die Anschrift statt: „Centraiverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens e. V." künftig zu lauten: Jüdischer Centraiverein. »NACH MASS« in unserem Sinne: edle Stoffe und beste, nach Maßtarif 1 entlohnte Schneiderarbeit. Unsere Maß-Anzug-Preise: 145.- 165.- 185.- BAMBERGER »HERTZ die zuverlässigen Kleiderfachleute Jüdischer Turnu. Sportverein München e. V., Jius" Geschäftsstelle: Pünganserstraße 76, Telefon 72 699 Tennisplätze: 73 6 66 Nächste Veranstaltungen. Samstag, 12. u. Sonntag. 13. September: Tennis-Wettkämpfe gegen Stuttgart auf den Plätzen an der Forstenriederstraße. — Sonntag, 13. September: Hockey gegen Schild Frankfurt in Frankfurt, 1 Herren'- und 1 Damenmannschaft. — Sonntag, 20. September: Vor- und nachmittags, ab 10 Uhr auf den Plätzen an der Marbachstraße „J u g e n d t a g". Hierzu ergeht folgende Einladung an die jüdische Jugend Münchens: Alle Kinder und Schüler bis zu 16 Jahren sind herzlichst eingeladen, sich an diesem Jugendtag aktiv zu beteiligen. Jeder kann und soll teilnehmen! Eintritt auch für Erwachsene frei! Sport, Spiel und Überraschungen. Bei Regen ab 14 Uhr in der Turnhalle. Bericht über das große Sportfest am 6. September 1936. Zuerst ein Dank an d i e Gemeinde- und Vereinsmitglieder, die dem Verein die Durchführung der undankbarsten und schwierigsten1 Aufgabe ermöglichten: die Quartierbereitstellung für unsere auswärtigen Sportfreunde. Wie es für den Itus galt, nicht weniger als 50 Unterkunftsmöglichkeiten herbeizuschaffen, so galt es für die Gastgeber gute Miene zu machen, daß die Stuttgarter und Berliner Kampfmannschaiten erst um Mitternacht in ihre Quartiere kamen! Liebe Münch euer Sportfreunde! Seid dem Verein nicht bös, wenn er drei- oder viermal mündlich und telephonisch um Bereitstellung einer Liegestatt und um Übernahme eines Gastes zu den Mahlzeiten gebeten hat — leicht ist es uns nicht gefallen und allzu leicht hat man es uns nicht gemacht. Jedes Vereinsmitglied hat in einer angehefteten- Antwortkarte die Möglichkeit gehabt, seine Verbundenheit mit der Jugend, mit dem Sport, mit dem Verein durch Quartiere, Kartenbestellung für 5. und 6. September zu beweisen; es sind bestimmt mehr. Bitten hinausgegangen, als Antworten hereingekommen. Der Vorabend war ein voller Erfolg. Der VereinsvoTSitzende S. D. Rosemthal begrüßte den Vertreter des Sportbundes jüd. Frontsoldaten Camnitzer, der uns die Grüße seines Bundes überbrachte, Dir. Stahl von der Ortsgruppe München des Reichsbundes jüd. Frontsoldaten, und die Mannschaftsführer der auswärtigen Vereine, soweit sie schon in München eingetroffen waren. Der Saal und die zur Bewirtschaftung bereitgestellte Kegelbahn waren überfüllt. Der Kartenverkauf wies uns insofern auf eine bedauerliche Tatsache hin, daß eine sehr große Anzahl von Gemeindemitgliedern — Jugendlichen und Älteren — immer noch nicht aktive oder fördernde Mitglieder des Itus sind. Der Besuch von fünif MAGISTER KIRSCH der gute Likör, Magister München VII