Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 12 (1936)
- Issue
- 16 (15.8.1936)
- Date
- 1936-08-15
- Page
- Seite 355 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nff 16 -Bayerische ^Israelitische Gemeindezeitung 355 SCHUHHAUS M. FLEISCHMANN MÖNCHEN, THEATINERSTRASSE 17 Spezialität: BALL Y-SCHUHE Bücherschau Spoirttreffen, au dem die südbaiyer.iscbe Jugend eingeladen war. In zwanzig Konkurrenzen stritten die Jungens und Mädels mm die Siegespalme. Bs enzdeHte Jtus München 6 erste, 5 zweite, 5 «dritte Preise, Maikfcaibi München 3 erste, 6 zweite, 5 dritte Preise, RjiF Ulm, der sich 'im wesentlichen nur am Kugelstoßen weibl. 'beteiligte, je eimen 1., 2. «und 3. Preis umd idier gastgebenide Verein 10 erste, 8 zweite und 9 dritte Preise, Hervorzuheben ist düe Leistung von Mai (MM), der die 100 m auf 9chechter Rasehbahn in 11,7 Sekunden lief, -sowie die erst 7j ährige Eva Lammfromm, deren Leistungen am Turngerät bei dien Zuschauern wahre Beifallsstürme hervorriefen und mlit dem 3. Preis lamenkannt wurden. — Besondere Anerkennung verdienen die ziahlerieben Kampf- und Zielrichter, die — obwohl zumeist erstmalig in solcher Funktion tätig — wesentlich ziu der außerordentlich pünktlichen Abwicklung des Programms beitrugen. Zur vorgesehenen Zeit konnten die 80 Teilnehmer zur Preisverteillunig antreten. Ann 26. Juli hatten die Jugendlichen Gelegenheit, bei den württembergisohen R]T-Landesmeisterscba!ften ihr Können erneut unter Beweis zu stellen, und es zeigte sich, daß sie auch ■auf fremdem Platz und 'gegen eine weit schärfere Konkurrenz — es nahmen 18 Sportgruppen aus ganz Süddeuts obland und dlie Sportschule Bloch, Stuttgart, teil1 —. ihren Mann stellen •konnten. Die 6 Teitaiehmer dier 'männlichen Jugend A und B holten 6 erste, 2 zweite und 2 dritte Preise, die Mädchen konnten sich m der 4X75-m-Staffeil an dritter Stelle plazieren. Bei dem abschließenden Aufaund Vorbeimarsch fielen die Auigsburger ebensowohl durch ihr schmuckes Dreß als durch Ihre vorzügliche Haltung auf. Am 2. August reiste idlie Fußballmannschaft nach Fürth, um eine alte Rückspielverpflichtunig zu bereinigen1. Das Spiel, das in überaus fairer Weise ausgetragen wurde, konnten' die Auigsbunger 6:1 (2:0) für sich entscheiden. Es zeichnete sich vor allem durch Schnelligkeit und packende Momente aus. Die zahlreichen Durdhlbruchversuche der Fürther scheiterten jeweils an der sicheren Läuferreihe und Verteidigung, den Rest erledigte d'er sichere Torwart ausgezeichnet. Der in feiner Kombination! drängende Augsburger Sturm brachte Verwirrung in idlie Fürther Läufer und Vereidigung und konnte seine Tore in regelmäßigen Abständen schießen. Aufstellung: Goldschmidt — Dottenheimer, Neuburger — Hirschmanin, Oppen? •heimer I, Brummer — Landimanni, Bissinger, Einistoß, Oppenheimer II, Metzger. Einen Höhepunkt der, Spielzeit werden die am 21. bis 28. August stattfindenden bayerischen RjF Landestennismeistersdhaften bilden. In noch größerer Zahil als an Pfingsten werden Spitzenspieler und Spielerinnen aus dem ganzen Reich um die Meistertitel kämpfem Die Sieger erwarten in den Einzelspielen wertvolle Wanderpreise, die Doppelspiele sind mit Ehrenpreisen ausgestattet. Daneben werden die Wettspiele der Klasse B auch der breiten Masse der Durchschniittsspieler und den vorgeschrittenen Junioren Gelegenheit geben, sich im Wettspiel zu erproben. Die für den Sonnitag in Aussicht stehenden Schlußrunden dürften manchen) Freund des weißen Sports veranlassen, einen Ausflug zu der musterhaft schönen Platzanlage der PTGA zu unternehmen. Nachzutragen wäre noch, daß die Gesellschaft sich anfangs Juli dam 'Sportbund1 des RjF angeschlossen hat. Hierdurch eröffnen sich für die Mitglieder in mancher Hinsicht erweiterte Sportmögflichkeiten, im Betrieb macht sich dies im erster Linie in eifrigem Training zur Erlamgunig des RiF-Leistunigsabzeicliens bemerkbar. V-r. Schreibmaschinen neu u gebraucht Bürobedarf Büromöbel A. BRUCK, Sonnenstr. 12, Inh. R. Lewin. Tel. 10786 Hugo von Hofmannsthal, Briefe 1890—1901. 8°. 332 Seiten. Preis: RM. 6.50. Berlin (S. Fischer Verlag) 1935, Die vorliegende Auswahl bisher unveröffentlichter Briefe Hugo von Hofmaninsthalis, die varnehrnlich an seine Eltern und» den engeren Wiener Freundeskreis des Dichters gerichtet sind, bildet einen lebendigen Kommentar zur 'ganzen Lorisprosa und dien Frühwerken. Wir erkennen die tiefen Beziehinsgen zur österreichischen Landschaft und die gleichsam symbolische Befruchtung seines Schaffens durch die Berührung «nSt der Heimat seines tombardischen Ahnenteäs. Der Aufenthalt in den Kavalleriegarnisonen, wo er sein Freiwäligemjahr abdient, wird zu einem ferbigen Bäd des österreichischieni Militärs. Seine Begegnungen mt Rodin und d'Annunzio, sehne Einblicke int die künstlerischen Bestrebungen Deutschlands um die Jahrhundertwende und in die wienerische Gesellschaft erweisen die europäische Weite der altösterreichischen Kultur, die sein Wesen bestimmte und deren bedeutender Ausdruck er war. Der Briefband ist ein Selbstzeugnis ungewöhnlicher Art und ein. Dokument zur Psychologie des dichterischen Genius. Nur indirekt weist dier Briefwechsel auf jüdische Zusammenhänge, lindem er mit Klarheit die Wiener Literatengeneration von 1890—1901 zeichnet. Auch die Briefe an Beer-Hofmann und Schnitzler zeigen nur Unbefangenheit und Ahntungsilosigkeit allem Jüdischen gegenüber. Hofmannsthal hatte auch jüdische Ahnen, aber für sein Werk ist diese Abstammung nicht entscheidend geworden. Die jüdische Seele, den jüdischen Geist idaran zu zeigen, wird Ikaum gelingen. Der Scharm und der altkluge Ernst der Briefe können auch nicht ohne weiteres auf das jüdische Blut zurückgeführt werden. So erfreuen wir uns der Briefe wie sie sind, ihres großen seelischen Reichtums und der zahlreichen zeitgenössischen literarischen Aufschlüsse. Man kann sioh keine bessere Ergänzung zu dem Gesamtwerk Hofmannsthals denken als die neue Brief Sammlung. Dame in den vierziger Jahren, jedoch jünger aussehend, von angenehm. Äußeren, ganz besonders tüchtig im Kaufmänn. (16j. Vertrauenspost.) u. ebensogut erfahr, 'im Haush. sucht gemütvoll. Lebenskameraden. Gut eingerichtete 3-Zimmer- Wohnunig u. Aussteuer vorh. Zuschriften mit Bild erbeten u. Nr. 6045 a. d. Anz.-Abt. d. Bl. Diskretion zugesichert. Heirat Ich suche für meine z. Zt. in München weilende Schwester einen braven Mann mit einigermaßen gesicherter Existenz in München, nicht über 45 Jahre alt, auch Witwer. 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