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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1936-03-15 · 6 (15.3.1936) · p. Seite 128

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
12 (1936)
Issue
6 (15.3.1936)
Date
1936-03-15
Page
Seite 128 (sequence 8)
Language
German
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Vortrag0 Dr;^Sommerfeids in München. v- Auf Einladung der =' Israelitischen Kultusgemeinde und des Ortsrings der Jugendverbände München sprach im. Sitzungssaal der Münchener Gemeinde Dr. BrunoSora m'elr f el d (Berlin) zur Lage der-jüdischen' Jugend in Deutschland. Nach Begrüßungsworten des "Gemeindevorsitzenden Dr. Ne-umey er gedachte der Redner: zunächst in bewegten Worten des Jugendführers. Seew Orb. ach. Er schilderte dann die. äbriphne Schichtung der deutschen Judenheit mit ihren nur 100 00Q'. Jugendlichen und einem Frauenüberschuß von 22 000. Um;den gesteigerten Schwierigkeiten, etwa der Lehrstellenbeschaffüng, zu steuern, wurden von den Zentralstellen verschiedene, Einrichtungen, wie das 9. Schuljahr, die Mittlerenhachschara und die AuswanderuligsscKule geschaffen. Nur eine klare. ~N}erbinduhg d er Auswandemiiigsu-nd der inländischen Hilf sarb eil kanin Paniken y erhüten. Auge-iibliickMch befinden sich mehr als 5000 junge Menschen auf Umschichtung. Eingehend -schilderte Sommerfeld die innere Situation der jüdischen Jugendbewegung, die Werte ihrer Erziehung zu Disziplin, Gemeinschaftssinn und Aufopferuhgsbereitschaft, die Gefahren der Uberwücherung des politischen in ethische und religiöse Lebensgebiete. Der gesamte Einsatz der Jugendarbeit wird weiter darauf zu richten sein, das Judentum in der Diaspora wie in Erez Israel als geistige Gemeinschaft zu erhalten. Nach Dankesworten des Ortsringvorsitzenden Dr. M a rs c h ü t z entwickelte sich eine fruchtbare Aussprache, in der-u. a. auch wertvolle Informationen, über die < 'neugegründete Jüdische Auswanderungsschule . vermittelt wurden. ": •'. „Das Erbe Theodor Herzls". Am 29. Februar: sprach in einer gutbesuchten. Versammlung der; Staatszionistischen Organisation Dr. J u s t i n H e i'd. e k - ker (Nürnberg) über „D as E r b e Theodor Hie rzi's". Der Redner ging in längerer Beweisführung davon aus, daß die Erkenntnisse und. Ziele Theodor Herzls auch heute noch Gültigkeit haben, Während der heutigen zionistischen Organisation der Vorwurf zu machen sei,' daß sie dieses verkleinert'und entstellt habe. In dieser' jetzt herrschenden Zionistischen Organisation seien stärke klassenkämpferische und atheistische Kräfte einflußreich-. Der Redner %im auf das immer wieder sichtbare, freilich , geschichtlich ' zu begründende Unverständnis vieler Juden für jüdisch-völkliches und gleichsam j.staatsbürgerlichjüdisches Denken" und.Empfinden ein. Dr. Heidecker widerlegte Verdächtigungen gegen' führende jüdische Persönlichkeiten. Im zweiten Teil seiner Ausführungen legte er eine Reihe positiver Zielsetzungen der Staatszionistischen Beweguhg dar, die"' sich gefühlsmäßig, und logisch sowohl aus dem Vermächtnis Herzls, als auch aus der Situation der Juden in Deutschland'und in der Welt ergeben. Die' Forderung1 des-' Stäatszidnismus,: daß eine zionistische Führung die inneren Voraussetzungen1 (großzionistische Schulung" Und. Erziehung, Ausschaltung aller Klassenkampf- und Zerse'tzungs.strömuhgen, Förderung der religiösen Bestrebungen' im Zionismus'5 usw.) schaffen müsse, damit die Juden in geschlossener Haltung England gegenüber statt der Rolie eities neuen 'Schützjüdentums eine Partnerrolle spielen könnten. Gerade jetzt "wachse in Englanddie' Erkenntnis, welchen Wert ein erstarktes'jüdisches Volk für England als europäischer Vorposten' im Nahen Osten gewinnen könne. Allerdings sei die unumgängliche Voraussetzung die Wiederbesinnung' des Zionismus auf die, Grundlage, die ihm Herzl gegeben hat.! Für sie kämpfe dSe Staats2toms!tischie'Organisation' wie iit-aller-Welt so auch in Deutschland'erfolgreich. Aus der Logik der Tatsachen und "aus dem 'Willensimpuls ihrer Anhänger heraus werde sie-auch den Weg''zum Erfolg ' zu Endegehen: . Jüdische " Musiker und Künstler in Gaststätten f? Da ^.üdiiscOie Musiker, «und Künstler nur noch' in. jüdischen Gaststätten' kanizeftd'erien dürfen, sind unsere Müncherief' ßerüfsmu>§£k'er. 'darautf : angewiesen, "daß die Inhaber von: Gaststätten den^KuMiiern'^die Moglickeit, in f^em*,'iBeinjife'; tfUfeizu ■sein, gelben •'So!hat «ich «das' ^Restaujant' 'Sptiiwara ent|(Sl$s-;s©n,'^';Matt?(kwh;;'Sa8nstag'und:Sdnrata«:Aherid-den voiirSiedner -erfolgreichen Tätiigköit -am ,Regdna-Palast-Hotel und Hotel. Es-

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