Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 12 (1936)
- Issue
- 2 (15.1.1936)
- Date
- 1936-01-15
- Page
- Seite 31 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 2 Bayerische. Israelitische Gemeindezeitung 31. gefunden und wurde beim Internationalen Film-Wettbewerb in Venedig wegen seiner Qualitäten besonders ausgezeichnet. Nähere Mitteilungen ergehen in der nächsten Gemeinde- Zeitung. Frauenarbeitsgemeinschaft für Palästina (WIZO) Ortsgruppe Münch an; Schlosserstr. 2, Tel. 53 0 52 Die nächste Zusammenkunft findet Ende Januar statt. Damit werden die regelmäßigen Abende wieder aufgenommen. Einzelheiten über Termin und Thema der nächsten Veranstaltung werden den Mitgliedern durch Rundschreiiben bekanntgegeben und sind im Büro, Schlosserstr. 2, Teil. 53 0 52, zu erfragen. Zu der jeweils am Mittwoch zwischen 14 und 15 Uhr in der Schlosserstr. 2/1, stattfindenden .Sprechstunde muß aus technischen Gründen vorherige telefaniische Anmeldung unter Nr. 53 0 52 erfolgen. Die Sprechstunden des Palästina-Amtes finden Montag mit Donnerstag 16—17/4 Uhr in der Theatinerstraße 30/1 statt. Es wird dringend gebeten, diese Zeiten pünktlich einzuhalten. Sachliche Auskünfte können durch Telephon nicht erteilt werden. Aus bayerischen Gemeinden Altenstadt in Schwaben. Nachdem unser bisheriger langjähriger verdiemstreichier Vorstand Herr Isidor Neuiburger wegen seines hohen Alters eine "Wiederwahl zum alLgemeimtein Bedauern ablehnte, fiel die Neuwahl fast einstimimig auf seinen Neffen, Herrn Heinrich Neuiburger. Den beiden aedeiren Herren der bisherigen Vewaltung, Herrn Max Schwarz, der schon seit 1913 ohne Unterbrechung der Verwaltung angehört, und Herrn Karl Fniedrwann wurde ebenfalls wieder mit großer Mehrheit das Vertrauen der Wählersohatft ausgesprochen. Aus der Gemeinde Bamberg Zu der „Chariuikkahfeier für Stadt und Land" in der Synagoge fanden sich neben den Angehörigen unserer Gemeinde die Mitglieder der zum Rialbbiinatsbezirk gehörigen Landgemeinden besonders zahlreich ein. Der Gemeindevorstand, Rechtsanwalt Dr. Morgenroth, begrüßte vor allem die Brüder und Schwestern vom Lande unter dem Gesichtspunkte der seelischen Winterhilfe, deren Symbol, das Licht, er in Beziehung setzte ziu den Lichtern des Teimpelweiihefestes. Riabbinelr Dr. Kiatten sprach über „Viermal Joseph", nämlich über den ägyptischen, den römischein (Flavias Josephus), den türkischem Joseph (Don Joseph Nassli) und dem vierten Träumer Joseph, den jüdischem Märohendiohter Bin-Gorion. Die junge Dichterin Hilde Marx, ein Bayreuth^Baimberger Kind, brachte' in vollendeter Sprachweise eigene Dichtungen und Prosa. Der SynagogenchoT verschönte diie Feier in seiner gewohntem künstlertischen Gestaltungskraft. Am 29. Dezember sollten dlie Wahlen zu den Gemeindekörperschiaften stattfinden. Die Wahl konnte uiraterbleiiibem, da nur ein einziger Wahlvorschlaig eingereicht war. auf dem sich die verschiednen Parteien und Richtungen geelinigt hatten. In der Gemeindeverwaltung erhielt der niichtzionistische liberal-konservative Einheitsblock 5, die zionistische Gruppe 2 Sitze!, in der Gemeindekaimmer ist das Verhätnis 17:10. Die Verwaltung wählte zu ihrem Vorsitzenden «nid damit zum Vorstand der Gemeinde Rechtsanwalt Dr. Morgenroth, zu seinem Stellvertreter Julius Wassermann. Am 30. Dezember 1935 sprach im Rahmen der Sdhullungsabende der Zionistischen Ortsgruppe im Jugendheim Dr. Capell über „England öim vorderen Orient" und erntete mit seinen Ausführungen lebhaften Beifall. - . " ~ HERREN.ANZUGE /mw\ Zuverlässig, elegant und reiß- V verschlossen! In 28 Größen, Ii» euch für besonders schlanke ■SwH und korpulente Herren W** 68.- 78.- 98.- 120.- BAMBERGER& HERTZ die zuverlässigen Kleiderfachleute Aus der Pfalz Zum 70. Geburtstag von Kommerzienrat Joseph (20. Jan. 1936) Unter den Männern, die dem Verband Bayerischer Israelitischer Gemeinden seit seiner Begründung im Jahre 1920 das; Gepräge gegeben haben, steht Kommerzienrat Albert Joseph, in der vordersten Reihe. Wie das Trauben gesegnete Pfälzer Land im bayerischen Staatsgebiet stets eine besondere Stellung eingenommen hat, zugehörig und doch selbständig, dem Allgemeinen verflochten und in seiner Eigenart doch stark betont, so hat der Verband der Israelitischen Kultusgemeinden der Pfalz in dem Landesverband der bayerischen Gemeinden von Anfang, an, ungeachtet der treuen und hingebenden Tätigkeit für die allgemeinen Interessen, im Einverständnis aller Beteiligten seine Selbständigkeit behauptet. Der echte Repräsentant dieses Genius der Pfalz, die Verkörperung seiner besten Kraft, der unermüdliche, opferwillige Vertreter der allgemeinen jüdischen Interessen des Landes, wie der sorgsame Behüter der pfälzischen Eigenart ist jederzeit Albert Joseph gewesen. Es gereicht uns stets zur besonderen Freude, die Ausführungen dieses Mannes zu hören, getragen von durchschlagenden sachlichen Beweisgründen, aber auch vorgebracht mit einer Uberzeugungskraft und inneren Wärme, daß man fühlt, Person und Amt sind hier nicht voneinander zu trennen. In der Tat, unbeschadet der ausgezeichneten Leistungen seiner Mitarbeiter, ist Joseph das Pfälzer Gewissen, und der Pfälzer Verband ist Joseph. So tritt er als „der Vater seines Landes", der für seine pfälzische Familie sorgt und für die großen wie für die kleinen Angelegenheiten seiner Angehörigen das gleiche Verständnis hat und den gleichen Eifer entfaltet, im Rate unseres Verbandes auf und; er wird von uns allen verehrt, geschätzt und geliebt. Diese seine selbstlose, aufopfernde Fürsorge für die Interessen seines Bezirks wird auch von den staatlichen Zentralstellen-anerkannt und gewürdigt und so ist er bei den höchsten Instanzen des Landes gerne gesehen und sein Wort hat Einfluß und Bedeutung. - Und wenn dieser allverehrte Mann nunmehr das 70. Lebensjahr vollendet, so werden ihm die herzlichsten Wünsche von der Leitung unseres Verbandes, der er stets der getreueste Helfer gewesen ist, wie aus allen Gauen des bayerischen Landes entgegengebracht. Wir wünschen unserem lieben Freunde, daß er noch Jahre des Glückes in seiner Familie verbringe, daß er uns gesund bleibe, daß er noch lange Zeit unserem jüdischen Gemeinwesen erhalten werde mit seinem klugen Rat, seiner aufopfernden Fürsorge und seiner liebenswerten Persönlichkeit! Dr. Neumeyer. Zum 7 0. Geburtstag von Kommerzienrat AI-" bert Joseph in Landau wird uns von besonderer pfälzischer Seite noch geschrieben: Am 20. Januar 1936 vollendet Herr Kommerzienrat Albert Joseph in Landau in der Pfalz, der Präsident des Verbandes der israelitischen Kultusgemeinden der Pfalz, das 70. Lebens- Levinger Zigarren naben ihre Starrtmkuncien f S. LEVINGER, Bayerstr. 21 im Höfel Rheinischer Hof Gegr. 1886 Fernsprecher-54897