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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1936-01-01 · 1 (1.1.1936) · p. Seite 11

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
12 (1936)
Issue
1 (1.1.1936)
Date
1936-01-01
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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»Hill. ILiiltiirbiiiMI in lUiycro M*. ■■ ' ■__ Ortsgruppe Mitteil ung an unsere Mitglied er Wie bereits mitgeteiilt, liegen die Eintrittskarten für die Veranstaltungen im Januar und Februar an der Kulturbundkasse seit 15. Dezember auf und sind dort 'gegen Entrichtung des Januar- bzw. Februarbeitrages erhältlich. Der Januarbeitrag wird bei denjenigen Mitgliedern, welche ihn bis 15. des Monats wicht entrichtet haben, mit einer Unkostengebühr vorn 30 Rpf. in der Wohnung einkassiert werden. Die Aufführung der Marionettenbühne Münchener jüdischer Künstler ist eine Sond erver an st alt ung, die, wie alle unsere Darbietungen, nur für Mitglieder unserer Ortsgruppe und auswärtiger Kulturbünde zugänglich ist. Die Mitgliedskarte ist mitzubringen'. Eintrittsbarten zu RM. 1.50 und 1.10 sind an der Kulturbundkasse sowie an der Abendkasse erhältlich. Zu jeder Mitgliedskarte können so viele Eintrittskarten gekauft werden, als Personen zu ihrer Benützung berechtigt sind. Alle zur Benützung einer Mitgliedskarte berechtigten Personen 'können diese Aufführung zusammen besuchen; sie müssen jedoch iden Zuschauerraum gleichzeitig betreten und sich mit ihrer Mitgliedskarte zusammen ausweisen. Wie wir unseren Mitgliedern bereits durch Rundschreiben mitteilten, ist uns die Benützung des Museumsaales vorerst verboten worden. Die für den Museumsaal vorgesehenen Veranstaltungen finden daher, bis auf weiteres im Körperkulturhaus, Germaniastraße 20, statt. Die Termine der Veranstaltungen bleiben die gleichen. — Wir bitten jedoch unsere Mitglieder, bei unseren kommenden Ankündigungen auf die Angabe des Ortes unserer Darbietungen besonders zu achten. Verbot jüdischer Künstlernamen Die Behörden 'baheai jüdischen Künstlern die Führung von Künstlernamen untersagt, sowohl ini Ausübung ihres Berufes als auch im privaten 'Gebrauch. Da wir künftig sämtliche Künstler nur noch mit ihrem bürgerlichen Namen ankündigen werden, teilen wir unseren Mitgliedern diejenigen' Münchener jüdischen /Künstler mit, bei welchen «Mese Änderung erforderlich ist: Kapellmeister Erich Eisner, früher Künstlername Erck. Marieluise Kohn, früher Künstlername Luiko. Ida Kraft, früher Künstlername Gordon. Oberspielleiter Hugo Magnus, früher Künstlername •Magnus-Groß. Bernhard Renkazischok, früher Künstlername Renka. Jüdische Künstlerhilfe für Maler, Bildhauer und Graphiker Beim Reichsverband der Jüdischen Kulturbünde in- Deutschland (Sitz Berlin) ist ein „Sekretariat für Bildende Kunst" errichtet worden. Die Adresse der Geschäftsstelle1 läutet: Jüdische Künstlerhi 1 fe, Berlin;-Charlottenburg. Kantstraße 158. Das Sekretariat hat die Aufgabe, die in Deutschland lebenden jüdischen Maler, Bildhauer und Graphiker zu erfassen und in ihren künstlerischen Angelegenheiten sachkundig 'zu beraten. Seime Tätigkeit solldarin bestehen, durch die Veranstaltung van Ausstellungen verschiedener Art und sonstige fördernde Maßnahmen die Beziehungen zwischen den jüdischen bildenden Künstlern und dem jüdischen Publikum in Berlin und im Reich möglichst eng zu gestalten, sowie darüber hinaus die Interessen der in Deutschland lebenden jüdischen Künstler im jüdischen Bereich wahrzunehmen. Das Sekretariat bietet nunmehr allen in Frage kommenden Künstlern, die sich auch bisher noch nicht beim Reichsverba'od der Jüdischen Kulturbünde in Deutschland angemeldet haben, Gelegenheit, ihre Anmeldung bis zum 15. Januai 19 3 6 z u vollziehen. An Ausstellungen Und: anderen künstlerischen Veranstaltunigen können von jetzt ab nur s o 1 c he Künstler teilnehmen, «die diese Anmeldung erstattet ihaiben. .' ' ' Von allen geplanten Veranstaltungen jüdischer bildenden Künstler muß das neugegründete Sekretariat .rechtzeitig in Kenntnis gesetzt werden, da 'es die Genehmigung zu •vermitteln hat. Dela Lipinslca Der europäische Ruf, der der Universalkünstieiin Dela Lipinskaja vorangeht, hat sich auch hier in München wieder als wohlerworben erwiesen. Sie ist jetzt an drei Abenden hintereinander im Kulturbund aufgetreten, an den drei Abenden vor ausverkauftem Haus. Nach Schluß der Vorstellungen verließ niemand das Haus, Beifallstürme entlockten der Künstlerin immer neue Gaben. Sie hat auch das Münchener Publikum im Sturme erobert. Wie soll man diese Kunst des rotblondgeloakten, genialen Persönchens charakterisieren? Scheinbar mühelos, mit einem kaum spürbaren Kraftaufwand an stimmlichen und mimischen Mitteln bringt die kleine, quick-lebendige Frau erstaunliche Wirkungen zustande. Sie singt in sechs Sprachen und begleitet sich oft selbst am Flügel. Man kann nicht sagen, ob ihr musikalisches Feingefühl stärker ist als ihr großes, schauspielerisches Talent. Bewegung, Gesang, Mimik sind hier eins. Die besondere Begabung der Slavin und Jüdin für die Bühnenkunst wird in dieser Künstlerin in überwältigender Weise offenkundig. Die drei Abteilungen der Vortragsfolge, immer amüsant und abwechslungsreich, waren mit seltenem Effekt- Bewußtsein aufeinander abgestimmt: Kurz, ein Erfolg auf der TjutäikSii die tude Botk-HMduhtk mwWWW^^^WW wPlf WWWmF Vfrrlr ^rwWWWW f rWlfff^Ffrw tkäsake* frltrfffrrflftt ffrjjb

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