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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1935-12-15 · 24 (15.12.1935) · p. Seite 549

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
11 (1935)
Issue
24 (15.12.1935)
Date
1935-12-15
Page
Seite 549 (sequence 16)
Language
German
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Jiiil. Kulturbund in ItaYcrii Ortsyrnppc Atftnchen Mitteilung an unsere Mitglieder - Den neuen Mitgliedern, welche bis 15. Dezember ihre Mitgliedskarte nicht abgeholt haben, wird diese gegen ein Aufgeld von 30 Rpf. in die Wohnung zugestellt werden. Ebenso wird der Dezemberbeitrag bei denjenigen Mitgliedern, welche ihn bis zum gleichen Tag nicht entrichtet haben, mit einer Unkostengebühr von 30 Rpf. in der Wohnung einkassiert. Ab 15. Dezember sind an der Kulturbundkasse die Eintrittskarten für folgende Veranstaltungen erhältlich: Bei Entrichtung des Januarbeitrags: Marionetteinaufführung, 4. Januar (Sonderveranstaltung); Autorenabend Manfred Sturmann, 7., 8. und 9. Januar; Chorkonzert, 29. Januar. Bei Entrichtung des Februarbeitrags: Konzert des Cellisten Nicolai Graudan, 9., 10. und 11. Februar; Konzert Nürnberger Künstler am 25., 26. und 27. Februar. Marionetten-Aufführung Die Marionettenbühne Münchener jüdischer Künstler, unseren Mitgliedern noch von den vorjährigen Aufführungen in bester Erinnerung, wird am Samstag, den 4. Januar 1936, mit einem neuen Programm im Rahmen unserer Ortsgruppe gastieren. Zur Aufführung gelangt „Das Gelöbnis", jüdisches Drama vom Perez Hirschbein, sowie „Das Ochsenmenuett", Singspiel nach Motiven von Haydn. Die Aufführung ist eine Sonderveranstaltung, die wie alle unsere Darbietungen nur für Mitglieder unserer Ortsgruppe und auswärtiger Kulturbünde zugänglich ist. Die Mitgliedskarte ist mitzubringen! Eintrittskarten zu 1.50 und 1.10 RM. sind an der Kulturbundkasse sowie an der Abendkasse erhältlich. Zu jeder Mitgliedskarte können so viele Eintrittskarten gekauft werden, als Personen zu ihrer Benützung berechtigt sind. Alle zur Benützung einer Mitgliedskarte berechtigten Personen können diese Aufführung zusammen besuchen; sie müssen jedoch den Zuschauerraum gleichzeitig betreten und sich mit ihrer Mitgliedskarte zusammen ausweisen. Eine Wiederholung der Aufführung im Februar ist vorgesehen. Die Puppenbühne, die auch nach Ansicht von Fachleuten hohen künstlerischen Ansprüchen gerecht wird (die Ausführenden sind durchwegs Künstler von Rang) bringt für München etwas Neues, nämlich ein Drama rein jüdischen Milieus — ein dramatisch wirksames, von innerer Spannung erfülltes We'rk eines unbekannten Autors., Perez Hirschbein, in welchem eine visionäre, unsichtbare Gewalt, die handelnden Personen mit unlöslichen Banden festhaltend, die Zuschauer in Bann zwingt, bis zuletzt die Kerzen des Sabbatleuchters aufglühen, in deren Schimmer das junge Mädchen, das den Mittelpunkt des Stückes bildet, dem Erlöser Tod ins Auge blickt. Uber die Macht der Puppenbühne sagt ein so großer Geist wie Anatole France: „Die Marionetten des Herrn S. spielen Cervantes und Aristophanes, ich glaube, sie würden auch Shakespeare, Calderon, Plautus und Moliere spielen — spielten doch die englischen Marionetten zu Zeiten Königin Elisabeths den Julius Cäsar! — Glaubt Ihr dennoch, daß Marionetten nicht eindrucksvoll* nicht dichterisch agieren können? Ich bin ihnen unendlich dankbar, daß sie mir die lebenden Schauspieler ersetzen — deren Talent ist zu groß, es nimmt allen Platz weg und erdrückt das Werk." Die Münchener künstlerische Puppenbühne des jüdischen Kulturbundes wird ihrer bisherigen Gepflogenheit gemäß, auf das ernste Spiel ein heiteres folgen lassen — ein froher „Abgesang" soll dem Zuschauer im Ohre liegen: man muß die mundfertige Frau Barbara, Haydn's Wirtschafterin, mit dem polternden ungarischen Ochsenhändler auf dem Puppentheater Menuett tanzen gesehen haben, die Romanzen, Duette. Quartette gehört haben, in welche zuletzt das Präsent des dank- Dela Lipinskaja Die gefeierte Künstlerin gastiert am 21., 22. und 23. Dezember in unserer Ortsgruppe. Zuuuh Sii die autt Bottt-HfaiduMi WwWw^^^M^WW rfff WWWU ^Pw"FW^r ^^WWWWW f WW^FWWWwWW^^gl HütaUeu fr»rfffciQffl fttafr

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