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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1935-12-15 · 24 (15.12.1935) · p. Seite 542

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
11 (1935)
Issue
24 (15.12.1935)
Date
1935-12-15
Page
Seite 542 (sequence 8)
Language
German
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542 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung Nr. 24 M. MILBERTHAC & CO. KAUFINOK «STRASSE lO Das Hans für hübsche Geschenke in Fhren Schmuck Silber waren Chanukkahleucliter Kultusgeräte Aus dem Reiche Jüdisches Pflege- und Adoptionswesen. Im Oktober 1935 fand die zweite Vorstandssitzung der Zentrale für Jüdische Pflegestellen und Adoptionsvermittlung, Kinder- und Mutterschutz des jfidischeai. Frauenbundes' e. V. unter Leitung von Frau Clara Sarauel (Elberfeld) statt. In regem Gedankenaustausch wurden Fragen besprochen, die noch vor der üblichen neuen Jahressitzung geklärt werden sollten. Außer dem Arbeitsausschuß, dem Elberfelder, Düsseldorfer und Kölner Mitglieder angehören, waren der Frauenbund, das Isenburger Heim, die Zentralwohlfahrtsstelle. der Rabbiner- und Lehrerverband sowie die Anstaltsleiter vertreten. Es wurde u. a. Folgendes beschlossen: 1. Die Entsendestellen sollen erneut und dringend darauf aufmerksam gemacht werden, nicht nur Heimkinder, sondern auch ihre sich in Pflegeanstalten befindlichen Schützlinge gegen Krankheit zu versichern. 2. Die Entsendestellen sind dringend um eingehende Ausfüllung der Fragebogen für Heim und Pflegestellen im Hinblick auf Gesundheit, Charakter und Veranlagung der einzuweisenden Kinder und Jugendlichen zu bitten. 3. Die Zentrale erklärt sich zur Mitarbeit bei der Beschaffung von Familienstellen für Schulkinder bereit. 4. Trotz der Umstellung, die das jüdische Schulwerk auch für Pflegekinder erfordert, sind weiter für Kleinkinder gut empfohlene Pflegestellen in kleineren Ortschaften zu berücksichtigen. 5. Es wurde ein Dauerpflegevertrag angenommen für Länder und Fälle, in denen der Abschluß eines Adoptionsvertrages nicht möglich ist. Adoptionsmeldungen liegen fast nur aus dem Auslande vor. Um einen Überblick über den augenblicklichen Stand des jüdischen Pflegewesens zu bekommen, wurde eine Erhebung gemacht Aus den eingegangenen Antworten mußte festgestellt werden, daß sich noch immer Kinder in nichtjüdischer Umgebung befinden. Uber die Tagung für Kinder und Jugendalijah wurde von den Teilnehmerinnen berichtet. Bei dieser Gelegenheit wurde der Befürchtung Ausdruck gegeben, daß in Kleingemeinden lebende Pflegekinder, die bündisch nicht erfaßt sind, größere Schwierigkeiten bei der Einordnung in die Jugendalijah haben werden. Jüdischer Turn« und Sportverein | WEIHNACHTSFERIEN [ In der Zeit vom 23. Dezember mit 2. Januar bleiben die sämtlichen Räume der Turnhalle wegen gründlicher Reinigung geschlossen. | HOCKEY j JTSV München I : Schild Frankfurt 12:1 (0:0) Am 1. Dezember traten sich beide Mannschaften <hier zum dritten Male und zwar in stärkster Aufstellung gegenüber und zeigten ein Hockeyspiel, das auf hoher sportlicher Ebene stand. Die Frankfurter trugen mit glänzender Technik und ausgezeichnetem Können immer neue Kombinationsangriffe vor. Hervorragend war bei den Gästen der Halblinke Hamburger, der in der 2. Halbzeit seinen gewohnten Posten als Mittelläufer wieder einnahm. Der Sturm ließ vor dem Tor die nötige Übersicht vermissen, die Hintermannschaft arbeitete sicher, besonders der linke Läufer, der den gegnerischen Flügel gut bewachte. Die Münchner ließen sich durch das von den Gegnern vorgelegte Tempo nicht verblüffein und waren in blendender körperlicher Verfassung. Der Sturm spielte schnell ab, 'besonders der linke Flügel trug immer wieder neue Angriffe vor und erzielte auch die beiden Tore. Die rechte Seite war auch gut, hatte aber die stärkere feindliche Abwehr zu überwinden. Die Münchener Läuferreihe arbeitete ein wandfrei; in der letzten Viertelstunde, der Frankfurter Drangperiode, gelang es ihr, das Spiel offen zu halten. In der Verteidigung sah man wieder G. Schwarzhaupt, dem man zwar die Pause anmerkte, der aber doch eine Verstärkung der Mannschaft bildete. Hilb im Tor war wie immer zuverlässig. Das Spiel war von Anfang an sehr rasch und spannend. Bei dem anfänglichen Drängen der Gäste hatten die Münchener Glück; zweimal traf der Ball nur den Torpfosten. Langsam machte sich München frei,- bis zur Pause gelang es aber keiner Mannschaft, einen Treffer zu erzielen. In der 2. Halbzeit leitete die Münchner Läuferreihe Angriff auf Angriff ein. Nach 10 Minuten gelang dem linken Flügel ein rascher Durchbruch; eine kurze Flanke nach innen und überlegt schoß Katzenstein zum 1. Treffer ein. Wenige Minuten später überlief die gleiche Sturmseite die gegnerische Abwehr und die Flanke des Linksaußen Weiß prallte von den Füßen des Torwarts ins Tor. München führte 2 : 0. Frankfurt ließ sich aber nicht entmutigen und spielte mit der gleichen Ruhe und Fairneß weiter, das Tempo noch verschärfend. Bei einer der nun zahlreichen Angriffe stand der Halblinke der Gäste, F1 e g e n h e i m e r, plötzlich frei und bezwang durch einen schönen Rückhandschlag zum erstenmal Hilb im Münchner Tor. Alle Anstrengungen der Gäste aber, den Ausgleich zu erzielen, scheiterten an der guten defensiven und offensiven Arbeit der Münchner Läufer. Mit einem verdienten 2: 1 Siege der Einheimischen endete dieser Kampf, der wohl in dieser Herbstsaison der schönste und spannendste aller Rasensporte war. JTSV München-Damen : Schild Frankfurt-Damen 1:1 (0:1) In dem vorangehenden Damenspiel zeigten beide Marinschaften gute Leistungen. Die Gäste spielten unter ihrer früheren Form. Den Hauptanteil an dem günstigen Abschneiden der Münchenerinnen hatten Frl. Hirsch im Tor, die die schwierigsten Bälle hielt. Frl. F r o m m in der Verteidigung und die ganze Läuferreihe. Die Gäste zeigten die bessere Technik, doch konnte der wirklich gut spielende Sturm den gegnerischen Torwart nur einmal schlagen. Die Abwehr und Hintermannschaft spielte richtig und im gegebenen .Moment auch offensiv. Vom Anstoß weg ging der Frankfurter Sturm sofort durch und — haste nich gesehen! — die flinke Frl. Abraham schoß zum Führungstor ein. Man rechnete schon mit einer hohen Niederlage der Münchnerinnen; doch diese spielten ruhig weiter und konn- Damenbekleidung Große Auswahl Zeitgemäße Preise Mäntel Kleider Complets Röcke Binsen Strickwaren Morgenröcke S pezial ges chäft für Damenmode n , TiEß OPPEIVHEIMER. Pachanerstraße 9 (neben Cafe Ungerer)

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