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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1935-12-01 · 23 (1.12.1935) · p. Seite 521

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
11 (1935)
Issue
23 (1.12.1935)
Date
1935-12-01
Page
Seite 521 (sequence 11)
Language
German
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JiiiL Kulturbund in Bayern Ortsgruppe Symphoniekonzerf am 12. Dezember auch für Abwechsler zugänglich Zu dem Symphoniekonzert des Kulturbundorchesters München können die Mitglieder außer der ihnen zukommenden unentgeltlichen Eintrittskarte noch so viele Eintrittskarten zum Preise von 1.20 RM. käuflich erwerben, als Personen zur Mitbenützung ihrer Mitgliedskarte berechtigt sind. Zu diesem Konzert, welches in der Synagoge Herzog-Max-Straße stattfindet, können alle zur Mitbenützung einer Mitgliedskarte berechtigten Personen zusammen erscheinen; sie müssen jedoch die Synagoge gleichzeitig betreten und sich mit ihrer Mitgliedskarte zusammen ausweisen. Beifall in der Synagoge In vielen Zuschriften aus Mitgliederkreisen wird lebhaft bedauert, daß die Würde des Ortes eine laute Beifallsbezeugung im Gotteshause nicht zuläßt. Es sei deshalb darauf aufmerksam gemacht, daß allerorten im Reiche, wo künstlerische Veranstaltungen in den Synagogen stattfinden-, der Gebrauch sich eingebürgert hat, daß die Besucher durch gleichzeitiges Erheben von den Sitzen die Künstler ehren und auf diese Weise ihren Dank und ihren Beifall zum Ausdruck bringen. Milfeilungen an die Mitglieder Die Frist zur Entrichtung des Dezemberbeitrages läuft am 15. Dezember ab. Der Dezemberbeitrag wird bei denjenigen Mitgliedern, welche ihn bis zum genannten Zeitpunkt nicht entrichtet haben, durch den Kassier mit einem Unkostenzuschlag von 30 Rpf. eingehob&n. Die neuen Mitglieder, welche ihren Beitritt nach Aufhebung der Mitgliedersperre erklärt haben, wollen ihre Mitgliedskarten in der Zeit vom 2. mit 10. Dezember gegen Vorweis der erhaltenen Quittung an der Kulturbundkasse (Herzog-Max-Straße 7/0 — Montag mit Freitag 9—13 Uhr) abholen. Hiezu sind einwandfreie Li c h t 'b i 1 d e r sämtlicher Personen, die auf der Mitgliedskarte eingetragen werden sollen, mitzubringen. Bei Abholung der Mitgliedskarte ist gleichzeitig der DezemDerbeitrag zu entrichten; Vorausentrichtung des Beitrags für weitere Monate ist erwünscht. Gleichzeitig können die Eintrittskarten für die regulären Dezemberveranstaltungen entgegengenommen werden. — Bei Abholung der Mitgliedskarte nach dem 10. Dezember ist der Besuch der ersten Dezemberveranstaltung (Symphoniekonzert) nicht möglich. Streichkonzert des Jüdischen Kulturbundes Rhein-Main Von sämtlichen Kammermusik-Veranstaltungen, welche wir im Rahmen des Münchener Kulturbundes zu begrüßen Gelegenheit hatten, dürfte wohl das Frankfurter Streichquartett den stärksten künstlerischen Eindruck hinterlassen haben. Professor Hans Bassermann vermochte es, seine Mitspieler zur homogenen Einheit zusammenzuschweißen und die von ihm vertretene vornehme Auffassung und intensive Gestaltungskraft auch in seinen Partnern lebendig werden zu lassen, ohne deren künstlerische Individualität zu hemmen. Im Verein mit Ernst Drucker (2. Violine), Richard Karp (Viola) und Ary Schuyer (Cello) erfuhr das interessante Programm eine im Detail wie in großzügiger Dynamik gleich fesselnde Prägung. Die restlose Verwirklichung des Ideals wäre erreichbar, wenn den Vertretern der tiefen Stimmen klanglich besser entsprechende Instrumente zur Verfügung stünden. Es war sinnig, das 2. Quartett von Brahms (a-moll) an den Beginn des Programms zu stellen. Mit diesem Werke beabsichtigte der Meister der neubesiegelten Freundschaft mit dem großen Geiger Joachim thematisch ein Denkmal zu errichten. Joachims Devise: „Frei, aber einsam" (die Noten: f—a—e) findet mit Brahmsens Wahlspruch: „Frei, aber froh" (f—a—f) beabsichtigte Verschmelzung zu Anfang des 1. Satzes. Lastete über den beiden ersten Sätzen noch eine gewisse akademische Kühle, so gelang es den Künstlern, in der Lebendigkeit des 3. Satzes sich zu vollster Elastizität frei zu spielen. Ernst Toch gibt sich in der Serenade für zwei Violinen und Bratsche (op. 25) noch melodiös - unproblematisch. Die sichtliche Abhängigkeit von Brahms stempelt dieses einsätzige Tonstück zum Frühwerk, in dessen Durchführungsteil allerdings mitunter harmonische und dynamische Überraschungen Ausblick auf die aparte Weiterentwicklung des Künstlers gewähren. Zum Schluß erfreute man sich an einer außerordentlich lebendigen, in jedem Betracht vollendeten Wiedergabe von Schuberts posthumen d-moll Streichquartett („Der Tod und das Mädchen"). Der stürmische Beifall der Hörerschaft widerlegte die Mär, als ob Kammermusik im hiesigen Kulturbund keinen aufnahmefähigen Boden finden könnte. Wie allüberall wirbt eben auch hier die Qualität. Ba. Spendet fiir liiDifrtirn iinlcrlnlff! ttMOt SUdit üuti Botk HMdukä wwWwW^yifWW wWW^r ^r*WW*r ^rw^WWW Q WWMFWWWWWWW^J Htiuukeu Sm$Hm§t$ Stm$t

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