Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 11 (1935)
- Issue
- 18 (15.9.1935)
- Date
- 1935-09-15
- Page
- Seite 386 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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386 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung Nr. 18 t ■■■ :\ Alle Artikel des täglichen Bedarfs gut und billig §fr Umfelder - Cjni.fy. - mUndjctt, bnXorontal Anmeldepflicht für künstlerische Veranstaltungen 'Verbände, .Organisationen usw., welche .deTii Reichsver'band der: Kulturbünde nicht angeschlossen sind, die gelegentlich eine weltanschauliche oder gesellige Veranstaltung durch künstlerische Beiträge umnahmen lassen, sind verpflichtet, dem Reichsvenband der jüdischen Kulturbünde in Deutschland, Berlin SW 68, Charlottenstraße 90/92, vifer Woeheh.vorher das Programm sowie den Termin der Veranstaltung a ri - zuraelden. Diese Verfügung «gilt besondens für die Reichisvertretung der deutschen Juden omid deren Errichtungen, den Zentraiiansschuß der deutschen Juden für Hilfe und Auifbaui und dessen Einrichtungen,'-für 'die Landesverbände «der jüdi Gemeinden und deren Einrichtungen, Israelitische Kultusgemeinden, Rabbinerbildungsanstalten, Lehrhäuser und Volkshochschulen, Reichsausschuß der jüdischen Jugendverbände und die ihm angescMos- •senen, Organisationen, Schiulvereme; -CehträTvereih deutscher Staatsbürger jüdischen Glaub eins, Zionistische Vereinigung für .Deutschland!, Reichsbund jüdischer Frontsoldaten, Vereinigung für das religiös-liberale Judentum, Vereine. zur Pflege des ge- ^setzestreuen* JudentumsFrauenbünde; Groß-Loge U.O.B.B.; ^Synagogen- . und .. Relsigionsvereine. Standeso.rganisatipne'n, : Sportvereine, soziale Hilfsorganisationen. Aus dem Reidie ... Förderung der Ausbildung jüdischer Krankenschwestern Der Beruf der jüdischen Krankenschwester gehört zu denv jenigen Frauenberufen,- die nach wie vor aufnahmefähig sind .•und jüdischen Mädchen die Möglichkeit geben, Beruf und Be- \ rufung in ein lebendiges Verhältnis zueinander zu bringen. Die /Arbeit der Krankenschwester ist gewiß nicht leicht, aber wie •'kaum eine andere vermag sie es, den ganzen Menschern zu \ erfassen und im JDienst am Kranken .innere Befriedigung zu 'gewähren.*; -Bereits seit längerer Zeit besteht ein ausgesprochenes Be-; dürfnis nach j ü d i s c h em Krankenschwestern, die §n den jüdischen Krankenhäusern, in der Krankenpflege dn den Famd- :lien, auch im Ausland'—vor allem in Palästina — Beschäfr; tigungsmögJicke'iten finden können.. ■i. Angesichts dieser Tatsache hiat die Redehsvertretunig der deutschen Juden, Abteilung Zentralwoh^afortsstelle, bescblos- L. Josephsohn & Co. j - 7 ■ .,-• -;v.;• l{;!'!!'' ••)" Damenmoden ■ ..-•" ■ . . i -ii1 ■ '■ •" ■ München Karl$platz 25 sen, die Ausbildung von Krankenschwestern zu. fördern. Eine Reihe jüdischer Schwesternheime und Krankenhäuser 'hat sich bereit erklärt, über ihren eigenen Bedarf hinaus zusätzlich Lehrsobwestern aufzunehmen und unter besonderen Bedingungen auszu'bildea Dde Ausbildungsdaiuer beträgt zwei Jahre. Darüber hinaus wird von der Lehrschwester die Verpflichtung verlangt, nach beendeter Ausbildung drei PfMehtjanre in einem Krankenhaus oder in einem Schwestermheim als Krankenschwester zu arbeiten. Jedoch wird der Schwester das Recht eingeräumt, nach mindestens einem Pflichtjahr diese Arbeit bereits vorzeitig zu beenden, sofern sie nachweislich ihren Wohnsitz in das Ausland verlegt. Bei der Aufnahme als Lehrschwester ist eine Pflegesatz von monatlich RM. 60.— zu entrichten. Sollten die Lehrschwestern selbst nicht in der Lage sein, die Ausbüdungskosten in Völler Höhe aufzubringen, übernimmt die Reichisvertnetung der deutschen Juden innerhalb ihres Berufsausbildungswerks und nach Maßgabe der von der Abteilung Berufsausbildung und Berufsumschicbtung aufgestellten Richtlinien die Gewährung von Zuschüssen und damit die Sicherung der Ausbildung. Die Bewerbung ails Lehrschwester steht allen körperlich gesunden jüdischen Mädchen frei, die mindestens das 18. und möglichst das 20. Jahr vollendet haben und nicht älter als 30 Jahre sind.. Bewerbungen sind an das Krankenhaus bzw. Schwesternheim direkt zu richten; Auskunft über freie^ Ausbildungsplätze erteilt auch die Reiohsvertretung der deutschen Juden, Abteilung Zentralwohlfahrtsstelle (Berlin-Chiarlottenburg 2, Kantstraße 158). Anträge auf Bezoischiussung der Ausbildungs'kjosten nehmen die -für den Wohnsitz der Anwärterin zuständigen jüdischen Bezirksstellen für Berufsausbildung entgegen. Für einen der verantwortungsvollsten Frauenberufe hat die Reichsvertretung der deutschen Juden dite Förderung des Nachwuchses übernommen. Zahlreichen jüdischen Mädchen eröffnet 'sich damit der Weg zu einem schönen und inhaltreichen Beruf. Juden an den deutschen Hochschulen Gegenüber 1932 sank in den Semestern: vom Winter 1933 an die Zahl der jüdischen Studierenden an den deutschen Hochschulen auf ein Fünftel (um 80%) herab. 1934 hat sich die Zahl weiter stark (um fast die Hälfte) vermindert. Die Wirkung der B'estiimmungen über das Studium der inländischen Nichtarier an den deutschen Hochschulen geht aus folgenden amtlichen Angaben hervor: Von den 91480 inländischen Studierenden, die nach der letzten Hoohschulstastistik im Sommersemester 1934 festgestellt wurden, waren nur 656 Angehörige der jüdischen Glaubensgemeinschaft; dazu kommen noch Nichtarier, die nicht aus der ReLigiomisangabe erkennbar wurden, sondern aus dier latsache. daß sie rieht zur Deutschen Studentenschaft zugelassen worden sind. Im ganzen gehörten 1316 Studenten nicht zur Deutschen Studentenschaft. Diese sind als Nichtarier im Sinne der deutschen Gesetzgebung aufzufassen. Es sind also etwa doppelt soviel Studierende der Rasse nach jüdisch wie dem Bekenntnis nach. Im ersten Hochscbulsemester standen von den Juden im Sommer 1934 nur 24 oder 0,4 v. H. der 6189 inländischen Studenten im ersten Semester. i i •. •Jüdischer TurniiimI Sportverein 10 Damen-Vormittag-Turnen ' ■ k Bei genügender Beteiligung soll ab 1. Oktober wieder ein Vormlittagskurs für Damen (Dienstag von 9%—10^ Uhr) unter Leitung von Frl. Jordan abgehalten werden. Damen, die hiefür Interesse haben, wollen sich umgehend schriftlich oder mündlich bei der Geschäftsstelle, Plingamserstr. 76 — Fernsprecher 72 6 99 — melden.