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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1935-08-15 · 16 (15.8.1935) · p. Seite 355

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
11 (1935)
Issue
16 (15.8.1935)
Date
1935-08-15
Page
Seite 355 (sequence 11)
Language
German
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Nr. 16 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 355 gen geben ein anschauliches Bild von der Organisation, den wirtschaftlichen Verhältnissen, Sitten und Bräuchen insbesondere der Judenschaft von Jerusalem, in der zu jener Zeit das" sephardische Element noch durchaus überwog. Diese Schilderungen sind als eine der wichtigsten Quellen für die jüngere jüdische Geschichte Palästinas zu bewerten. H. R. Knickerbocker, Rote Wirtschaft und weißer Wohlstand. 1935. Rowohlt-Verlag, Berlin. Der amerikanische Journalist will nach Ablauf des ersten Fünfjahrplanes (1929—1934) im zweiten Jahr des zweiten Fünfjahrplanes die Wahrheit über Rußland -dadurch fördern, daß er an Hunderte von Durchschnittsmenschen die Frage richtet: Wie ist euer Alltag? Seit 'der Verwüstung Deutschlands im Dreißigjährigen Krieg hat nach Knickerbocker kein Land soviel Elend durchgemacht wie Rußland in den letzten 17 Jahren. Wie essen, wie kleiden sich, wie wohnen die Russen heute? „Nach 17 Jahren der Diktatur des Proletariats muß der Sowjet-Arbeiter, für den die Sowjet-Regierung gegründet wurde und für den die Regierung alles tut, was in ihren Kräften steht, mehr als 16 Stunden arbeiten, um dieselbe Menge Lebensmittel zu bekommen, für deren Erlangung der amerikanische Aribeiter höchstens 4 Stunden arbeiten muß." Die Berichterstattung beschränkt sich auf den Vergleich mit den Vereinigten Staaten und zieht die „kapitalistisch" regierten Randstaaten des Ostseegebiets, vor allem auch Finnland, zum Vergleich heran. Wie Knieckerbocker Reportagen schreibt, ist vorbildlich; keine Zeile ist ermüdend. Die Tendenz des Buches ist, die Überlegenheit der nicht-kommunistischen Wirtschaftsordnung klar zu machen. Niemand wird sich aus dem neuen Buch von K. allein seine Information.holen. Aber niemand wird nach der Lektüre ohne neue reiche Belehrung über das Rußland des Jahres 1935 und über die heutige Art der aktuellen Länderberichte sein. Auch für die Beurteilung der Lage der jüdischen Massen im Osten ist der Bericht des Amerikaners wichtig; „das Elend der jüdischen Dörfer in Litauen, ihre langen Reihen baufälliger Häuser, ihre Klumpen ungekämmter Männer und Weiber, ihre bittere und verbitterte Armut prägt sich scharf dem Gedächtnis ein." F. Geschäftliches Herr Dipl.-Ing. M. E. Fulda, Heizungsanlagen, Adalbertstr. 96, empfiehlt sich für die Ausführung von Heizungsankgen aller Systeme, sowie für Reparaturarbeiten. S. Inserat! Auch für Sie ist die Pflegestätte Ihrer Haushalt- und Stärkewäsche die Wäscherei Münchner Hanslranenliilie Tölzerstr.. 145 / Georg Höcker Telefon 70614 Großer Rasentrockenplatz Stadtannahmestellen: Landwehrstraße 71, Telefon 596858 Baaderstraße 13, Telefon 257Q2 L Josephsohn & Co. Damenmoden Saison-Schluß-Verkauf 10.m.24.August München Karlsplatz 25 D A S Saison-Schluß-Verkauf 10. mit 24, August Deutsch-Amerikanische Schuhges.m.b.H Neuhauserstraße 7 und 6 Filialen .... den Strumpf die Wäsche die Bluse den Badeanzug Jk am Stacht», Neuhausersfr. 15 Weinsfr. 14, Dachauersir. 2 Reichenbachstr. 13 19 jährige Dame sucht Pension in _ feinem Hause, bevorzugt gleichaltrigerFamilienanschluss. Preisangabe. Zuschriften unter Nr. 4604 an die Änz.-Äbt. d. Bl. i4err<l ROSENSTRnS Mod ernes Kaufh aus führt in allen Abteilungen Artikel des tägl. Bedarfs Tempo- Warenverkaufs G. m. b. H. Ecke Augusten-Theresieristraße Telefon 53344 Der M.H. Saison-ScMuss- Verkauf vom i o. mit 24. August ein* überr^ohung iarSiof HIN^ELMANN,^^,

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