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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1934-11-15 · 22 (15.11.1934) · p. Seite 485

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
10 (1934)
Issue
22 (15.11.1934)
Date
1934-11-15
Page
Seite 485 (sequence 25)
Language
German
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Nr. 22 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 485 Bücherschau w">X blb nnay Hebräisch für Jedermann. Von Dr. S. Ka- 1 c k o , Leiter der Hebräischen Sprachkurse der Berliner Zionistischen Vereinigung. Buchausgabe des Hebräischen Fernunterrichts der Jüdischen Rundschau, mit einem Vokabular der 1500 wichtigsten Wörter, Grammatik — Index und Anhang. Verlag der Jüdischen Rundschau G.m.b.H., Berlin W 15, Meinekestraße 10. Die Anschaffung der Buchausgabe des hebräischen Fernunterrichts der Jüd. Rundschau lohnt sich für jedes jüdische Haus, auch wo man sich schon viel mit Hebräisch abgeplagt hat und schon andere Lehrmittel vorhanden sind. Dieser Fernunterricht ist vor allem in der sorgfältigen Ausgestaltung der Buchfassung praktisch, zuverlässig, spannend; er führt bei energischem und ausdauerndem Studium unbedingt zu dem beabsichtigten Erfolg, in die Anfangsgründe der hebräischen Sprache einzuführen. Es handelt sich nicht um einen Nürnberger Trichter, sondern um ein wirklich gutes Lernbuch, das wir aufs wärmste empfehlen. F. Verdeutschung der Paulinischen Briefe von den ersten Anfängen bis Luther Beiträge zu ihrer Geschichte mit neuen Texten, synoptischen Tabellen und 3 Bildtafeln. Herausgegeben in Gemeinschaft mit Fritz Jülich er, Willy Lüdtke und Richard Newa I d von Prof. D. Hans Vollmer (Hamburg). Aus der Sammlung „Bibel und deutsche Kultur" Veröffentlichungen des Deutschen Bibel-Archivs in Hamburg, Band IV. Neue Folge der ..Materialien zur Bibelgeschichte und religiösen Volkskunde des Mittelalters." Inhalt: Einleitung — Bemerkungen zu unseren 13 (66 Texte); Phil. 2, 6—8; Hebr. 12, 28 — 13, 8. Deutsche Übersetzung der Paulusbriefe nach der Gothaer und der Salzburger Handschrift (vollständiger Tert des 14. Jahrhunderts). Potsdam (Akad. Verlagsgesellschaft Athenaion) 1934. In diesem neuen Bande, den das Deutsche Bibel-Archiv soeben herausbringt, werden die in den Veröffentlichungen der beiden vorhergehenden Jahre begonnenen Untersuchungen zur Geschichte der vorlutherischen Bibelverdeutschung fortgeführt, und auf die Paulinischen Briefe ausgedehnt. Wir haben darüber fortlaufend in der Gemeindezeitung berichtet. Im Mittelpunkt des Interesses steht auch hier eine Fülle neuer Texte. Von den 240 Seiten des Buches umfassen 100 Seiten synoptische Tabellen zu den obengenannten 5 Stellen der Paulinischen Briefe, darunter I. Kor. 13 in 66 verschiedenen Texten, und 100 Seiten eine bis dahin unbekannte vollständige Ubersetzung der Paulinen, nach zwei Handschriften des 14. Jahrhunderts. Die voraufgeschickten Bemerkungen' zu den Texten wollen keineswegs erschöpfen, was sich aus dem dargebotenen Material an neuen Erkenntnissen ergibt, sondern heben nur Einiges besonders bemerkenswerte heraus. „Hauptergebnis ist auch diesmal die klar hervortretende Uberlieferung einer alten Norm. Und von ihr zeigt sich auch Luther in den Übersichten des vorliegenden Bandes wieder mehrfach beeinflußt, ganz unbeschadet der alles Frühere überragenden Genialität seiner Verdeutschung. Das Buch gehört nicht nur in germanistische und theologische Bibliotheken, sondern in die Hand von jedem, dem die Geschichte der Bibel und seiner Sprache nicht gleichgültig ist. Der Irrtum in der Philosophie. Untersuchungen über das Wesen, die Formen und die psychologische Genese des Irrtums im Bereiche der Philosophie mit einem Überblick über die Geschichte der Irrtumsproblematik in der abendländischen Philosophie. Von Balduin Schwarz. 1934. Münster. Aschendorff. VIII, 300 S. Geheftet RM. 12.—. gebunden RM. 13.75. Die erste Durcharbeitung dieses Werkes ergibt, daß hier eine ungewöhnliche Leistung, die den strengsten Maßstab aushält. vor uns liegt. Den Verfasser werden wir in späteren Jahren auf einem der ehrenvollsten philosophischen Lehrstühle wieder antreffen. Die vorliegende Untersuchung geht von der Voraussetzung aus, daß die tiefe Skepsis gegen die Möglichkeit objektiver philosophischer Erkenntnis, die durch das chaotische Bild der Geschichte der Philosophie hervorgerufen worden ist, unberechtigt ist, weil diese Chaotik nur das notwendige Resultat der Belastung der Philosophie mit der Aufgabe, die Religion zu ersetzen, darstellt. Tritt man nun unter Zugrundelegung Praktische Geschenke Hr» Ii rarbige erren- Originelle jj Krawatten Staubiuch- [)ecJ{€ Farbige Aparte Damen- Herren- Taschentücher Monogramm- L^ecKe •» u» Taschentücher 'eine Seide "9ur*n rein Leinen mit handgeU. Monogramm handgeslidcf von von IJUMjU 3S»d..195 3S,d,295 1 95, „ -45an 610 Reinwollener Kamelhaarflauscn-Morqenrock "14^^ KLAUBER MARIENPLATZ 2 THEATIN ERSTRASSE 35 einer anderen Aufgabenstellung an die Philosophie wiederum mit der Erwartung objektiv gültiger Erkenntnis heran, so ist eines der aktuellsten Probleme das Problem des in der Philosophie auftretenden Irrtums. Die vorliegende Untersuchung beginnt mit einer Klärung der erkenntnistheoretischen Grundlagen der Irrtumslehre unter Zugrundelegung des klassischen Wahrheitsbegriffes. Besondere Bedeutung kommt dabei der Abgrenzung der passiven und aktiven Elemente beim Erkenntnisakt und der Herausarbeitung der Eigenart der inadäquaten Erkenntnis zu. Der Irrtum selber wird als eine bestimmt geartete „Überactio*' des intellectus agens gefaßt, die sich in bestimmten Formen, den „Irrtumsformeu" auswirkt. Eine solche Irrtumsform, die ..stillschweigende Identifizierung", wird genauer herausgearbeitet, weitere Irrtumsformen werden skizziert. In einem zweiten Abschnitt werden die psychologischen Duellen für diese „Überactio" des intellectus agens behandelt. Es wird zunächst auf die Psychologie der Sprachverwendung und ihren Einfluß auf die Entstehung des Irrtums in der Philosophie hingewiesen, dann wird die sehr wichtige Irrtumsquelle des ..Konstruierens" aufgedeckt und auf die im Verfehlen der typisch philosophischen Fragestellung gelegenen, den Irrtum auslösenden Momente hingedeutet. Der zweite Teil beschäftigt sich mit der Geschichte des Irrtumsproblems in der abendländischen Philosophie von den Vorplatonikeru bis Kant. Bisher ist diese Geschichte noch niemals im Zusammenhang behandelt worden, so daß es sich bei diesem Teil der Arbeit um einen ersten Versuch handelt, einen Überblick über das Ganze zu gewinnen. Der Nachdruck dieser Untersuchungen liegt bei den Irrtumstheorien Piatos und Aristoteles', Augustinus' und Thomas', Descartes' und Kants. Reichsbund jüd. Frontsoldaten Landesverband Bayern Ortsgruppe München Im Monat November wollen diejenigen den Antrag zur Verleihung des Frontehrenkreuzes einreichen, deren Familiennamen die Anfangsbuchstaben I.. J., K. oder L. hat. Tragen der Bundesnadel. (Anordnung der bayer. pol. Polizei.) Gegen das Tragen der Bundesnadel bei geschlossenen Veranstaltungen (Kameradschaitsabende, Beerdigungen von Kameraden etc.) besteht keine Erinnerung. Dagegen kann das Tragen in der Öffentlichkeit zunächst noch nicht gestattet werden, da demnächst eine generelle Anordnung über das Tragen von Abzeichen zu erwarten ist. Geschäftliches Herr Dipl.-Ing. M. E. Fulda. Heizungsanlagen, Adalbertstr. 96. empfiehlt sich für die Ausführung von Heizungsanlagen aller Systeme, sowie insbesondere für Reparaturarbeiten. S.Inserat!

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