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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1934-04-01 · 7 (1.4.1934) · p. Seite 149

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
10 (1934)
Issue
7 (1.4.1934)
Date
1934-04-01
Page
Seite 149 (sequence 21)
Language
German
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Nr. 7 Bayerische Israelitische Gemeimdezeitwig 149 Amtlicher Anzeiger Nr. 5 Bailage dir Bayerlsohen Israelitlaohen Bemelndeteltung I. April 1934 Bekanntmachungen der Israelit. Kultusgemeinde München Bekanntmachung Wir geben nachfolgende Verfügung vom 14. März 1934 der Regierung von Oberbayern, Kammer des Innern, über Errichtung einer israelitischen Volksschule in München bekannt: Nr. 4002 1 4. Verfügung Betreff: Errichtung einer israelitischen Volksschule in München. Mit Ermächtigung durch das Staatsministerium für Unterricht und Kultus vom 7. März 1934 Nr. IV 8780 wird gemäß § 44 Abs. II der Formationsverordnung Art. 36, 37 und 33 Sch. B. G. 1. mit Wirkung vom Beginn des Schuljahres 1934/35 an in München eine eigene israelitische Volksschule mit 8 Klassen unter Einbeziehung der bestehenden Volksschule der Israelitischen Religionsgesellschaft Ohel Jakob errichtet. 2. Der neuen Schule werden außer den an der Volksschule der Israelitischen Religionsgemeinschaft Ohel Jakob errichteten drei Lehrstellen, zwei weitere Lehrstellen, sohin . insgesamt fünf staatlich besoldete Lehrkräfte zugeteilt Die Zuweisung weiterer staatlich besoldeter Lehrkräfte ist mit Rücksicht auf die Klassendurchschnittszahl der geplanten Schule zurzeit nicht möglich, jedoch bleibt es der Israelitischen Kultusgemeinde München anheimgegeben, die Anstellung weiterer Lehrkräfte aus eigenen Mitteln zu betätigen. 3. Als Schulräume kommen vorläufig die Schulsäle der Reli- : gionsgesellschaft Ohel Jakob in der Herzog-Rudolf-Straße in Betracht. 4. Wegen Bildung des Schulsprengels ergeht noch gesonderte Verfügung. München, den 14. März 1934 Regierung von Oberbayern Kammer des Innern I.V.: gez. R a u c k München, den 21. März 1934 Der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde München Dr. Neumeyer Nach kurzer schwerer Krankheit ist am 14. März 1934 in München fjett Stettin $laftf)tttt/ fr. Rechtsanwalt, Syndikus der Israelitischen Kultusgemeinde München und des Verbandes Bayerischer Israelitischer Gemeinden verschieden. Die beiden Körperschaften beklagen den allzu frühen Heimgang dieses vortrefflichen Mannes aufs tiefste. Seit nahezu 14 Jahren hat der Verstorbene ihre Geschäfte geführt und sich hierbei an grundlegenden Arbeiten organisatorischer und gesetzgeberischer Art in hervorragender Weise beteiligt. In den langen Jahren seiner Tätigkeit hat er seine ausgezeichneten Kenntnisse und seine vorzüglichen menschlichen Eigenschaften unter Einsatz seiner ganzen Persönlichkeit und mit bestem Erfolge unseren Körperschaften gewidmet. Wer immer mit dem Verstorbenen zu tun hatte, wird sich seiner strengen Sachlichkeit ebenso dankbar erinnern wie der aufopfernden Hingabe, die er allen ihm gestellten Aufgaben zugewendet hat. In dem Augenblick, da wir den Mann, der uns ein wahrer Freund geworden ist, verlieren müssen, denken wir mit besonderer Herzlichkeit der wertvollen menschlichen Eigenschaften, welche den Heimgegangenen auszeichneten: der Vornehmheit seines ganzen Wesens, seiner Lauterkeit und Offenheit, seiner nie versagenden zuverlässigen Treue. In Trauer um den schweren Verlust, den wir erlitten, danken wir dem Verstorbenen für sein Wirken. Er wird in der Israelitischen Kultusgemeinde München ebenso unvergessen bleiben wie in den sämtlichen Gemeinden des Landes. München, den 21. März 1934 Jfrndfttfdfc $uliu$gemrfnöe fllündfcn. tfccfcmö Itayerifdree dfiatlütfdfzt (Bemdnftem Dr. N e u m e y e r Am 14. März 1934 verschied unerwartet unser hochverehrter Bürochef, Qecc 4?tjnÖifu0 »Intim f lofrfjner. Der Entschlafene war eine Persönlichkeit von seltener Vornehmheit und Güte, ein gerechter Vorgesetzter und darüber hinaus ein guter Freund und Berater. Er hat uns unbedingtes Vertrauen entgegengebracht und unser Verantwortungsgefühl in hohem Maße gestärkt. Darum ist es uns ein inneres Bedürfnis, dem Verblichenen an dieser Stelle zu danken. Wir werden sein Andenken stets in Ehren halten. München, den 21. März 1934 5He SJngeJfeUten &tt $tm$ki fler Jfcnelitifdfcn Jfrtltuägememöe JHüntrjctt unö öeö tyeröanfcg £nycr.3fraditifrfjec (Semdtiden. H o df t u f Redaktion und Verlag der Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung beklagen den allzu frühen Heimgang von Hjerrn %nöifue Baztin fttofrfjnet. Der Verewigte hat sich vor 10 Jahren für die Begründung unserer Zeitung besonders eingesetzt und an ihrer Entwicklung den regsten Anteil genommen. Für diese Treue danken wir dem Entschlafenen und werden ihm ein ehrendes Angedenken bewahren. München, den 15. März 1934 ^djciftküung und Ufering öct I3nyertfrijen Jfcndttffdfcn ^emrinöejeuung

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