Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 10 (1934)
- Issue
- 1 (1.1.1934)
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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10 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung Nr. 1 i SKI.AIISHEliSTIIK« vom Münchner $portarflkel*Vertrleb G.m.b.H. ■« Plotel 5 (neben der Bonboniere) Die diesen reinen Kunstler, -,,hat der Ruf des Judentums aus seiner individualistisch z ersplitterten und in der AsSiinilation aufgehenden Generation herausgeholt4' (S. 270j. „Er wollte seinem neugefundenen Volke dienen, dein er sich stärker als der europäischen Welt, aus der er kam. zugehörig fühlte." ' Tiet/.es Buch üher die Wiener Juden ist gediegen ge- ■ .-arbeitet* bleibt aber bei alledem"in jeder Zölle lebendig. IJs ist das aktuellste — im guten und schlimmen Sinn aktuellste — jüdische -Buch der Zeit. Es schließt mit den Sätzen; „Völker leben gegeneinander, füreinander, ineinander. Das Wiener Judentum ist vom Überfluß der schönsten Und kulturell reichsten deutschen Stadt gewachsen : esliat hier die größte Fruchtbarkeit <ent\yikkelt die irgend einem westlichen Judentum beschieden war. Es'hat genommen und gegeben, zersetzt und geformt: es hat gelebt und leben geholfen, so daß es ein Teil von Wiens Vergangenheit nind damit von Wiens Gegen warl geworden ist Ohroejm^ ■iyas' es •••ist. wie ohne Wien ihr Dasein in den neuereii Jahrhunderlen seiner stolzesten Seite verlustig ginge. Kein Eingrilf der Welt vermag diesen Lebensprözeß rückgängig zu machen. Sofern wir historisch denken, ""fhj^nr^vlr^^ Teil vorteilhaft oder nachteilig war; nur daß er war und wie er war, leidenschaftslos und wahrheitsgetreu zu schildern, war *die bescheidene Aufgabe dieses Buches." ' Landesausjchufj Bayern der jüdischen ":"Jügendvertände sehen Reiches im November amtlich anerkannt wurde, versammelten sich am Sonntag, den, 17, Dezember 1933, , in Nürnberg nahezu 60 Jugendvertreter Bayerns zur Konstituierung des Laridesausschusses. der jüdischen Jugendverbände. Der Tagung wohnten außer Vertretern der verschiedensten Organisationen auch der Prä^ side.nt des Rates der-bayerischen israelitischen Gemeinden, Herr Oberstlandesgerichtsrat Dr. Neumeyer, München, und der Vorstand der jsraeljt^henKultusge-_ meinde Nürnberg, TIerf Kommerzienrat Rösenzweig, bei, die ihre tatkräftige Unterstützung in warmen Worten zusagten. Nach einem Referat iiber den in Frage kömmenden Aufgabenkreis wurde von den Delegierten der verschiedenen vertretenen Orte Bericht über die verschiedenartigen Verhältnisse in der Jugendarbeit erstattet. Anschließend einigten sich* alle Organisationen für die Führung des Landesausschusses auf die Wahl eines Drejerrates, an dessen Spitze Dr.. Hans Teutsch, Nürnberg, steht, und dem weiter Dr. Georg Jos e p h t - thaT, München (in dessen Hände die Geschäftsführungruht), und Adolfo hn , Nürnberg, der als Vertreter der gesetzestreuen Richtungen bestimmt wurde, angehören. Daneben wurde ein erweiterter Führerrat, bestehend aus sieben Vertretern der führenden Richtungen, gewählt. Die Aussprachejzejgte^ -der .zu gedelllü\»her ^enu?insamer Arbeit. Aus der Gemeinde München Nachdem der Reichsausschuß der jüdischen Jugendverbände als alleinige verantwortliche Zentralorganisation der jüdischen Jugend vom Jugendführer des Deut- Sie , gehen zum Kürschm meister Zum Ifonzert Wüh'chener jüdischer Künstler am Donnerstag, h. Januar 8 Uhr, im Museumssaal Nach dem großen künstlerischen Erfolg und der freudigen Aufnahme, wrelche in der ersten Konzeftveränstallung der Gemeinde das Berliner Hebräikon-Quartett gefunden hat^soll den Mitgliedern......der Gemeinde nun— mel^r ein Konzert geboten werden," welches^ ausschließlich von Miinche n e r jüdischen Künstlern bestritten .wird. Für das kunstliebende Münchener Publikum war es von jeher_eine besondere Freude, Aufstieg und Entwicklung gerade junger Künstler zu beachten und mit warmer Anteilnahme Vai verfolgen. So darf es als glücklicher Umstand bezeichnet werden, daß in diesem Konzert vorwiegend junge künstlerische Kräfte zu Worte kommen werden. Die Mitwirkenden sind die Pianistin Liselott Weiß , aus der Schule des Münchener Meisters Prof. Sehmid-Lindner, die Sopranistin Trudl F u c h s , die ilyre ^Ausbildung Kammersängerin Hermine Bosetti verdankt, Ernst Mo s b a eher, einer der immer seltener werdenden Sänger, -die von Haus aus wirklich Anspruch auf die Bezeichnung „Heldenten.or" haben, der Geiger Ernst Blum, unter der Obhut Pro- JfrsM)£-JLilians^ Benno F 1 e h i n g e r, der unserem Publikum längst kein Fremder mehr ist. Die Liedbegleitung hat Kapellmeister Erich E rck übernommen. Gegr._ 1907 Der Abend wird eingeleitet dmch Bexthöveris Wald " steinsonate, i^in Markstein-,inneAalb--seine^r4vlavi^ schafTeiis, ein Werk, das in unvergänglicher Größe die