Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 9 (1933)
- Issue
- 23 (1.12.1933)
- Date
- 1933-12-01
- Page
- Seite 378 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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378 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung Nr. 23 durch den Verband Bayerischer Israelitischer Gemeinden zum Preise von RM. 10.— abgegeben werden, sofern die Bestellungen bis 15. Dezember 1933 bei der Geschäftsstelle des Verbandes, München, Herzog-Max-Straße 7. eingelaufen sind. Wir bitten daher die Herren Kantoren und Lehrer, die für das Werk Interesse haben, Bestellungen alsbald aufzugeben. Nach Angabe des Verlegers handelt es sich um ein einmaliges, durch besondere Umstände veranlaßtes, nicht mehr wiederkehrendes Angebot. Aus dem Reiche Erhöhung der Gemeindesteuer in Berlin In der Sitzung der Repräsentantenversammlung der jüdischen Gemeinde Berlin wurde eine wesentliche Erhöhung der Gemeindesteuer beschlossen. Amtsgerichtsrat Michaelis berichtet über die Steuervorlage des Gemeindevorstandes. Nach eingehender Aussprache wurde einmütig beschlossen, den Zuschlag zur Einkommensteuer für das Jahr 1933 auf 20% festzusetzen und den vom Vorstand beantragten Zuschlag zur Reichsvermögenssteuer gutzuheißen. Von der Erhebung eines Zuschlages zur Reichsfluchtsteuer soll Abstand genommen werden. Evangelische Plarrer jüdischer Abkunft Nachdem vor einiger Zeit die Behauptung verbreitet worden war, es gebe in der evangelischen Kirche 500 bis 600 Pfarrer jüdischer Herkunft, hat die Zeitschrift für Wappen-, Siegel- und Familienkunde „Deutscher Herold" eine Untersuchung angestellt, die sich auf die Gesamtheit aller evangelischen Pfarrer Deutschlands seit der Reformation bezieht und die Frage der arischen Abstammung nachgeprüft hat. Auf diese Weise wurden für den genannten Zeitraum 63 verstorbene Pfarrer ermittelt, bei denen die jüdische Abkunft nachgewiesen ist. Dazu kommen noch 37 lebende evangelische Pfarrer, von denen 29 noch in einem geistlichen Amt stehen, während 8 bereits emeritiert worden sind. Das Ergebnis ist also, soweit die Gegenwart in Frage kommt, folgendes: Unter den ungefähr 18 000 gegenwärtig im Amt stehenden evangelischen Pfarrern Deutschlands sind etwa 29 jüdischer Abkunft. Von den genannten 29 nichtarisch eh aktiven Pfarrern gehören 17 der preußischen Landeskirche an, 11 davon haben bereits vor dem.l. August 1914 in einem kirchlichen Amt gestanden oder sind Frontkämpfer gewesen. Das Kirchengesetz vom 6. September 1933 über die Rechtsverhältnisse der Geistlichen und Kirchenbeamten der Altpreußischen Union findet also mit dem Absatz 2 des § 3 (Arierparagraph) nur auf sechs Pfarrer Anwendung. Offizielle Anerkennung des Reichsausschusses der jüdischen Jugend Deutschlands Der Reichsausschuß der jüdischen Jugendverbände teilt mit, daß der Jugendführer des Deutschen Reiches unter dem 2. November an den Reichsausschuß der jüdischen Jugendverbände ein Schreiben gerichtet, nach dem er von nun ab lediglich den Reichsausschuß der jüdischen Jugendverbände als alleinige verantwortliche Zentralorganisation der jüdischen Jugend betrachtet. Für alle in Frage kommenden Verhandlungen ist künftighin nur der Reichsausschuß der jüdischen Jugendverbände zuständig. Mit der hierdurch ausgesprochenen Anerkennung des Reichsausschusses der jüdischen Jugendverbände „als alleiniger verantwortlicher Zentralorganisation der jüdischen Jugend" sei die Arbeit der jüdischen Jugendbünde im Rahmen der geltenden Alle Artikel des täglichen Bedarfs gut und billig Utitßtder Cmkfy ttlündjcn. imSHorontal Das schönste Chanukkageschenk: Schokolade — Praline — Keks von Luise Silbermann ££85^5*&Pete) Feinkost, Weine, Liköre Kolonialwaren Wild, Geflügel, Flufj- und Seefische alles in feinster Qualität, liefert frei Haus Leopoldsirage 39 Fernspredier 30 5 42 FRANZ LUN 1t» HERMON Unter Aufsicht Sr. Ehrw. Herrn Rabbiner Dr. Ehrentreu, München General vertrieb: Dr. W.Rh ein heimer, München 2 NW, Marsstraße n Zu haben in allen rituellen Geschäften. In Ichenhausen Cafe Wild* Für Fleisch- und Milchspeisen Lebensmittel billig und £iit! .1. «OTTLIEB München, Feilitzschstraße 13 Anschlaßfirma des Gröbas-VFohlwert-Konzerns Gcrstlc & Lftfflcr s t e t s P.-e i swe. t e Spezialhausfür Mode u.Wäsche Weinstr.3 £ g y £