Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 7 (1931)
- Issue
- 21 (1.11.1931)
- Article
- Vortragsreihe der Kultusgemeinde über soziale Aufgaben der Gegenwart
- Date
- 1931-11-01
- Page
- Seite 332 (sequence 1)
- Language
- German
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332 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung Nr. 21 Vortragsreihe der Kultusgemeinde über Soziale Aufgaben der Gegenwart Die soziale Arbeit fteht gegenwärtig im Vordergrund des Interesses. Ihr soll auch durch folgende Veranstaltungen der Israelitischen Kultusgemeinde gedient werden. L. Soziale Gedanken und Einrichtungen im Judentum 2 Vorträge von Herrn Rabbiner Dr. Leo Baerwald in der Hauptsynagoge a) Sonntag, 15. November 1951, 17 Uhr, d) Sonntag, 29. November 1951, 17 Uhr. 2. Struktur der Jüdischen Wohlfahrtspflege Vortrag von Herrn Iustizrat D r. Elias Straus. 5. Jüdische Wohlfahrtsarbeit in München und Bayern Vortrag von Fräulein Margarete Kitzin ge r. Zeit und Ort der Vorträge unter 2. und 5., die in der zweiten Hälfte des Monats November stattfinden sollen, werden in der Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung vom 15. November bekanntgegeben. 4. Wohltätigkeitskonzert in der Synagoge 22. November 1951, 17 Uhr. 5. Eine Arbeitsgemeinschaft über zeitgemäße Wirtschaftsführung soll in Gemeinschaft mit dem Jüdischen Frauenbund Ortsgruppe München veranstaltet werden. Näheres in der Gemeindezeitung am 15. November. Cs besteht Veranlassung, darauf hinzuwciscn, daß vom Wohlfahrtsamt der Kultusgemeinde Spendenscheine ausgegeben werden, deren Benutzung unseren Geineindemitglicdern nachdrücklichst empfohlen wird. Der private Geber wird nur in den seltensten Fällen die Würdigkeit und Bedürftigkeit von Bittstellern prüfen können. Zeugnisse und Empfchlungen, auch Sammelbücher, die von den Petenten vorgelcgt werden, haben sich wiederholt als irreführend oder gar gefälscht erwiesen. Unbekannte Bittsteller sollten nicht direkt, sondern durch Vermittlung unseres Wohlfahrtsamtes unterstützt werden, das auf Grund der weitverzweigten Organisationen unlautere Elemente zu erkennen und eine ungerechte Bevorzugung Einzelner zu verhindern in der Lage ist. Cs wird daher empfohlen, sich der Spendenscheine zu bedienen, die beim Wohlfahrtsamt der Kultusgemeindc, Abteilung Durchwandererfürsvrge, Telephon 92 883, angefordcrt werden können. Bekanntmachung Einem vielfach ausgesprochenen Wunsch zufolge sollen künftig die Namen derjenigen, die aus irgendeinem Anlaß das Wohlfahrtsamt der Gemeinde, die gemeindlichen Wohlfahrtsanftallen, Wohltätigkeitövereine oder ähnliches mit Spenden bedacht haben, in der Gemeindezeitung veröffentlicht werden. Der gezeichnete Betrag wird hierbei nicht genannt. Wer Nennung seines Namens nicht wünscht, wird gebeten, dies jeweils mitzuteilen. In diesem Falle wird die Spende nur mit den Anfangsbuchstaben des Namens aufgeführt. Probepredigt Am Samstag, den 7. November, wird Herr Rabbiner Dr. Robert Rafael Geis aus Frankfurt a. M. beim Morgengottesdienst eine Probepredigt in der Hauptsynagoge halten, wozu die Gemeindemitglieder hiermit eingeladen werden. plus der Gemeinde Augsburg Der Israelitische Franenverein AngSbnrg macht seine Mitglieder darauf aufmerksanr, daß im Laufe des Monats November die Sammelbüchsen durch eine mit Ausweis versehene Sammlerin geleert werden. Der Inhalt wird für die Jüdische Winterhilfe verwendet. Wir hoffen, daß in Anbetracht der großen Not jede Frau ihr Scherflein beitragen wird; auch für die kleinste Gabe sei schon hier gedankt. Aus daveriscken Gemeinden Altenstadt i. Schw. Am 11. Oktober nahm der hiesige Heimatverein unter Führung des katholischen Pfarrers Christa von Untercichcn eine Besichtigung der hiesigen geschichtlich bedeutsamen Punkte vor. Als erster Punkt des Programins war die Besichtigung der hiesigen 1802 erbauten Synagoge, wohl eine der baulich interessantesten aller bayerischen Landgemeinden, festgesetzt. Pfarrer Christa, ein weit bekannter Kunstkenner und Altertumsforscher, erteilte zunächst im Synagogcnhofe näheren Aufschluß über die Entstehung des weitverzweigten Ortes und die Stilart — Empire — des Gotteshauses. Hierauf begab sich das zahlreiche Publikum, darunter die gesamte hiesige Lehrerschaft sowie auch auswärtige Lehrpersonen, in die Synagoge, in welcher Hauptlehrer Rose die Führung übernahm. Er begrüßte zunächst die Erschienenen, die allen Konfessionen, Ständen und Lebensaltern angehörten, im Nainen der israelitischen Gemeinde, die es lebhaft begrüßt, wenn ihrein G'ttcshauje und seinen Einrichtungen ein reges allgemeines Interesse entgegengebracht werde. Hierauf gab er in längeren Ausführungen die Geschichte der Entstehung der Gemeinde, 1050—1719, sowie der Synagoge bekannt, deren Bau, Kosten, Einweihung, spätere Restaurationen und Säkularfeier 1902, woran sich die nähere Erklärung der Kultusgeräte und sonstigen Einrichtungen anschloß. Mit dem Hinweis aus den über dem Orann hakaudesch stehenden Satze: „Da lifne mi atoh amned", der jeden Besucher aus die Heiligkeit' dieses Hauses Hinweise, beendete Hauptlehrer Rose seine Darlegungen, die von allen Teilnehmern mit größtein Interesse ausgenommen wurden und für welche der Vereinsvorstand, Oberlehrer Lutz, den innigsten Dank im Namen des Vereins zum Ausdruck brachte. Aub bei Würzburg. Einen schweren Verlust hat unsere Geineinde durch den zu frühen Heimgang eines unserer Besten zubeklagen. Auf der Mittagshöhe seines Lebens entschlief ain 15. Oktober Herr Ern st M a n d e l b a u m, Bruder des Oberarztes am Münchner Schwabin- Verkaufssfellen J Hiltensbergerstraße 8 Fernsprecher 370646 Glückstraße 10 Fernsprecher 296944 Thiersdistraße 19 Fernsprecher 22082 Franz-Josef-Straße 29 Fernsprecher 30452 Schleißheimer Straße 100 Fernsprecher 370 326 Winzererstraße 92 Belgradstraße 28 Für Säuglinge und Kinder nur Boschhof^Vorzugsmilch Hauslieferung durch Boschhof-VerlcaufszentraleSchleißheimer Straße 100/ Tel. 370326