Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 7 (1931)
- Issue
- 19 (1.10.1931)
- Article
- Kommt in unser Jugendheim!
- Date
- 1931-10-01
- Page
- Seite 300 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Bäuerische Israelitische Gememdezeilung Nr. l 9 :-U)0 Die Arbeitsgemeinschaft von Herrn Dr. Werner Cahnmann (Probleme der Emanzipation und der jüdischen Gegenwart in Deutschland) wird fortgesetzt. (Näheres in der nächsten Nummer.) Schneidet Euch folgendes Programm aus: Montag, 5. Oktober, 8/4 Uhr: Geselliger Abend mit Tanz. Mittwoch, 7. Oktober, 8% Uhr: Presieabcnd. Montag, 12. Oktober, SX> spricht Max Schwarz über „Sttafgcrichtc und Sttafvcrfahren". Montag, 19. Oktober, 8/4 Uhr: Geselliger Abend mit Tanz. Mittwoch, 21. Oktober, S\4 Uhr: Preffeabcnd. Montag, 26. Oktober, Sl4 Uhr spricht Hugo Drollcr über „Nahrungs: mittel und Ernährung". Alle Veranstaltungen finden im Jüdischen Jugendheim Herzog-Rudolf- Sttaße I statt und stnd kostenlos der gesamten jüdischen Jugend zugänglich. Außerdem weisen wir darauf hin, daß in unserem ständig geöffneten Lesezimmer die bedeutendsten Zeitungen und Zeitschriften für Euch bereit Helft alle mit, unser Jugendheim zu dem zu machen, was es sein soll! Reichsbund jüdischer Frontsoldaten, Ortsgruppe München c. V. Am Mittwoch, 14. Oktober 19 3 1, findet in der Gaststätte Schwarz, Schlosterstraße 2, eine Mitgliederversammlung Rosa-Werner-Nähstube. Die Nähnachmittage finden jeden Dienstag von 5—6 Uhr, Hcrzog-Max-Straßc 5/1, statt. Beginn: Dienstag, den 15. Oktober. Wir ersuchen um sehr zahlreiches Erscheinen. vückerschau „Von der Holbeinbibel zur Amsterdamer Haggadah," lautet die Überschrift eines sehr lehrreichen Aufsatzes, den Rahe! Wischnitzer in dem soeben erschienenen Heft der Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums veröffentlicht. Sie zeigt, daß die Übereinstimmungen älterer Haggadahbilder mit Holbeins Bildern zur Bibel auf die Benutzung christlicher Mittelquellen zurückgehen; insbesondere hat die Kunst M. Mcrians auf die Haggadahillustration getürkt. Im gleichen Hefte gibt A. Tartakower eine Übersicht über das jüdische Schulwesen in Polen, welche lebhaft veranschaulicht, wie schwere Opfer die verschiedenen Ritchungen des polnischen. Judentums bringen, um die Jugend in ihrem Sinne zu erziehen. Auch ein Aufsatz des Greifswalder Alttestamentlers Schütz über Ausgrabungen in Palästina wird weite Kreise festeln. Profestor Michael Guttmann (Breslau) setzt seine inhaltsreichen Referate über die wistenschaftliche Talmudpflege der neueren Zeit fort. Besonders sei hier daraus die Anzeige der posthumen Edition des Talmud-Traktates „Taanith“ des amerikanischen Tal-? rudgelehrtcn Malter hervorgehoben, ferner die ausnehmend produktive Kritik von Klausners Jesus-Buch. „Das jüdische Darlehnskasienwesen in Deutschland", Schriften der Zenttalwohlfahrtsstelle der deutschen Juden und der Hauptstelle für jüdische Wanderfürsorge, Nr.V, Preis RM. 0.50. In der Schriftenreihe der Zenttalwohlfahrtsstelle der deutschen Juden und der Hauptstelle für jüdische Wanderfürsorge erschien soeben eine für die breite jüdische Öffentlichkeit besonders wichtige Veröffentlichung: „Das jüdische Darlehnskassenwesen in Deutschland". In dieser Schrift wird ein Überblick gegeben über den gegenwärtigen Stand des jüdischen Darlehnskastcnwesens (samt einem Verzeichnis sämtlicher bestehender jüdischer Darlehnskassen in Deutschland und ihren Darlehnsbedingungen), über seine Formen und über die Tätigkeit der einzelnen Darlehnskasien im ganzen Reich. Ferner wird auf die günstigen Möglichkeiten, sich bei öffentlichen Stellen, Behörden u. s. w. billige Darlehen zu verschaffen, hingewiesen. Schließlich werden noch die bisherigen Förderungsmaßnahmen erörtert, die die Zenttalwohlfahrtsstelle gemeinsam mit dem Preußischen Landesverband jüdischer Gemeinden gettoffen hat. Diese Maßnahmen zielen insbesondere darauf ab, den bestehenden oder neu zu errichtenden Darlehenskassen Kapitalien zu verschaffen und dieses Kapital durch einen bereits bestehenden Zinsverbilligungsfonds erheblich zu verbilligen. Im zweiten Teil wird für den notwendigen Ausbau des jüdischen Darlehnskastenwesens in Deutschland geworben. Es wird darauf hingcwiesen, daß die gegenwärtige wirtschaftliche Situation der deutschen Juden dringend den Ausbau des Netzes der jüdischen Darlehnskasten erforderlich macht. Die vor kurzem ins Leben gerufene Zenttalstelle für jüdische Darlehnskassen wird allen Gemeinden mit Rat und Tat zur Seite stehen. Insbesondere macht sich die Zenttalstelle zur Aufgabe, Bezirksdarlchnskasten auf genossenschaftlicher oder genostenschaftsähnlicher Basis zu fördern oder zu errichten. Alles in allem eine Schrift, die gerade im gegenwärtigen Augenblick besonderer wirtschaftlicher Nöte für die soziale Arbeit der jüdischen Gemeinden von außerordentlicher Wichtigkeit ist. Der Kalender des Jüdischen Frauenbundes, der in vielen jüdischen Häusern bereits zum unentbehrlichen Hausfreunde und vielbefragten Begleiter durch die Stunden des Jahres geworden ist, hat sich in diesem Jahre, da er zum sechsten Male vor seine Freunde tritt, einen besonders glücklichen Gedanken zum Leitstern gewählt. Eigentlich sind es zwei Gedanken, die aber tief innen Zusammenhängen. „Jüdische Gemeinschaften und Juden als Führer" veranschaulichen die wie immer klug ausgewähltcn Bildbeigaben, denen sich hier und da jüdische Kernworte aus alter und neuer Zeit anschließen. Bilder der jüdischen Gemeinschaften, ob sic nun von der Natur oder von gedanklicher Bindung und gemeinsamer Arbeit zusammcngefügt wurden, leiten von Tag zu Tage: „Familie" wird durch alte meist gelungene Wiedergaben von alten Originalen der Jüdischen Kunstsammlung in Berlin oder von Schöpfungen neuerer Künstler — besonders begrüßt man das schöne Familienbild von Joseph Budko — gekennzeichnet. Religiöse Vereinigung erscheint in Bildern von Bethaus und Jeschiwoh. Dazu aber gesellen sich Darstellungen der neuen Gemeinschaften unserer Zeit, der Jugendbünde und Siedlungen. Ben Schemen, der Einstein-Wald, erscheinen in photographischer Wiedergabe. Gern glauben wir, daß es schwer war, bei dem beschränkten Raum eine Auswahl der Köpfe zu treffen, die als „Führer" das Geistesleben unseres Volkes verkörpern sollten. Nicht nur jüdische Künstler und Gelehrte, sondern auch Juden als Politiker, Rechtslehrer, Ärzte begegnen uns auf diesen Blättern; und die ausdrucksvollen Köpfe unserer führenden jüdischen Frauen, unter denen Henrietta Szold nicht fehlt, zeugen für die Gewalt der geistigen Be- Preisliste, auch anderer guter Nährmittel, frei! Df. FrOHl Hl Kötzschenbroda Münchener Niederlagen: Warenhaus H. Tieiz Kaufhaus Heinrich Uhlfelder, im Bosental Reformhaus Pfletschinger G. Co., Dienerstraße 6 Imbif^Stuhe OBEROTTL und Passage-Kaffee Sendlinger Straße 55 Fernsprecher 93496 Täglich nachmittags und abends Künstler-Konzert CAFE WINTERGARTEN Inhaber: Franz Schnabl Nachmittags Konzert. Äbends ununterbrochen T a n z 2 Kapellen. Mäßige Preise. Kein Eintritt. Kein Weinzwang Warum waren Sie noch nie im hübschesten Münchener Ausflugscafe, das das altbekannte CAFE KUSTERMANN Lindwurmstraße für Sie erbaut hat, um Sie ein paar schöne Herbststunden in sonnig ruhiger Natur verbringen zu lassen. Solln, Ecke Wolfratshauser- Terlanerstraße Autoparkplatz O Tennisplatz G Jeden Samstag Abend Tanz