Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 7 (1931)
- Issue
- 18 (15.9.1931)
- Article
- Krankenheim, israelitische Privatklinik e. V.
- Date
- 1931-09-15
- Page
- Seite 288 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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288 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung Nr. 18 De. Zucket Vereine Krankenheim, israelitische Privatklinik e. V. Mit Rücksicht auf die allgemeine wirtschaftliche Lage, die in Fällen von Erkrankung sich doppelt drückend bemerkbar macht, hat die. Vorsiandschaft der Klinik beschlossen, den Satz für Privatzimmcr ebenso wie die Gebühren der Hauspflegc durch Schwestern des israelitischen Schwcsternhcims w c - s e n t l i ch , bis' zu 20 Prozent unter die seitherigen bereits ermäßigten Preise, hcrabzusetzcn. K r a n k c n k a s s e n m i t g lst e d c r finden wie bisher Aufnahme auf Kosten der Krankenkasse. Die Vorstandschaft. Die Rosa-Werner-Nähstube in München tritt Heuer in das achte Jahr ihres Bestehens, jjrt der schlimmen Zeit unmittelbar nach der Inflation gegründet, war sie eigentlich nur als eine vorübergehende Nothilfc für die ärgste Bedrängnis gedacht. Leider blieb die Not auch weiter brennend. Wenn die Leitung der Nähstube auch Heuer wieder berichtet, so ist dies mehr als nur eine Rückschau auf die geleistete Arbeit, wie sie Vereine alljährlich mitzutcilcn pflegen. Zwei Umstände sind es, die uns veranlassen uns an die Öffentlichkeit zu wenden: Der eine, daß die Not in den Kreisen, denen unsere Arbeit zugute kommen soll, heute drückender ist, als je zuvor und der andere, daß auch manche von denen, die uns die Jahre bisher hindurch in so großzügiger Weise durch Schenkung von Material und Geld geholfen haben, heute durch die vernichtende Krise, die über uns hcrcingcbrochcn ist, daran gehindert sind, uns so zu helfen, wie sie cs bisher getan haben. Beide Umstände machen cs verständlich, wenn wir uns auch Heuer wieder und dringlicher als je zuvor, an alle wenden, die irgendwie unserer Bitte entsprechen können, und wenn wir sie herzlich bitten, unsere Arbeit auch weiterhin durch Schenkung von Material oder von Geld zu fördern, wenn wir uns über den Kreis unserer bisherigen Förderer hinaus an weiteste Kreise unserer Gemeinde wenden und wenn wir betonen, daß jede, auch die kleinste Zuwendung herzlich willkommen ist. Es drängt uns, auch an dieser Stelle, allen, die uns bisher geholfen haben, unseren herzlichsten Dtmk zu sagen: vor allem der Israelitischen Kultusgemcindc München, die uns stets wohlwollend gefördert hat, dann unseren Spendern, bie1 uns eigentlich erst unsere Arbeit möglich gemacht haben und — nicht zuletzt — den Damen der Nähstube, die in nimmermüder Hingabe mit der Anfertigung der Wäsche usw. beschäftigt waren. Neue Mitarbeiterinnen, die stets herzlich willkommen sind, wollen sich melden bei Frau Amalie Läng, Blumcnsiraße ZI, Fernruf 24-9 92 oder bei Frau Else 'Landauer, Gcntzstraßc I, Fernruf ZI 8 61. Über Ort und Zeit der Nähstübennachmittagc des kommenden Winters wird an dieser Stelle noch rechtzeitig Mitteilung gemacht werden. Im vergangenen Arbcitsjahr wurden fertiggcstellt und verteilt: 120 Bett-Tücher, 116 Bezüge, 2Z2 Kissen, 15 Taghcmden, 6 Jnlettbezüge, 8 Schürzen, 1 Tischtücher, 4 Kinderbett-Tücher, 1 Kindcrbcttbczug, 1 Kinderbcttkistcn, 20 Frauennachthemden, 8 Jnlettkissen, 2 Beinkleider, 4 Herrenhemden, 27 Knabenhcmdcn/l 28 Mützchen. Mit diesen Gegenständen konnten 98 Fainilicn bedacht werden. Außerdem wurden für das Lchrlingshcim, für das Krankenheim und für die Ferienkolonie Näharbeiten aus, von diesen Anstalten gestellten Stoffen, angcfertigt. , ’1' ISR. ERHOLUNGSHEIM WOLFRATSHAUSEN bei Mönchen im Isartal (Gründung des Jüdischen Frauenbundes) erinnert für Herbst- und Winteraufenthalt an seine staubfreie, sonnige Lage, an den gemütlichen Aufenthalt In seinen behaglichen, durchheizlen Räumen bei anerkannt mäßigen Preisen. Prospekte usw. durch Frau Karola Neu, München Hohenzollernplatz 1/1 DAS PREIS WÜRDIGE MÜNCHNER TUCHHAUS SONNENSTRASSE PHÖBUSPALAST Ihr Feinkosfgeschäft ist FRANZ LUN Leopoldstraße 39 # Zustellung frei ins Haus G I I I ' : ‘ " 6efd)äftsnad)rid)ten Sccscld in Tirol . ', j < , Für die Feiertage finden Sic eine gute Unterkunft bei sorgfältigster Bedienung im Grand Hotel Weither z. Post. Schönste Lage, beste Höhenluft. Wenn Sie kein Auto haben und nicht einfach >ausi der schonen Wolfratshauser Straße bequein bis zum Kaffee Kusterman^j nach Solln fahren können, so lassen Sie sich ein paar Vorschläge ryachen, nne Sic trotzdem zu ein paar genußreichen Stunden in diesem schonenrorar rommen können. Linie 15 und 25, Großhesselohe über die Brücke stnrheH Ba!hn entlang nach Solln etwa 20 Minuten. Linie 6 Endstation schöner Spaziergang am Wald entlang nach Solln. Mittwoch, Samstag, Sonntag Sonntagsrückfahrkarten bis Solln. Warum waren Sie noch nie im hübschesten Münchener Ausflugscafe, das das altbekannte CAFE KUSTERMANN Lindwurmstraße für Sie erbaut hat, um Sie ein paar schöne Herbststunden in sonnig ruhiger Natur verbringen zu lassen. Solln, «Ecke Wolfratshauser- Terlanerstraße Autoparkplatz Tennisplatz O Jeden Samstag Abend Tanz