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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1931-03-15 · 6 (15.3.1931) · p. Seite 90

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
7 (1931)
Issue
6 (15.3.1931)
Article
Jabolinsky, Die jüdische Legion im Weltkriege [Rezension]
Date
1931-03-15
Page
Seite 90 (sequence 1)
Language
German
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90 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung Nr. 6 Iabolinsky, Die jüdische Legion im Weltkriege. Jüdischer Verlag, Berlin. 1930. Preis geb. RM. 7.50. Ein Memoirenwerk von Wladimir Jabotinsky, dem Begründer der jüdischen Legion, die innerhalb der englischen Armee an der Palästina-Front kämpfte. Die Entstehung dieses jüdischen Regimentes wird in dem Buch fesselnd und lebendig geschildert. W. Jabotinsky, schon vor dem Kriege als einer der begabtesten russischen Journalisten geschätzt, erzählt hier, wie er seinen zuerst verlachten Plan seit Beginn des Weltkrieges unermüdlich verfolgte und in den Ländern der Entente deswegen mit den führenden Staatsmännern in Verhandlungen trat. Der Leser erhält durch dieses mit einer Reihe von Bildern geschmückte Buch interessante Einblicke in einen wenig bekannten Abschnitt des Weltkrieges. „Die wirtschaftliche Krise des deulfchen Juden." Unter diesem Titel erscheint im Laufe des Monats März im Verlage Georg Stilke, Berlin, ein Buch von Dr. Alfred Marcus. Marcus macht hier den Versuch, an Hand eines eingehenden und bis in das Jahr 1930 hineinreichenden Zahlenmaterials die Gründe für den radikalen Umformungsprozeß darzulegen, welchem der bürgerliche Kern des deutschen Judentums in seiner ökonomischen Existenz gegenwärtig unterliegt. Intensität und Tempo dieses Prozesses werden nachgewiesen. Die Behandlung des Gegenstandes erfolgt auf Grund einer Analyse der Entwicklungen in solchen Wirtschaftsgruppen, in denen Juden erfahrungsgemäß in beträchtlicher Anzahl tätig sind. Sie erstreckt sich auf den M e tal lh a n de l, das Vankgewerbe, die Textilwirtschaft und den Ga, treidehandel. Eine besondere, sehr eingehende Untersuchung der wirtschaftlichen Lage des Berliner Judentums ist ebenfalls oorgenommen worden. Marcus kommt zu dem Ergebnis, daß der sowohl objektiv als auch subjektiv bedingte Verlust der „zusätzlichen wirtschaftlichen Leistung", welche die deutschen Juden früher in ihrem Durchschnitt zu vollbringen vermochten, zur Folge hat eine „zusätzliche Krise" auf wirtschaftlichem Gebiet und eine eminente Steigerung der Assimilaüonstendenz auf kulturellem und geistigem Gebiet; es wird aber auch der Nachweis geführt, daß die Erschütterung der ökonomischen Grundlage des deutschen Judentums keine bloße Konjunkturerscheinung ist. Die Untersuchung ist von dem Bestreben geleitet, die objektiven Voraussetzungen der ganzen Entwicklung und ihre zwangsläufigen Folgen festzustellen. Das Buch wird an dieser Stelle noch eingehend besprochen werden. Die nächste Nummer der „Mitteilungen des jüd. Lehrervereins" erscheint aus technischen Gründen in der Nummer vom 1. April 1931. SesdiüttsnachriLdten 30jähriges Geschäftsjubiläum der Leo Stern G. m. b. H. Die Kohlengroßhandlung Leo Stern G. m. b. H. konnte am 1. März d. I. auf ein 3Eähriges Bestehen am hiesiigen Platz zurückblicken. 1901 gründete der vor zwei Jahren verstorbene Leo Stern das Unternehmen und verstand es, aus kleinen Anfängen heraus, trotz stärkster Konkurrenz, sich durchzusetzen. Nach Rückkehr aus dem Felde trat der Sohn Richard Stern in die Geschäftsführung ein, so daß auch Heute noch die Gewähr geboten ist, daß das Unternehmen im Sinne des Gründers geführt wird. Die stete Aufwärtsentwicklung des Geschäftes ermöglichte 1922 den Erwerb eines eigenen Lagerplatzes mit Industriegleis an der Zamdorfer- Straße, wo zahlreiche Lagerschuppen für die heutige Größe der Firma sprechen. Mit dem Geschäftsjubiläum zusammen konnten auch zwei Angehörige des Betriebes ihr 30jähriges Dienstjubiläum begehen, ein Beweis, daß die Geschäftsleitung nicht nur Schaffensfreudigkeit und Tatkraft auszeichnet, sondern auch soziales Verstehen gegenüber ihren Angestellten. JÜDISCHER FRAUENBUND ORTSGRUPPE MÜNCHEN Am Donnerstag, 26. März 1931, spricht Frau Henny Siegel in der Konkordia, Prannerstraße 4, abends 8 Uhr, über: Geschwisterprobleme Pädn gogisch interessierte Mitglieder und Freunde des Frauenbundes sind dazu eingeladen. Antonius-Wäscherei Sommerstraße 60 Fernrui 44438 Lindwurmstraße 97 ", *so |;e|H.f|||er Alnrx Kaufingerstraße 26, Eingang Frauenplatz Erledigung aller Bank- und Versicherungsgeschäfte Stnntl. Lottei'ie-Einnahme lYiirziiitjw Kaufingerstraße 26, Eingang Frauenplatz Nächste Ziehung: I. Klasse der 37. Preuss.- Südd. Klassenlotterie am 20 /21. April 1931 BttchlerschesKnabenheimWeilheim in Oberbayern, zwischen Garmisch-Partenkirchen und München. Landschulheim. Sechsklassiges Realgymnasium und Realschule. Kleines Familieninternat. Vorzügliche Verpflegung. Sorgfältige Erziehung. Unbedingte Förderung schwacher Schüler. Umschulung! Vorbereitung auf alle Schulprüfungen! Verbandsprüfung! Durchgefallene verlieren kein Jahr! Eigene große Sportplatzanlagen! 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