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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1931-03-01 · 5 (1.3.1931) · p. Seite 76

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
7 (1931)
Issue
5 (1.3.1931)
Article
Alfred Jeremias [Rezension]
Date
1931-03-01
Page
Seite 76 (sequence 2)
Language
German
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76 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung Nr. 5 in erster Linie zur Welt der Bibel, deren Grundtendenz unserer. Ansicht, bei Men Berührungspunkten, in bewußter Abwendung oder besser Umwendung der astralen Weltlehre Babylons zu suchen ist, sondern zu den Jdeengängen der Kabbala, die — wie so häufig — ältere Schichten des Menschheitsbewußtseins und der theologischen Spekulation aufgreift und für ihr religiös-ethisches System fruchtbar macht. Eine Arbeit über die „Kabbala und die Kosmologie des alten Orients" sollte von judaistischer Seite möglichst bald versucht werden. Die Hochzeit des Panbabylonismus ist längst vorüber. Aber auch der laute Kampf ist heute schon halb verhallt; von ganz anderer Seite wird jetzt eine umfassende Erklärung der gesamten Mythenbildung der Menschheit versucht. Jeremias steht noch als einsamer Recke ungebeugt und unbezwungen aus dem Schlachtfeld und zeigt stolz die Fahne seines früh Heimgegangenen Lehrers und Mitstreiters Hugo Winklers, des großen Panbabylonisten; unerschüttert aber nicht unbelehrbar. „Das Buch ist ein völlig neues" sagt er selbst in dem Vorwort zur zweiten Auflage; „nur der Grundgedanke hat standgehalten." Nämlich die untrennbare Gleichschritt vom himmlischen und irdischen Geschehen als Grundlage der altorientalischen Mythen- und Kulturbildung; und darin wird ihm auch der zustimmen, der in Einzelheiten der Mythendeutung und -beziehung Jeremias' nicht folgen kann, der die weitergehenden Schlüsse seiner Schule ablehnt. Das große Werk der Kulturerklärung Vorderasiens aus astralen Gesichtspunkten bleibt ungeschmälert und ist auch durch Richtigstellung von Einzelheiten und Einseitigkeiten heute nicht mehr zu entkräften. Das Werk wird dazu beitragen, sie zum Gemeingut der Gebildeten werden zu lassen. Die Herausschälung der alten sumerischen Kultur, aus der babylonischsumesischen Mischung, muß als gelungen bezeichnet werden. Der unsagbare Fleiß, mit dem alles, der heutigen Wissenschaft Erreichbare, über die religiösen und naturphilosophischen Anschauungen, über Priestertum, Kultus, Recht und Wissenschaft Altbabylons zusammengetragen ist, verdient hohe Bewunderung. Dem gebildeten an der Bibel interessierten Laien aber kann das Buch eine willkommene Einfühlung geben in morgenländisches Denken überhaupt, als Voraussetzung zum rechten Verständnis unserer Bibel. Die positiven jüdischen Theologen haben heute noch eine gewisse Scheu vor der religionsoergleichenden Wissenschaft, deren Tendenz mindestens in der ersten Zeit bewußt bibelfeindlich war. Wir glauben, zu Unrecht. Die rechte Kenntnis von der Umwelt der Bibel erhellt uns nicht nur Einzelheiten ihrer geistigen Struktur, sondern läßt die Einzigartigkeit des Werkes, die überzeitliche, ewige Kraft ihrer Ideen, die Göttlichkeit ihres Ursprungs, in vollem Licht erstrahlen. Dr. Harry Levy, Regensburg. Ein Geschenk an unsere Leser! Die Erkältungskrankheiten machen heute aller Welt zu schaffen; wie man ihnen am besten entgehen kann und sich, ist man erst erkrankt, zweckmäßig zu verhalten hat, lehrt ein 200 Seiten starkes, illustriertes Buch von Dr. Max Brod und Dr. E. Singer, das wir zufolge eines Sonderabkommens unseren Lesern gegen eine Portokostenvergütung von nur RM. —.20 liefern können. Es empfiehlt sich, von diesem vorteilhaften' Angebot umgehend Gebrauch zu machen und das Buch unter Einsendung der RM. —.20 sofort beim Verlag B. Heller, Plinganserstraße 64, anzufordern. Antonius-Wäscherei Sommerstraße 60 Fernruf 44 4 38 Lindwurmstraße 97 Ein schönes Purimgeschenk für jüdische Jungen und Mädels ist ein gebundener Jahrgang der Zeitschrift für die jüdische Jugend „DAS ZELT Preis RM. 6.—. Vorrat nur noch beschränkt CAFE WINTERGARTEN Inhaber: Franz Schnabl Nachmittags Konzert. Äbends ununterbrochen Tanz 2 Kapellen. Mäßige Preise. Kein Eintritt. Kein Weinzwang Warnm spricht man nur Gutes von der Wäscherei „Münchner Hausirauenhiir Weil dieser moderne Betrieb allen Wünschen der Hausfrau am Besten entspricht. Die Wäscherei „Münchner Hausfrauenhilfe“ loö.Georg Höcker, Landwebrslr. 5K59. Tel.596858 Abholung und Zustellung frei Filialen u. Annahmestellen: Baaderstr. 13, Telefon 25702; Gabelsbergerstr. 103, Telefon 596491; Herrnstr. 48; Oberländerstr. 6'; Donnersbergerstr. 12; Boschetsriederstr. 79; Kiosk (Ecke Camerloher-und Fürstenriederstraße) Wilhelmstr. 13; Häberlstr. 1. EUGEN SCHWARZ Kaufingerstrasse 25, an der Domfreiheit / Gegründet 1885 Rühmlichst bekannte Bezugsquelle für Konserven und" aller Art Beste Qualitäten Ausserordentlich billige Preise Zusendung frei ins Haus Preisliste auf Wunsch gerne zu Diensten / Fernsprecher 8283 Haimann AM SCHILLERDENKMAL Das Haus der Hufen Seiden 06523166

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