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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1931-02-01 · 3 (1.2.1931) · p. Seite 44

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
7 (1931)
Issue
3 (1.2.1931)
Article
Der Morgen, Nr. 5, VI. Jahrgang [Rezension]
Date
1931-02-01
Page
Seite 44 (sequence 2)
Language
German
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44 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung Nr. 3 -re Leüensgestaltung der jüdischen Frau in der Problematik der Gegenwart. Seine Abhandlung wird gleichsam kontvapunktiert durch eine Vision Bertha Pappenheims. Max Eschelbacher behandelt in einem umfassenden Aufsatz Vom Sinn der jüdischen Trauung, das Wesen der jüdischen Trauung in ihrer rechtlichen und ihrer religiösen Deutung. Und gleichsam als Abschluß ist diesen drei Aufsätzen eine Übersetzung des alten jüdischen Rituals bei der Trauung nachgeschickt. Dr. Carl Gebhardt, Leiter des Rhein-Main-Verbandes für Volksbildung, gibt unter dem Titel „Das Lied der Lieder" eine neue und eigenartige Analyse des Hohen Liedes. Paul Bettelin berichtet über die Arbeit der Jewish Colonization Assoziation, der mit dem weiten Kreisen unbekannten segensreichen Werk bekannt machen will. Wilhelm Michel behandelt im Anschluß an das Buch Ernst von Salomons Die Schicksalssrage des Nationalismus. Jakob Meitlis behandelt in seinen Randbemerkungen zur jüdisch-deutschen Erzählung sliteratur des 16. Jahrhunderts ein unbekanntes Gebiet und gibt interessante Aufschlüsse über die Zusammenhänge der mittelalterlichen jüdisch-deutschen Erzählung mit der gesamten deutschen Literatur. Julius Bab bespricht ausführlich und verantwortungsbewußt Lion Feuchtwangers neues Buch „Erfolg" unter dem Titel Das Buch Bayern und macht grundsätzliche Feststellungen dazu, in künstlerischer und politischer Hinsicht. In der Reihe der Literarischen Hinweise schreibt Margarete Susman über Wilhelm Michels Buch: Das Leiden am Ich; Otto Meller über Joseph Roths Hiob, das er als den Durchbruch der Religion in der neueren Literatur wertet; und Walter Goetz über den Dreyfußprozeß, wie er sich vor allem in dem Buche von Brunno Weil spiegelt. Salomo. Don Edmond Fleg. Aus dem Französischen übertragen von Alexander Benzivn. Verlag: R. Piper & Co., München. 1930. Aus zwei Elementen baut sich das neue Werk von Fleg auf: Aus den Berichten und den nach der Tradition dem weisen König zugeschriebenen Büchern der Bibel und der die Gestalt Salomos wie keine eine zweite umrankende Welt der Sage. Indem der Dichter diese beiden Elemente in dichterischer Schau ineinander ver-. webt, die Sagen in Form und Geist dabei erneuernd, ersteht ein völlig Neues: Salomo als jüdischer und zugleich universeller Faust, der die Höhen des Lebens, aber auch seine tiefsten Tiefen durchmißt. Weisheit und Reichtum, Pracht und Ehre sind durch Gottes Gnade verliehen worden, aber in brennender Lust und ungezügelter Gier überschreitet er die dem Menschen gezogenen Grenzen und steigt so hinab in die Tiefe und den Jammer des Elends, bis er, durch Buße geläutert, den Weg zu sich und so zu Gott zurückfindet, um schließlich am Ende seiner Tage noch das wahre Glück zu empfinden. „Schwach vor Gott und stark, denn durch Gott herrschte er in Frieden über Israel." Das schön ausgestattete Buch reiht sich würdig den fiüheren Werken Flegs an. Dieses wahre und tiefe Menschheitsbuch wird sich sicher viele Freunde und zahlreiche Leser erwerben. Von der prachtvollen Schönheit der Sprache des Dichters soll in einer späteren Nummer der „Gemeindezeitung" eine Probe gegeben werden. R. Seschäktsnachrichten Die der heutigen Nummer beigegebene Werbekarte der Firma E. Brader, Alünchmi, wird der gefl. Beachtung der Leser empfohlen und gebeten, die Pessachbestellung baldmöglichst einzusenden, da mit Rücksicht auf die Wirtschaftslage nur oorausbe st eilte Waren hergestellt werden. Regenmäntel Ulster und Paletots Eigene Herstellung. Nur hochwertige Qualitäten Vollkommen in Schnitt und Verarbeitung Hauptpreislage: 148.- 165.- 190.- SAKKO-ANZÜGE ab RM. 270.— In unserer bekannt exquisiten Ausführung LOTZ & LEUSMANN München Perusastraße Warum spricht man nur Gutes von der WäscMJünger“ ." Weil dieser moderne Betrieb allen Wünschen der Hausfrau am Besten entspricht. Die Wäscherei Jiinchner flaasirauenhilie“ Inh.GeorgHDcKer.Landwehrslr.57/59. Tel.596158 Abholung und Zustellung frei! Filialen u. Annahmestellen: Baaderstr. 13, Telefon 25702; Gabelsbergerstr. 103, Telefon 596491; Herrnstr. 48: Oberländerstr. 6; Donnersbergerstr. 12; Boschetsriederstr. 79; Kiosk (Ecke Camerloher-und Fürstenriederstraße) Wilhelmstr. 13; Häberlstr. 1. CAFE WINTERGARTEN Inhaber: Franz Schnabl Nachmittags Konzert. Äbends ununterbrochen T a n z 2 Kapellen. Mäßige Preise. Kein Eintritt. Kein Weinzwang ADLER ■ e I) III E n I# E vormals Heinrich Kleyer A.-G. ADLER WERKE FRANKFURT an main Filiale München, Augustenstr. 40, T. 50206/07 Automobile / Fahrräder / Schreibmaschinen 9925^946

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