Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 7 (1931)
- Issue
- 2 (15.1.1931)
- Article
- Jüdischer Jugendverein. Januar 1931 - Programm
- Date
- 1931-01-15
- Page
- Seite 27 (sequence 2)
- Language
- German
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Nr. 2 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 27 a) Zur Teilnahme sind alle Mitglieder des J.J.V. München oder in München weilende Mitglieder der Verbandsvereine, wenn sie sich als solche ausweisen können, berechtigt. b) Die Arbe i t,. die einen Umfang von vier Schreibmaschinenseiten nicht übersteigen darf, muß mit einem Kennwort versehen sein. Ein verschlossener Umschlag, der Kennwort, Namen und Adresse des Einsenders enthält, muß der Arbeit beigefügt sein. c) Als Preisrichter werden fungieren: Frau Regina Schaalmann, Dr. Ernst Wellischl, stud. med. Heinr. Bachmann. d) Die Einsendung der Arbeiten muß bis spätestens Donnerstag, den 19. Februar 1931, an Herrn Dr. Willisch, Holbeinstraße 6/0 erfolgen. (Poststempel: 18. Februar.) s) Als Preise sind Gutscheine über Bücher nach freier Wahl in der Ewer-Buchhandlung in Aussicht genommen. Die Preise staffeln sich 15 RM., 10 RM. und 5 RM. f) Die Verlesung der preisgekrönten Arbeiten findet an einem noch festzusetzenden Abend im J.J.V. statt. Es bleibt dem Preisgericht überlassen, auch nicht preisgekrönte Arbeiten zur Verlesung zu bringen. Jüdischer Gesangverein E. D. München Einladung (gemäß 16 der Satzungen) zur ordentlichen Generalversammlung am Dienstag, dem 27. Januar 1931, abends 8 Uhr, im Lessingfaal, Herzog-Rudolf-Straße 1. Tagesordnung: 1. Jahresbericht. 2. Kassenbericht und Entlastung. 3. Werbekonzert. 4. Anträge (diese müssen spätestens am 24. Januar bei Herrn Jos. Silbermann, Schriftführer, Anglerstrahe 28, eingereicht werden.) Der Vorstand: i. A.: Bettsack. vückerschau Eliasberg -Dr. med. et phil., W., Leit. Arzt, München- Das Schwierige Kind. (Der Arzt als Erzieher, Heft >64). 1931. 68 S. Gr.-Oktav. RM. 2.—, geb. RM. 3.—. Erziehungsschwierigkeiten kommen bei jedem Kinde zu Zeiten vor. Man kann das nur verstehen, wenn man die Kinderwelt so wie sie ist, im Unterschied von der der Erwachsenen zu erfassen versucht. Das Kind muß schon in den ersten Jahren seines Lebens die ungeheure Aufgabe vollbringen, aus seiner Wunsch- und Zauberwelt in die Welt von Mein und Dein, hier und jetzt, Ursache und Wirkung, in die Welt der Erwachsenen sich hineinzutasten. Das geschieht an Hand der Sprache. Konflikte der verschiedensten Art können dabei nicht ausbleiben. Aber konfliktlose Leichterziehbarkeit kann nicht das Ideal der Erziehung fein. Es gibt Phasen in der Entwicklung jedes Kindes, wo es schwierig werden muß, wenn überhaupt etwas in ihm steckt. Die Beurteilung der Erziehungsschwierigkeiten setzt eingehende ärztliche und heilpädagogische Kenntnisse und Erfahrungen voraus. Oft sind Erziehungsschwierigkeiten durch ausreichende körperliche Pflege, körperliche Erholung, Erholungserziehung zu beseitigen und man kann das Kind in der Familie belassen. Die Erziehungsanstalten sind ein manchmal nicht zu entbehrender Behelf. Jede Anstalt muß von heilpädagogischem Geist getragen sein, d. h. wichtiger als ein Unterrichtsziel, muß ihr das Bildungsziel psychischer Gesundung sein. Einer Änderung ihrer! Rechtsverhältnisse bedürfen z. Zt. noch besonders Kinder aus Scheidungsehen. Der <$ 1635 b. BGB. ist dahin zu ändern, daß der bloße Schuldspruch noch nicht das ausschlaggebende Moment für den Verbleib des Kindes sein darf; in jedem Scheidungsverfahren ist zunächst der Jugendrichter als Pflichtvormund aufzustellen. Dr: phil. Max Beermann, Bezirksrabbiner: Beiträge zur Wesenerkenntnis des Judentums. Herausgegeben vom Verlag der „Abwehrblätter". Berlin W 35, Flottwellstraße 7. 94 Seiten in Kleinoktav.; Ein Abwehrbüchlein und doch-mehr als das. Unscheinbar in der Aufmachung, so recht ein Taschenbüchlein, aber gediegen und mit wissenschaftlichem Ernst und Gründlichkeit gearbettet, auf engstem Raum eine Fülle von Tatsachen und Gedanken, anschaulich, oft eindringlich — aber nie zu aufdringlich in der Tendenz — dargeboten. Ein apologetisches Buch, das nicht predigt, sondern belehrt, aufklärt, in loser Form einzelner Aufsätze zu den wichtigsten Angriffen aus die jüdische Ethik, die jüdische Literatur und Religion Stellung nimmt. Man soll diese kleine Broschüre, in der so viel Arbeit steckt, trotz ihrer bescheidenen Form, nicht nur lesen, sondern möglichst vielen Nichtjuden in die Hand geben. Sie finden Abwehrmaterial schnell und treffend, wissenschaftlich fundiert, aber in einfachster, faßlicher und einprägsamer Darstellung. H. L. Die Mitteilungen des Jüdischen Lehrervereins mußten aus technischen Gründen zur nächsten Nummer verschoben werden. 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