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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1931-01-01 · 1 (1.1.1931) · p. Seite 11

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
7 (1931)
Issue
1 (1.1.1931)
Article
Tagung des Landesverbandes Bayern r. d. Rh. des Central-Vereins
Date
1931-01-01
Page
Seite 11 (sequence 2)
Language
German
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T?r 1 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 11 kleidet und in ihrer öffentlich-rechtlichen Stellung gefährdet. Der Landesverband Bayern des Central-Vereins warnt feine Mitglieder vor den gekennzeichneten nationaljüdischen Absichten." Kommerzienrat Dr. Ludwig Wassermann gab einen aufschlußreichen Bericht über die am Vormittag des gleichen Tages stattgefundene Tagung des Wirtschaftsbeirates der Bayerischen Volkspartei, in der Reichsbankpräsident a. D. Dr. Schacht einen viel beachteten Vortrag gehalten hatte. In der Aussprache kamen die aus ganz Bayern versammelten Vertreter der Ortsgruppen zu Wort. Es ergab sich Einigkeit darüber, daß angesichts der schwierigen Lage, in der sich die bayerischen Juden befinden, eine verstärkte Aufklärungsarbeit notwendig ist. Besonderer Wert wurde neben der Verbreitung geeigneter Literatur auf die Vertiefung des persönlichen Einflusses auf die nichtjüdische Umwelt gelegt. Ca. Denlsche Neowäscberei Felix Brandner G.m.D.H. München, Thlerschstr. 14 Tel. 23 708 Annahmestelle auch Jägerstr. 16 Spezial-Dampfwaschanstalt, nur Herren-Stärkwäsche Augsburg A 432, Vorderer Lech Wirtschaft!. Frauenschule au! dem Lande Wolfratshausen Bayerische Landesverbandstagung jüdischer Jugendvereine Am 30. November fand in Nürnberg die Bayerische Landesverbandslagung der jüdischen Jugendvereine statt. Den Mittelpunkt bildete das Referat von Studienrat Schaalmann (München): Was soll aus unserer Jugend werden? Der Referent befaßte sich mit der wirtschaftlichen, politischen und religiösen Not der jüdischen Jugend. Er gab zwar einige Anregungen (Berufsumschichtung, Einfachheit in der Lebenshaltung, soziale Hilfe, Abwehrarbeit, Beschäfttigung mit jüdischen Werten), doch betonte er, daß der Jugend nicht mit fertigen Rezepten gedient sei; denn sie habe Wagemut, Opferbereitschaft und Idealismus genug, um sich aus den Standpunkt des positiven Judentums zu stellen, d. h. das Leben nicht als eine Summe von Leid' hinzunehmen, sondern als eine zu lösende Ausgabe zu betrachten. Im einzelnen sprach er von der Apologetik: Es sei verständlich, daß die Jugend sich zu dieser aufdringlich erscheinenden Form der Abwehr ungern entschließe, doch es sei auch sehr viel damit getan und entspreche der Gemeinschaftserziehung in den Bünden, wenn sich jeder als Vertreter der jüdischen Gemeinschaft ansehe und zu seinem Teil die Pflichten erfülle, die die exponierte Stellung der Juden nun einmal mit sich bringe. — Ferner warnte er vor dem Abschwenken zum Kommunismus, das einen ideellen Austritt aus dem Judentum bedeute. Die Grundlage der jüdischen Gemeinschaft sei und bleibe — wenn auch oft unbewußt oder gar ungewollt — unsere jüdische Lehre. Der Nachmittag brachte eine zum Teil recht angeregte Aussprache, die Tätigkeitsberichte der elf bayerischen Bünde und die Neuwahl der Landesverbandsleitung. Dem israelitischen Verein für Ferienkolonien und zur Bekleidung von Schulkindern sind auch in diesem Jahre zu Chanuka auf seinen Aufruf in der Gemeindezeitung hin in reichem Maße Geld- und Sachspenden zugegangen. Wir wissen, wie schwer heut beinah jeder einzelne wirtschaftlich zu kämpfen hat. Wir möchten deshalb auch an dieser Stelle unfern ganz besonders herzlichen Dank aussprechen für die große Opferwilligkeit und Gebefreudigkeit unserer Gemeindemitglieder. Sicher wird es unfern gütigen Gebern Freude und Genugtuung bereiten, wenn sie hören, daß es uns an diesem Chanukafeft möglich war 105 Schulknaben und -Mädchen, 160 Jugendliche und Erwachsene, 55 Kleinkinder zum allergrößten Teil mit neuen praktischen Sachen zu beschenken. Der Ausschuß des israelitischen Vereins für Ferienkolonien und zur Bekleidung von Schulkindern Jenny Baerwald, Emma Selinger, Gutta Oppenheimer, Ella Hirschinger, Rosa Marx. Gründung des J F. B., Ortsgruppe München Staatlich genehmigt Streng rituell geführt bildet junge Mädchen aus zu tücMigsn Hausfrauen schafft die Grundlage zum Wirtschafts-.Sozial-und Lehrberuf Rr°lPekH 1 SCHULLEITUNG WOLFRATSHAUSEN Anmeldung j RECHA STARK, München, Rauchstr. 12/1 cPefzmoden Sie kennen unsere Leistungsfähigkeit. Wir beweisen sie aufs neue in [einer großen Preissenkung bei g 1 e i c h b I e i b e n d e n Qualitäten und Ausführung. Überzeugen Sie sich bittejdurch einen unverbindlichen Besuch. <j. Orfjans/zy X 8C<Sofin neunauseT?stv. 29 Antonius-Wäscherei Sommerstraße 60 Fernruf 44 438 Lindwurmstraße 97

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