Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 6 (1930)
- Issue
- 21 (1.11.1930)
- Article
- Winterprogramm des jüdischen Jugendvereins Augsburg 1930/31
- Date
- 1930-11-01
- Page
- Seite 304 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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336 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung Nr. 21 unserer Winterarbeit ein Vortrag von Bezirksrabbiner Dr. Ernst Jacob „Vom Geist des jüdischen Gottesdienstes" am Dienstag, den 16. September, stattgefunden. Weiter sind in Aussicht genommen: Sonntag, 2. November: 1. Konzert des jüdischen Kammerorchesters München, mit Rezitationen. Montag, 22. Dezember: 2. D r. Ernst Loewenberg (Hamburg) über „Moderne Pädagogik". Ferner Vorträge von Dr. Jaques Waitzfelder (Stuttgart- Augsburg), Dr. Ludwig Feuchtwanger (München). Im Januar beabsichtigen wir einen Gesellfchaftsabend zu veranstalten. Die Daten, soweit bisher feststehend und nur unter Vorbehalt, das Lokal wird rechtzeitig bekanntgegeben. ttus bayerischen gemeinden Jchenhausen. Ein Wagnis, aber ein wohlgeglücktes Wagnis hat der hiesige Jüdische Jugendverein unter Leitung seines Vorstandes Fritz Kahn unternommen, indem er das 6. Bild aus dem „Jeremias" („Stimmen um Mitternacht") von Stefan Zweig zur Aufführung brachte. Es war ein voller Erfolg. Jeder gab sein Bestes, besonders auch die Träger der Rolle des Königs (Herr Fritz Kahn) und des Jeremias (Herr Theo Gerstle). Erwähnt sei, daß die Wahl und Einstudierung dieses Stückes bereits vor der Münchener Aufführung (anläßlich der J.J.V.-Tagung) erfolgt war. Aus dem Reiche Erklärung Die jüngsten politischen Geschehnisse machen mehr als je den inneren Frieden im deutschen Judentum notwendig. Die schwere wirtschaftliche Notlage verbietet es zudem, Mittel für Wahlkämpfe zu verausgaben anstatt zu neuem Aufbau. Daher richten wir an alle Juden in Deutschland die dringliche Aufforderung, bei den bevorstehenden Wahlen zu den Landesverbänden und den Gemeindevertretungen Wahlkämpfe zu vermeiden, Zwiespalt nicht zu verschärfen und nach Möglichkeit den Kampf durch einen Wahlkompromiß auszuschalten. Der Vorstand des Allgemeinen Rabbiner-Verbandes in Deutschland. Lehrgänge für jüdisch-soziale Ausbildung und Fortbildung für Sozialarbeiter, Rabbiner, Lehrer und in der Ausbildung zu diesen Berufen Stehende, veranstaltet von der Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden und der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums. 2. Lehrgang, Winter 1930 /31. Themen: Jüdische Religionsgemeinschaft und Wohlfahrtspflege (Rabbiner Dr. Wiener und Rabbiner Dr. Prinz), Einführung in die jüdische Wohlfahrtspflege und jüdische Sozialpolitik (Dr. Ollendorff und Dr. Kreutzberger), Gesundheitsfürsorge für die jüdsche Jugend (Dr. Stahl), Arbeitsgemeinschaft für jüdische Erziehungsfragen (Dr. Hans Lubinski und Frau Oberin Berger), Soziologische und sozialpsychologische Grundlagen der Wohlfahrtspflege (Frau S. Wronsky), Einführung in die allgemeine Sozialarbeit (Dr. Ollendarff und Dr. Kreutzberger). Dauer d.es Lehrgangs: 10. November 1930 bis Mitte März 1931. Ort: Hochschule für Äe Wissenschaft des Judentums, Berlin N 24, Artilleriestraße 14. Anmeldungen, Auskünfte, Lehrpläne bei der Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden, Berlin- Charlottenburg 2, Kantstraße 158. Telephon: Bismarck 1063—1065. Vereine Reichsbund Jüdischer Frontsoldaten, Ortsgruppe München e. v Kameradschaftlicher Abend am Mittwoch, dem 5. November, in der Gaststätte Schwarz, Schlosserstraße 2. Am Sonntag, dem 9. November, findet die Trauerfeier für die gefallenen Kameraden statt. 8.15 Uhr Kranzniederlegung am Denkmal im Schwabinger Friedhof, 9 Uhr Trauergottesdienst in der Synagoge an der Herzog-Max-Straße, 11 Uhr allgemeine Trauerfeier vor dem Armeemuseum. Wir bitten die Kameraden, diesen Vormittag frei zu halten, um an der Ehrung für die Gefallenen teilnehmen zu können. Nähere Mitteilung folgt noch. Der Jüdische Kulturverein I. L. Perez, München, hält unter Leitung des Herrn Joseph Löwy einen jiddischen Sprach- und Literatürkurs ab. Es ist Gelegenheit geboten, die jiddische Sprache in Wort und Schrift zu erlernen und in die moderne Literaturgeschichte eingeführt zu werden. Wir erwarten eine rege Beteiligung, da besonders der Literaturkurs sehr interessant zu werden verspricht. Der Kurs beginnt am Montag, dem 3. November 1930, abends 20.30 Uhr, und ist auch für Nichtmitglieder unentgeltlich. Anmeldungen erbeten an Fräulein Jenny Zuckerberg, Rumfordstraße 40, oder am ersten Kursabend im Jugendheim, Herzog Rudolf-Straße 3. Jüdischer Frauenbund, München. Am 11. November, abends 8 Uhr, spricht Frau Dr. Dora E ding er (Frankfurt a. M.) in der Concordia, Prannerstr. 4/0, über „Frauenbund — jüdi^e Frauenbewegung". Zur Deckung der Unkosten muß 50 Rpf. Eintrittsgeld erhoben werden. Weitere Benachrichtigung findet nicht statt. Jüdischer Frauenbund, München. Da in der nächsten Zeit Neuwahlen stattfinden, bitten wir unsere Mitglieder, Vorschläge an die Vorsitzende des Wahlausschusses, Frau Oberstlandesgerichtsrat Neumeyer, Heßstr. 10, bis spätestens 15. November schriftlich zu richten. Der Vorstand. Jüdischer Lehrerverein Ascher Eschwege 80 Jahre. Eine der populärsten und ehrwürdigsten Persönlichkeiten in der unterfränkischen Judenheit, Ascher Eschwege (geboren am 4. November 1850 9. Cheschwan 5611), der von 1879—1920 die israelitische Volksschule in Thüngen, einer der größten bayerischen jüdischen Landgemeinden, leitete, feiert in diesen Tagen seinen 80. Geburtstag. Rabbi Seligmann Baer Bamberger bezeichnete selbst Ascher Eschwege als seinen Lieblingsschüler. 51 Jahre lang, bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1920, war Eschwege unermüdlich als Lehrer tätig; bei der Typhusepidemie vor 30 Jahren setzte er sich unter Hintansetzung von Leben und Gesundheit an die Spitze des Hilfsdienstes. Der evangelische Ortsarzt in Thüngen schickte seinen Sohn in die jüdische Volksschule, weil sie von der Vorgesetzten Schulbehörde als die beste am Platze anerkannt wurde. Nach seiner Pensionierung 1920 siedelte der Siebzigjährige nach Frankfurt a. M. über, wo er noch heute rüstig und lebensfroh unter den Seinen lebt. Von seinen neun Kindern sind drei Töchter an Lehrern, die an öffentlichen Volksschulen wirken, verheiratet, von den Söhnen übt der eine den Kaufmanns-, ein weiterer den Arztberuf aus, die übrigen drei stehen als Lehrer und Kantoren im Dienste der jüdischen Öffentlichkeit. Sein ältester Enkel ist seit etwa fünf Jahren Assistent des Universitätsprofessors Dr. Seitz (Frankfurt a. M.). Mögen dem „I s ch emunaus'raw b ' rochaus" noch eine Reihe von glücklichen und zufriedenen Lebensjahren „ad me o h w' e s r im s ch o n o h" im Kreise seiner Kinder, Enkel und Urenkel, die stolz zu ihm aufschauen, vergönnt sein. Jüdischer Lehrerverein für Bayern. Die nächste Konferenz findet statt am Samstag, dem 16. November 1930. Beginn pünktlich 13.30 Uhr. Vollzähliges Erscheinen erbeten. Blumenthal. Neuerwerbungen der cotzmann-Merner-viblrolhek der IsroeNltttt-en kultusoemeinde Müncben Geöffnet Montag, Dienstag, Donnerstag 5—7 Uhr, Freitag 2—4 Uhr, Sonntag 10—12 Uhr. 2465 Dreyfus Alfr.: Fünf Jahre meines Lebens. 2483 Chone: Nachmanides. 2484 Höllischer Arthur: Wiedersehen mit Amerika. 2486 Rapport relatif a Ja Reforme du Calendrier. BiOX-ULTRA ZAHNPASTA