Mannheim
Compact Memory

Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1930-09-15 · 18 (15.9.1930) · p. Seite 291

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
6 (1930)
Issue
18 (15.9.1930)
Article
Ein Gedächtnisbuch für Sigmund Fränkel
Date
1930-09-15
Page
Seite 291 (sequence 1)
Language
German
Belongs to
chapter
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2727810-2727900-2727918--06634-2738721
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Nr. 18 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 293 Ihr Zuhause Hotel Bayerischer Hof m* SR E W I Bsstöllsn Sie bitte HUSSDIirSHHMaMHHaeMHMl rechtzeitig. Fernruf22 Lin Sedächtnisduch für Sigmund Sränhel In nächster Zeit erscheint (im Verlag B. Heller) ein Gedächtnisbuch für Kommerzienrat Sigmund Frankel, das sein Sohn, Professor Adolf Frankel, im Namen der Familie herausgibt. Das Werk ist nach einer gedrängten Auswahl der wirtschafts- und verkehrspolitischen Aufsätze Frankels, vor allem seiner jüdisch-politischen Wirksamkeit gewidmet. Der zweite Teil des Buches vereinigt seine Abhandlungen auf diesem Gebiete; sie sind selbst ein Teil bei Geschichte des bayerischen Judentums der neueren Zeit. Als Vorstandsmitglied, später als 1. Vorsitzender des Vereins Ohel Jakob, hat Fränkel dem gesetzestreuen Teil der bayerischen, namentlich der Münchener Juden die Gleichberechtigung erkämpft. In der Sammlung finden wir die berühmten, schon in dem Heimbergerschen Grundwert zitierten Aufsätze Fränkels aus der „Frankfurter Zeitung" und den „Münchener Neuesten Nachrichten" zur Revision des bayerischen Judenedikts von 1813, die von ihm verfaßten Petitionen an das Bayerische Kultusministerium, seine Aufsätze aus dem „Israelit" über die Regelung der bayerisch-orthodoxen Angelegenheiten im Jahre 1908, vor allem den denkwürdigen „Offenen Brief" an Dr. Jsaac Breuer vom Jahre 1914 und viele andere bedeutsamen Urkunden zur Geistes- und Verfassungsgeschichte des deutschen und bayerischen Judentums vor dem Krieg. Nach Erscheinen des Gedächtnisbuches, das jedem, der mit den jüdisch-bayerischen Angelegenheiten verbunden ist und der den Gang der Dinge miterlebt hat, aufs wärmste empfohlen werden kann, wird auf die grundsätzliche Bedeutung des Werkes hier noch eingegangen werden. Es läge nicht im Sinne des Verstorbenen, wenn diese Würdigung nur ein Waschzettel, also nur eine Anpreisung der Fränkel'schen Wirksamkeit wäre. Denn es wird auch zu prüfen fein, ob dem großen Befriedungswerk, das Ohel Jakob und auch die bayerischen Juden ohne Unterschied der Richtung Sigmund Fränkel zweifellos zu verdanken haben, eine Vertiefung des jüdischen Eigenwesens, eine Befestigung der gefährdeten geistigen Stellung des bayerischen, namentlich des Münchener orthodoxen Judentums nebenhergegangen ist. Wir werden Angehörige aller jüdischen Richtungen bitten, die Bedeutung der Fränkelschen Epoche in der Geschichte der Münchener und der bayerischen Juden anhand der Sammlung seiner Aufsätze und Abhandlungen zu würdigen und dabei die Frage zu beantworten, ob neben den organisatorisch, politisch und gesetzestechnisch so tüchtigen und beträchtlichen Leistungen im bayerischen Judentum der letzten 25 Jahre der gleichen Generation auch die innere Förderung des Judentums, besonders die Heranbildung eines selbstbewußten, geistesmächtigen, opferbereiten, jüdisch durchgebildeten und durchglühten Nachwuchses geglückt ist. Aus der 6emeinöel (Daneben Ausstellung. In den Räumen des Deutschen Künstlerverbandes „Die Juryfreien", München, Prinzregentenstraße 2, zeigen: Elisabeth Springer: Aquarelle und Zeichnungen, Rudolf Ernst: Gemälde und Zeichnungen. Die Ausstellung dauert vom 5. September bis 5. Oktober. Besuchszeit Werktags von 10—6 Uhr, Sonntags von 10—1 Uhr bei freiem Eintritt. Das Jüdische kammerorchefier München hat am Mittwoch, dem 3. September 1930, seine durch die Sommerferien unterbrochenen Übungsabende im Lessingsaal, Herzog-Rudols- Straße 1, Rgb., Erdgeschoß, wieder ausgenommen. Leitung: cand. med. Heinrich Lamm. Streicher und Bläser sind herzlich willkommen. Anmeldung in den Übungsabenden, die regelmäßig Mittwochs 20.15 Uhr pünktlich im Lessingsaal stattfinden. Das Orchester beabsichtigt, in der ersten Oktoberhälfte eine Abendmusik mit Stücken von Telemann, Mozart und anderen zu ver- Brennstoffe aller Reviere in erster Gute Aufträge für Augsburg an Frau Dr. L e h r b u r g e r, Augsburg, Kaiserstrabe 431/2 Bayer. tColll CH^Konior b. H. Annastrabe D 217 Augsburg Fernruf 847, 867 Antonius-Wäscherei Sommerstraße 60 Fernruf 44438 Lindwurmstraße 97 CAFE WINTERGARTEN Inhaber: Franz Schnabl Nachmittags Konzert. Kbends ununterbrochen T a n z 2 Kapellen. Mäßige Preise. Kein Eintritt Kein Weinzwang W m M 11 Der das Lokal_ jedes Einheimischen und Fremden NEUER PÄCHTER? HANS FÜRST IBIS: Ein Hauch köstlich zarten Parfüms schafft oft erst dieAtmosvhäre des völligen Wohlbehagens. Jede elegante Dame sollte darum nie auf ein individuelles, dezent. Parfüm verzichten. Nau s Parfümerie und Drogerie Maxkmklkansstraße 42, gegenüber dem Nationaltheater, hat stets alle Parfüms, wie auch Puder, Kölnisches Wasser usw. vorrätig, und wird Sie beim Einkauf 1 so beraten und bedienen, daß Sie wirklich zufrieden sind. 37

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.