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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1930-08-15 · 16 (15.8.1930) · p. Seite 259

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
6 (1930)
Issue
16 (15.8.1930)
Article
Frau Fanny Kronheimer 93 Jahre
Date
1930-08-15
Page
Seite 259 (sequence 1)
Language
German
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Nr. 16 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 259 Bus der Gemeinöe München Frau Fanny kronheimer 93 Jahre. Frau Fanny Kronheimer, München, Landwehrstraße 73/1, kann am 24. August ihren 93. Geburtstag feiern. Die alte Dame ist geistig und körperlich vollkommen rüstig und ist eine eifrige Besucherin des Gottesdienstes. Vor einigen Jahren konnte Frau Kronheimer das 60jährige Hochzeitsjubiläum feiern. Bus den Kultusgemeinden derptalz Zum goldenen Ehejubiläum des S ladt rotes und Kultusvorstandes Ludwig Strauß und seiner Gattin Klara, geb. Reumann, in Bad Dürkheim Der Sabbat Schoftim (30. August d. I.) wird ein besonders festlicher Sabbat für unsere Kultusgemeinde werden. Stadtrat und Kultusvorstand Ludwig Strauß und seine Gattin Klara, geb. Neumann, werden an diesem Sabbat auf ein halbes Jahrhundert glücklicher Ehegemeinschaft zurückblicken können. Stadtrat Strauß war seit 1875 ununterbrochen an der Bärmannschen Realschule bis zu seiner Pensionierung tätig und hatte, weil er ganz im Lehrerberufe aufging, in hervorragender Weise zum Ansehen der Schule beigetragen. Zu gleicher Zeit hat er ein Knabenpensionat mustergültig geführt und Generationen von Schülern herangezogen, die ihm bis aus heute ihre dankbare Anhänglichkeit bewahren. Obwohl er mit der Ausübung seiner Berufspflichten sehr belastet war, ist er schon seit vielen Jahren in unserer Kultusgemeinde und Rabbinatsbezirksverwaltung und seit Gründung des Pfälzer Gemeindeverbandes auch dort an führender Stelle ehrenamtlich tätig. Und mit welcher Begeisterung widmet er sich gerade diesen Aufgaben! Daß es eine vollkommene Synthese von Deutschtum und Judentum gibt, Stadtrat Strauß bekundet es aufs Sinnfälligste. Mit welcher Wärme der Empfindung trägt er als ehrenamtlicher Borbeter die Festagsgebete an Roschhaschonoh und Jomkippur vor oder leitet er unseren Synagogenchor! Das gleiche Feuer lodert in seinem trotz der 74 Jahre noch jugendlichem Herzen, wenn er als Dirigent seines Gesangvereins Lieder einübt oder wenn er bis vor kurzem noch als Gesanglehrer der Realschule sich betätigte. Wer mit solcher Glut der Begeisterung noch im hohen Alter wie in jüngster Zeit bei der mitternächtlichen Befreiungsfeier der Stadt oder bei der Jubiläumsfeier von Limburg vor wenigen Tagen des Dirigentenamtes waltet, muß dem deutschen Lied ganz besonders zugetan sein. Die Gattin war dem Jubilar ein halbes Jahrhundert hindurch eine wackere Gefährtin. Sie hat aber nicht nur für ihren Familienkreis, für ihren Gatten und ihre drei Kinder, sondern auch für das Ergehen der ihr anvertrauten Schüler in treuer und unermüdlicher Arbeit gesorgt. Trotz der Fülle der Pflichten, die sie zu erfüllen hatte, bekundete sie dem Israelitischen Frauenverein, dessen Vorsitzende sie ist, stets regstes Interesse und hält ihm auch heute noch trotz ihres hohen Alters die Treue. Möge die Gnade Gottes dem verehrten Jubelpaare noch viele Jahre glücklicher Ehegemeinschaft schenken, möchten sie beide sich noch lange körperlicher und geistiger Frische und Regsamkeit er- Brennsioffe aller Reviere in erster Güte Aufträge für Augsburg an Frau Dr. Lehrburger, Augsburg, Kaiserstrabe 431/2 Bayer. KollIdT*rKontor Annastrabe D 217 Augsburg Fernruf 847, 867 G. m. b. H. Der ' " 1 das Lokal jedes Einheimischen und Fremden NEUER PÄCHTER S HANS FÜRST Deolsche Neuwascherei Felix Brandner G. m. d. H. München, Thierschstr. 21 Tel. 23708 Annahmestelle auch Jägerstr. 16 Spezial-Dampfwaschanstalt, nur Herren-Stärkwische Augsburg A 432, Vorderer Lech freuen dürfen zu ihrer eigenen Beglückung und zur Freude ihres Familienkreises, zum Heile unserer Glaubensgemeinschaft und des Vaterlandes. „Der Fromme sproßt wie die Palmen; er wächst wie die Ceder auf dem Libanon. Im Tempel des Ewigen gepflanzt, treiben sie in den Borhöfen unseres Gottes Sprossen. Noch im Alter tragen sie Frucht, sind saftvoll und frisch..." Bezirksrabbiner Dr. Ernst Steckelmacher. Bus dem Verbände Ansbach. Am 1. August beging Herr Kommerzienrat Ludwig Dietenhöser die Feier seines 60. Geburtstages. Der Jubilar hatte sich allen ihm zugedachten offiziellen Ehrungen entzogen und verbrachte den Tag in Abwesenheit von Ansbach nur im Kreise seiner engsten Familie. Es wurde ihm dennoch eine Fülle herzlichster Ehrenbezeugungen von allen Seiten zuteil, die mit Recht auf die allgemeine Beliebtheit und hohe Verehrung für den Jubilar zurückschließen lassen kann. Seit über fünfundzwanzig Jahren für die hiesige Kultusgemeinde unermüdlich tätig, wurde Kommerzienrat Dietenhöser zu wiederholten Malen durch einstimmige Wahl an die Spitze der Gemeinde berufen. Die Tätigkeit, die er als erster Vorstand viele Jahre hindurch entfaltet hat. war stets eine segensreiche und von Erfolg gekrönte. Vom ernsten Willen beseelt, die gerechten Wünsche aller Mitglieder nach Möglichkeit zu erfüllen, hat er sich ein seltenes rückhaltloses Vertrauen erworben, das ihm in gleichem Maße von den Beamten wie von den Mitgliedern der Gemeinde entgegengebracht wird. Als verständnisvoller und oftmals bewährter Beschützer der jüdischen Tradition ist er mit seinem klugen Rat und seiner zielbewußten Führung der treueste und sicherste Förderer der Ansbacher Gemeinde geworden. Sie hat ihm als kleines Zeichen ihrer dankbaren Verehrung eine mit Widmung versehene hervorragend künstlerische Bildausnahme der Synagoge zu seinem Jubiläum überreicht. Der Verband Bayerischer Israelitischer Gemeinden, dem der Jubilar seit seiner Gründung als Mitglied der Tagung und seit sieben Jahren als Mitglied des Rats angehört, sandte ein besonders herzliches Glückwunschschreiben, in dem er Kommerzienrat Dietenhöfer seinen Dank für die hingebungsvolle Arbeit abstattete, die er im Verbände leiste. Der Verband gedachte seines Wirkens im Bezirksausschuß Ansbach, seiner unermüdlichen Tätigkeit als Baureferent für sämtliche Gemeinden des Landes sowie seiner Mitarbeit bei allen großen Fragen, die den Verband, seinen Aufbau und seine Arbeit betreffen. Der Verband feierte ihn als einen der Männer, aus deren persönlichstem Wirken der Erfolg des Verbandes beruhe. 37

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