Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 6 (1930)
- Issue
- 15 (1.8.1930)
- Article
- Öttingen (Ries)
- Date
- 1930-08-01
- Page
- Seite 242 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2727810-2727900-2727915-2738406--06452-2738445- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
242 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung r Nr. 15 wiesen) und als Nachbarkollege Herr Lehrer Strauß (Nördlingen). Tiefergriffen lauschte man noch dem Gesang des Bezirkslehrervereins Öttingen am offenen Grabeshügel, Abschied nehmend von der letzten Ruhestätte eines edlen Mannes, eines echten, deutschen, jüdischen Lehrers. Segen seinem Andenken! ' M. S.B. Aus dem Kelche Inventarisation der jüdischen Kunstdenkmäler Die Gesellschaft zur Erforschung jüdischer Kunstdenkmäler, die seit mehr -als dreißig fahren auf diesem Gebiet arbeitet, hat auch den Anstoß zur Denkmalsaufnahme bei den jüdischen Landesverbänden gegeben. Auf Grund der von Herrn Toeplitz verfaßten Denkschrift wird allerorten eine stille Arbeit verrichtet, von deren Erfolg, soweit sie Preußen betrifft, jetzt erstmalig eine Probe in den Notizblättern Nr. 25 und Nr. 26 der Gesellschaft zur Erforschung jüdischer Kunstdenkmäler erscheint. Die Auswahl dieser mit zahlreichen schönen Illustrationen versehenen Probe ist so getroffen, daß möglichst aus jeder Provinz interessante und markante Beispiele angeführt werden. Als besonders beachtenswert erwähnen wir die schöne Elbinger Synagoge (mit Abbildung), den ältesten Sephardim-Friedhof Deutschlands in Altona (mit Abbildung), den Bestand an Geräten in Bonn (mit Abbildung), von ausführlicheren Berichten besonders Bernkastel-Cues, Emden, Krefeld, Nauen. Zu den vorliegenden Heften wurden die Fragebogen des Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden benutzt, der außerdem auch eine Druckbeihilfe gewährte. Der Natur eines Fragebogens entsprechend, sind die eingegangenen Antworten meist sehr kurz, teilweise leider nur summarisch und oft bloße Aufzählungen geblieben. Aus diesen Angaben sollte, unter möglichster Jnnehaltung der ursprünglichen Form, ein kurzer, das Wesentliche umfassender, fortlaufender Text herausgearbeitet werden. Über diese Forderungen hinausgehende, kontrollierende oder einschränkende Eingriffe in die vorhandenen Angaben waren weder möglich, noch erwünscht; für das durch den Verband dargebotene Material übernehmen die Einsender also die Verantwortung. Als Einsender gelten im allgemeinen die Gemeinden, die in der Überschrift genannt werden." Die Bearbeitung wurde vom Preußischen Landesverband Herrn Toeplitz übertragen, sie soll in umfassenderer Weise fortgesetzt werden. Die Inventarisation der Kunstdenkmäler in Bayern, die der Verband Bayerischer Israelitischer Gemeinden seit dem Herbst 1926 durch Herrn Theo Harburger durchführen läßt, ist bis jetzt so weit vorgeschritten, daß die Kreise Oberbayern, Niederbayern und Schwaben vollständig, Oberpsalz und Oberfranken bis auf wenige Gemeinden und Mittelfranken zum überwiegenden Teil erfaßt worden sind. IZückerschau Das Juniheft der Monatsschrift für „Geschichte und Wissenschaft des Judentums" bringt erfreulicherweise eine große Reihe von Aufsätzen, die unbeschadet ihrer wissenschaftlichen Gediegenheit auch einem weiteren Leserkreis verständlich sind. I. Bergmann stellt in einem Aussatz „Sitten und Sagen" jüdische Bräuche in den Zusammenhang der Kulturgeschichte ein. Wenn nicht nur die Bibel, „ein flammender Protest gegen jeden Aberglauben", zum Werkzeug des Aberglaubens wurde, wenn sich überdies auch sonst abergläubische Bräuche im Judentum bis in die Gegenwart hinein finden, so zeigt Bergmann, daß es sich um Übernahme nichtjüdischer Sitten und Vorstellungen handelt. So wird z. B. die Sitte, den Afikomen als Schutzmittel aufzubewahren, zutreffend mit analogen christlichen Sitten zusammengestellt. Aber auch zu so schönen Vorstellungen, wie den Gedanken, daß Gott um der Kinder willen die Erwachsenen erhört, weist der gelehrte Verfasser außerjüdische Parallelen nach. Ferner berichtet Michael Guttmann über Fortschritte in der Talmudforschung, Louis Lewin über Neuerscheinungen zur ostjüdischen Geschichte. Beiträge zur Bibelerklärung geben Marlin Buber (zu dem neuen Band seiner Bibelübersetzung „Jesaia") und Max Steif. Letzterer stellt weitere Wortspiele in der .Bibel' zusammen, ersterer beginnt eine größere Auffatzreihe, welche der Erläuterung seiner mit Rosenzweig s. A. begonnenen Bibelübersetzung dienen soll; zunächst werden mehrere schwierige Stellen aus dem Buch Jesaja besprochen. Neuland betritt Heinrich Flesch mit seiner großen Arbeit über „Jüdische Handwerker in Mähren" im^17., 18. und Qardlnen-Fabrik D. MAYER Nur PERUSASTRASSE 1 1. Stock STORES GARDINEN DECKEN D E KOR ATION E N in allen Preislagen und Stilarten Oskar Böhm Glasermeister München Thierschstr. 39 Fernruf 26103 Neubauten Einglasen von Schaufenstern Ein- und Umglasen von Glasdächern bei langjähriger Garantie Ausführung sämtlicher Reparaturen In allen Stadtteilen ohne Preisaufschlag / Offerte kostenlos Der-1 NEUER PACHTER! das Lokal_ jedes Einheimischen und Fremden_ 1! HANS FORST CAFE WINTERGARTEN Inhaber: Franz Schnabl Nachmittags Konzert. Äbends ununterbrochen Tanz 2 Kapellen. Mäßige Preise. Kein Eintritt Kein Weinzwang Regenmäntel Ulster und . Paletots Eigene Herstellung. Nur hochwertige Qualitäten Vollkommen in Schnitt und Verarbeitung Hauptpreislage: 148.- 165.- 190.- SAKKO- ANZÜGE ab RM. 270.- In unserer bekannt exquisiten Ausführung LOTZ & LEUSMANN München Perusastraße 17