Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 6 (1930)
- Issue
- 13 (1.7.1930)
- Article
- Sitzung der Gemeindevertretung und des Vorstandes am 11. Juni 1930
- Date
- 1930-07-01
- Page
- Seite 188 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 211 Nr. 13 Ihr Zuhause Hotel Bayerischer Hoff HU I Bestellen Sie bitte derem Dank sei von alen Seiten anerkannt worden, daß der Verband Bayerischer Israelitischer Gemeinden und die Israelitische Kultusgemeinde München durch ihre materielle Beihilfe diese Veranstaltung ermöglicht hätten. Die dem Vortrag von Buber folgenden Debatten hätten mit Ernst die schwierigsten Fragen behandelt. Die Aufführung des „Jeremias" von Stefan Zweig in Anwesenheit des Dichters durch den Düsseldorfer Jugendbund habe die größte Anteilnahme des Publikums gesunden und sei künstlerisch ausgezeichnet gewesen. K.-R. Dr. Wassermann berichtet über seine Eindrücke in den Verhandlungen. In der Jugend seien stark radikale Strömungen zu bemerken, die drohten, die Jugend der Religion zu entfremden. Es sei deshalb Aufgabe der Gemeinden, sich mit der Jugendbewegung eindringlichst zu beschäftigen und durch ihre Jugendausschüsse und geeignete Persönlichkeiten auf die Jugend einzuwirken. Dr. Straus vertritt die Auffassung, daß eine Jugendbewegung nicht durch alte Führer geleitet werden könne, daß Jugend vielmehr sich selbst Helsen wolle. Er habe von der Tagung den Eindruck gewonnen, daß zu wenig wirklich Jugendliche in dem Verband führend tätig seien. Fast sämtliche Delegierte seien ältere Leute gewesen. Eine Jugendbewegung, wie sie sich hier gezeigt habe, sei keine Jugendbewegung: eine solche müsse vielmehr aus innerem Drang erstehen und sich entwickeln. Man müsse das Vertrauen haben, daß auch ohne Gängelung die Jugend zu einer fruchtbringenden Arbeit gelange. Nach einer Einladung von. Herrn Oberstlandesgerichtsrat Dr. Neumeyer zum Besuch der Ausstellung jüdischer Kultgeräte, die am 24. Juni in der „Concordia" eröffnet wird, schließt der Vorsitzende die Sitzung. Über die Sitzungen der Kollegien gemeinsam mit dem Schulausschuß und mit dem Sozialen Ausschuß am 17. und 23. Juni erfolgt gesonderter Bericht. Vereine Jüdischer Jugendverein München Donnerstagabende. Lessingsaal. Beginn 20.30 Uhr. Auf der achten Delegiertentagung wurde bei Behandlung der Probleme: „Beruf und Leben" und „Lebensgestaltung" wiederholt der Meinung Ausdruck verliehen, daß wir uns in einer immer mehr zunehmenden Proletarisierung befänden. Kritisch, wie die Jugend nun einmal ist, will sie keine Behauptung ohne weiteres hinnehmen. Und darum sollen uns in den nächsten Wochen und Monaten, ohne Sommerpause, die Fragen beschäftigen: „Beruhen diese Behauptungen auf Wahrheit?" und wenn ja, wie können wir, die jetzige Generation, getreu unserer Losung: -„Jugend hilft der Jugend" dem kommenden Geschlecht Mittel und Wege zeigen, dem Übel zu steuern? Unter dem Motto: „P r o l e t a r i s i e r e n wir?" sollen Vertreter aller Berufe und Stände, der Kaufmann wie der Angestellte, der Handwerker und Landwirt, die Vertreter der freien Berufe und des Beamtentums zu Worte kommen, um von ihrem Gesichtspunkte aus dieses brennende Problem zu erörtern. Den Reigen der Vorträge eröffnet am 3. I u l i Herr Studienrat Schaalmann mit dem Thema: „Bereitet die Schule zum Berufe vor?" Die Ankündigung der übrigen Themen und Referenten erfolgt in der nächsten Nummer dieser Zeitung. Reichsverband der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands Außerstande, jedem einzelnen persönlich unsere Anerkennung auszusprechen, bitten wir alle, die durch tätiges Interesse, Bereitstellung AUG. WERTHEIMER HEBRÄISCHE BUCHHANDLUNG Gegründet 1880 MÜNCHEN WESTENRIEDERSTR. 4/I / TEL. 23804 Gebetbücher jeder Art und Ausführung Schulbücher für den Gebrauch in den Münchener Schulen Ritualien Talesim, Arba-Kanfos, Tefilin, Esrogim,Lulowim,Mesusos etc. Jüdische Literatur für Geschenke insbesondere Barmizwah Die beste und billigste Bodenpflege ist doch nur mit PARKEUZROSE möglich. Naturhelle BÖCl©lljkeinGeruch,keineStaubbüdung, da die Möglichkeit des Naßwischens gegeben ist. Hoher GlanZj ohne Glätte. Das sind die Vorrüge der seit 25 Jahren im Handel befindlichen Parkettrose. Vereinigte Farben- und Lackfabriken vormals Finster & Meisner München W 12 RICHARD GÜLDENSTEIN Vertreter der BUCHDRUCKEREI B. HELLER Plinganserstraße 64 / Tel. 73 6 64/65 Privat: Schubertstraße 5/II Telephon 54062 CAFE WINTERGARTEN Inhaber: Franz Schnabl Nachmittags Konzert. Äbends ununterbrochen Tanz 2 Kapellen. Mäßige Preise. Kein Eintritt. Kein Weinzwang ai%| CD ADLERwERKE ft"'""1" wQMlJ Filiale München, Augustenstr. 40, T. 50 206107 Automobile / Fahrräder / Schreibmaschinen