Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 6 (1930)
- Issue
- 10 (15.5.1930)
- Article
- Jüdisches Landheim e. V.
- Date
- 1930-05-15
- Page
- Seite 140 (sequence 1)
- Language
- German
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Nr. 10 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 159 Ihr Zuhause Hotel Bayerischer Hoff »MW II ■ im« |%| mii I Bestellen Sie bitte lll rechtzeitig. Fernruf22 Jüdisches Landheim E. V. Wir laden hiermit gemäß H 7 unserer Satzung unsere Mitglieder zu der am Donnerstag, dem 22. Mai 1930, abends 6 Uhr, im Bibliotheksaal der Israelitischen Kultusgemeinde München, Herzog-Max-Straße 7/1, stattfindenden ordentlichen Mitgliederversammlung. Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstands und des Kassiers, 2. Entlastungserteilung der Vorstandschaft, 3. Neuwahl der Vorstandschaft gemäß § 9 der Satzung, 4. etwaige Anträge. Letztere ersuchen wir bis spätestens 18. Mai 1930 an die Vorstandschaft, zu Händen des Herrn Dr. Joseph Marschütz, München, Georgenstraße 85, zu richten. Die Vorstandschaft. Das Programm der 8. Münchener Delegierlentagung des Verbandes der jüdischen Jugendvereine Deutschlands Die 8. Ordentliche Delegiertentagung des Verbandes der jüdischen Jugendvereine Deutschlands, die, wie bereits mitgeteilt, an den beiden Pfingsttagen in München in der Tonhalle abgehalten wird, wird nach den bisherigen Meldungen durch die Delegierten und Gäste von etwa 150 Bünden aus ganz Deutschland besucht werden. Im Mittelpunkt der Verhandlungen des ersten Tages steht, unter dem Motto „Jugend hilft der Jugend", das für die jüdische Jugend so außerordentlich schwierig gewordene Berufsproblem. Aus der Erkenntnis, daß es sich in der heutigen Situation bei Fragen, die Wirtschastskampf und Lebensgestaltung berühren, für den jungen Juden nicht mehr nur um rein persönliche Angelegenheiten handelt, stehen Erörterungen über die Möglichkeit einer gemeinschaftlichen Inangriffnahme dieser schwierigen Probleme im Vordergrund. Der Vortrag Martin Bubers „Wie kann Gemeinschaft werden?" bildet bm Auftakt für zwei Gruppen von Arbeitsgemeinschaften, die, von verschiedenen Grundlagen ausgehend, unter dem Thema „Beruf und Leben" und „Lebensgestaltung" stehen. Den Abschluß des ersten Tages bildet eine Vollversammlung, in der die Ergebnisse der Arbeitsgemeinschaften in Thesensorm vorgelegt werden. In einem Einzige Verkaufsstelle palästinensischer Handarbeiten Kleider für Damen und Kinder Westen - Kleiderbesähe Taschen - Gürtel - Schmuck Außerordentlich mäßige preise Wallach Hauptpost Schlußwort „Gestaltung durch den Bund" werden diese Ergebnisse zusammengefaßt und die Konsequenzen, die sich aus ihnen für die zukünftige Gestaltung der Jugendbundarbeit ergeben, aufgezeigt werden. Der zweite Tag ist Verbandsfragen gewidmet. In ausführlicher Aussprache werden die Ergebnisse der vergangenen Arbeit überprüft und die Richtlinien organisatorischer Art für die Weiterarbeit festgelegt werden. Mit der Wahl der neuen Leitung des Verbandes wird die Tagung ihren Abschluß finden. Am Pfingstsonntagsabend führt die Künstlerische Arbeitsgemeinschaft des Jüdischen Jugendvereins Düsseldorf „Jeremias" von Stefan Zweig auf. Hierzu hat der Dichter seine Anwesenheit zugesagt. Veranstaltungen geselliger Art, Führungen und Ausflüge umrahmen die Tagung. Israelitischer Verein für Ferienkolonien und zur Bekleidung von Schulkindern Die Anmeldungen für die Ferienkolonie Krumbach, die b a l d i g st erfolgen müssen, werden entgegengenommen: Mittwoch 3.30 bis 4.30 Uhr, Herzog-Max-Straße 5/1 Rückgebäude, ferner bei Frau Jenny Baerwald, Haydnstraße 10/2 (Tel. 51071) und bei Frau Emma Selinger, Agnesstraße 6 (Tel. 370282). Angabe des Alters und der Schule, die besucht wird, ist bei den Kindern notwendig. Von den bocksckulen Die Zahl der jüdischen Studierenden in Deutschland a) Universitäten Die soeben im Verlag von Struppe und Winckler, Berlin, erschienene „Deutsche Hochschulstatistik" für das Winterhalbjahr 1929/1930 enthält besondere Tabellen über die im Wintersemester 1929/1930 immatrikulierten Studierenden der einzelnen Universitäten und Technischen Hochschulen nach Geschlecht und Gruppen von Studienfächern in Verbindung mit der religiösen Zugehörigkeit. Den Tabellen ist zu entnehmen, daß in dem erwähnten Semester an den Universitäten des Deutschen Reiches 3824 Juden (4,21% der Gesamtzahl von 90 743 Studierenden) immatrikuliert waren. Von den jüdischen Studierenden waren 2767 männlich, davon 655 Reichsausländer, und 1057 weiblich, davon 199 Reichsausländer. Von der allgemeinen Zahl der Studierenden (90 743) waren 75 788 männlich, davon 729 Reichsausländer, und 14 955 weiblich, davon 149 Reichsausländer. Aon den jüdischen Studierenden studierten Rechswissenschaft 997 m., 167 w.; Volkswirtschaftslehre 141 m., 60 w.; Betriebswirtschaftslehre 58 m., 14 w.; allgemeine Medizin und Zahlheilkunde 967 m., 418 w.; Tierheilkunde 1 m.; Philosophie und Pädagogik 90 m., 36 w.; alte und neue Sprachen und Germanistik 154 m., 182 w.; Geschichte und Geographie 75 m., 37 w.; Mathematik und Physik 86 m., 42 w.; Chemie 90 m., 31 w.; Landwirtschaft 16 m.; sonstige Studienfächer 92 m., 70 w. An den preußischen Universitäten ist das Verhältnis das folgende: An der Universität Berlin studierten unter 14126 Studierenden 1517 (10,74%) Juden, davon 1068 m., 449 w.; Bonn unter 5257 Studierenden 133 (2,53%) Juden, 96 m., 37 w.; Breslau unter 4251 Studierenden 300 (7,06%) Juden, 231 m., 69 w.; Frankfurt a. M. unter 3665 Studierenden 329 (8,98%) Juden, 242 m., 87 w.; Göttingen unter 3715 Studierenden 32 (0,86%) Juden, 23 m., 9 n>.; Greiswald unter 1536 Studierenden 4 (0,26%) Juden, 3 m., 1 w.; Halle unter 2243 Studierenden 18 (0,80%) Juden, 12 m., 6 ro.; Kiel unter 2120 Studierenden 9 (0,42%) Juden, 8 m., 1 w.; Köln Mütoriiierte? Eleelrola Columbia Odeon Grammophon Pariopüon nsw. JHünchen 9iosenstmße'S Sfeinway & Sons I&acü kennen Tüürmer scbiedmayer nsw.