Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 6 (1930)
- Issue
- 10 (15.5.1930)
- Article
- Zum Heimgang des Bezirksrabbiners Dr. Eugen Meyer in Pirmasens
- Date
- 1930-05-15
- Page
- Seite 137 (sequence 2)
- Language
- German
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156 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung Nr. 10 Beleuchtungskörper hans endres Radio-Anlagen hochmodern und antik Augsburg, Annastraße neuester Konstruktion Das, was an ihm irdisch ist, ist nun unserem leiblichen Auge für immer entrückt. Aber sein liebes Bild lebt fort in unseren Herzen übers Grab hinaus nach der Verheißung aus dem Danielbuche: Wehamaskilim jashiru kesohar horokia umazdike horrabbim kakochowim heolom woed — „Die Verständigen werden glänzen wie der Glanz des Himmels und die, welche viele zum Heile geführt, wie die Sterne aus immer und ewig"- Am 4. Mai fand in der Synagoge zu Pirmasens eine Trauerfeier für den Heimgegangenen statt, Lei der Bezirksrabbiner Dr. Baron (Kaiserslautern) die Gedächtnisrede hielt und Kultusvorstand Dreyfuß (Pirmasens) dem Verewigten einen Nachruf widmete. Vom Verbände der Israelitischen Kultusgemeinden der Pfalz Am Sonntag, dem 27. April, fand im israelitischen Gemeindehause zu Neustadt a. d. H. die Ausschußsitzung unseres Verbandes statt. Nahezu sämtliche Ausschußmitglieder waren erschienen, unter ihnen Bezirksrabbiner Dr. Steckelmacher (Bad Dürkheim) als Vertreter der pfälzischen Bezirksrabbiner, Lehrer und Kantor Schottland (Frankenthal) als Vorsitzender der pfälzischen israelitischen Lehrer- und Kantoren-Vereinigung, Frau Tony Michel (Pirmasens) und Frau Emma Loew (Ludwigshafen) als Vorsitzende der pfälzischen israelitischen Frauenvereine. Die Rechnungsablage pro 1929, ferner der Voranschlag des Verbandes pro 1930 wurde ohne Erinnerung gutgeheißen, nachdem der Vorsitzende Kommerzienrat Albert Joseph (Landau) die zweckdienlichen Erläuterungen zu den einzelnen Positionen gegeben hatte. Allgemein wurde die Wirksamkeit unseres Gemeindeverbandes als ein philantropisches Werk angesehen, als eine unentbehrliche Stütze, Helferin und Erhalterin des wirtschaftlich hart bedrängten pfälzischen Judentums. Durch Zuruf wurden Kommerzienrat I o - f e p h (Landau) wieder zum Vorsitzenden des Verbandes, Amtsrichter Dr. Rosenberg (Frankenthal) zum stellvertretenden Vorsitzenden und Synagogenvorstand und Stadtrat Strauß (Bad Dürkheim) zum Schatzmeister gewählt. Diese drei bilden zusammen nunmehr den engeren Vorstand (§ 15 Absatz 1 der Verfassung). Am Schlüsse der Sitzung referierte Amtsrichter Dr. Rosenberg über den Entwurf der neuen Rabbinatsbezirksordnung und präzisierte zu chr unter Zusttmmung der Versammlung die Stellungnahme des pfälzischen Verbandes. Mit einem herzlichen Schlußworte des verdienstvollen Vorsitzenden Joseph und dem Wunsche, daß auch die weitere Arbeit des Gemeindeverbandes der pfälzischen Judenheit zum Nutzen und Segen gereiche, schlossen die dreistündigen harmonischen Verhandlungen. Strauß Aluklersiadt (Rheinpfalz). Der Oberlehrer a.D. Herr M. Rosenstiel, zur Zeit Vorbeter und Religionslehrer der israelitischen Kultusgemeinde Mutterstadt, konnte am 1. Mai d. I. auf eine vierzigjährige Tätigkeit innerhalb unserer Kultusgemeinde zurückblicken. Aus diesem, Anlaß fand am Samstag, dem 3. Mai, in der hiesigen Synagoge nach dem allgemeinen Gottesdienste eine kleine Feier statt. Der Bezirksrabbiner, Herr Dr. Steckelmacher, hielt eine dem Jubilar gewidmete Predigt ruck) feierte ihn als Lehrer und Erzieher. Der Vorsitzende der israelitischen Kultusgemeinde, Herr Ludwig Leopold Loeb, begrüßte die Erschienenen, besonders den Herrn Rabbiner, sowie den Bürgermeister der politischen Gemeinde Mutterstadt und dankte dem Jubilar für seine vierzigjährige aufopfernde Tätigkeit innerhalb der Kultusgemeinde und überreichte demselben mit entsprechenden Worten eine goldene Uhr mit Widmung. Der Bürgermeister der Gemeinde, Herr Weber, überbrachte mit kernigen Worten die Glückwünsche der Gemeinde und überreichte eine goldene Kette. Nachdem zwei Schülerinnen noch zwei der Feier entsprechende Gedichte gesprochen hatten, dankte der Jubilar mit bewegten Worten. Bus dem Verbände Aus dem Bezirksrabbinal Burgpreppach Hofheim i. Unterfranken, 30. April. Dank der Bemühungen des Herrn Bezirksrabbiners Dr. Ephraim und der finanziellen Mithilfe des Verbandes Israelitischer Gemeinden Bayerns konnten nach jahrelangen Unterbrechungen seit Ende September 1929, ähnlich wie in anderen Rabbinatsbezirken, Fortbildungskurse für die Kultusbeamten eingerichtet werden, die trotz , der schlechten Verkehrsverhältnisse, besonders im Winter, in sechswöchentlichen Abschnitten stattfanden. Das Arbeitsgebiet erstreckt sich aus Bibel, Talmud, pädagogische Vorträge usw. Nun haben sich vor kurzem die an den Fortbildungskursen beteiligten Lehrer zu einer Bezirkskonferenz des Israelitischen Lehrervereins zusammengeschlossen, deren Beratungen in Verbindung mit den Fortbildungskursen von jetzt an in vierwöchentlichen Abschnitten stattfinden sollen. Goldene Hochzeit Am 25. Mai begeht Lehrer Julius Rosenfelder in Aidhausen das Fest der goldenen Hochzeit. Herr Rosenfelder war in den 70er Jahren in Rodheim und Crainfeld (Hessen) angestellt. Seit 1878, also seit 52 Jahren, wirkt der Jubilar segensreich in Aidhausen und erfreut sich heute noch geisttger und körperlicher Frische. Die Gemeinde ist um ihn her züsammengeschmolzen. Aber wacker hält der Senior der aktiven bayerischen Lehrer auf seinem Posten aus. Mögen dem fast 80jährigen Jubilar an der Seite seiner Gattin noch viele Jahre in Gesundheit und Glück beschieden sein! Vereine Jüdischer Jugendverem München 1. Donnerstagabende. Leffingfaal. Beginn 20.30 Uhr. Die mit großem Interesse besuchten Abende von Herrn Lehrer M. Adler werden fortgesetzt, und zwar spricht der Referent im Zyklus „Die Juden in der Deutschen Politik" am 15. Mai über „Jüdische Sozialisten" und am 22. Mai über das außerordentlich interessante Thema: „Jüdische Politiker um die Jahrhundertwende". 2. Freitagabendfeiern finden regelmäßig Herzog-Max- Straße 3/1, Beginn 21 Uhr, statt. Alle jungen Juden Münchens, denen die Weihe eines häuslichen Freitagabends versagt ist, sind herzlich willkommen. 3. Unsere Junggruppe hat ihre Heimnachmittage jeden Samstag, Herzog-Max-Straße 3/1, und zwar: a) für die Jüngeren um 15 Uhr, b) für die Älteren um 17 Uhr. Bei gutem Wetter Sonntags Fahrten. Auskunft der Fahrtenleiter Werner Hecht, Schwanthalerstraße 53. 4. Unsere Tennisgruppe hat ihre Tättgkeit wieder ausgenommen. Auskunft beim Gruppenleiter Dr. Wellisch, Holbeinstraße 6/0. 5. Wanderungen. Sonntag, 11. Mai: Deining-Kraxenbichl. Treffpunkt: 8.55 Uhr Jsartalbahnhof. Sonntagskarte Ebenhausen. Preis 1.50 RM. Am gleichen Tage Treffahrt der bayerischen Jugendvereine in Treuchtlingen. Abfahrt: 6.25 Uhr Hauptbahnhof. Preis: Sonntagskarte 7 RM. Sonntag, 18. Mai: Grafrath-Wörthsee-Seefeld. Treffpunkt: 8.25 Uhr Hauptbahnhof, äußere Uhr. Sonntagskarte Grafrath. Preis 1.70 RM. (Badesachen.) Fortsetzung Seite 159 MW TÖLZ " ' '' Park-Hotel: Kurpension Keim: Modern / Behaglich / Bequem / Kaffee / Restaurant / Bierklause / 5-Uhr-Tee / Tanzabende Fernruf 99 und 109 Streng rituell unter Aufsicht Sr. Ehrw. Herrn Rabbiner Dr. Ehrentreu, München, bietet Ihnen bei mäßigen Preisen das Beste an Unterkunft und Verpflegung. Fernruf 516 205547