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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1930-03-01 · 5 (1.3.1930) · p. Seite 67

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
6 (1930)
Issue
5 (1.3.1930)
Article
Antisemitische Angriffe auf die Erklärung der bayerischen Rabbiner zum Talmudprozess
Date
1930-03-01
Page
Seite 67 (sequence 1)
Language
German
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Nr. 5 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 75 liaimann seit 1845 Hai mann Um Scöillerbenkmal Das Haus der guten Selben haitnarm feit 1845 Antisemitische Angriffe ans die Erklärung der bayerischen Rabbiner zum Talmudprozeß. Wie wir erfahren, hat sich die Bayerische Rabbinerkonferenz in ihrer letzten Sitzung mit den in einer antisemitischen Zeitschrift erschienenen Angriffe auf die Erklärung der bayerischen Rabbiner zum Talmudprozeß befaßt. Sie ist zu dem Ergebnis gekommen, daß die Angelegenheit durch die richterliche Entscheidung und durch die Erklärung der Rabbiner als den allein sachkundigen Instanzen ausreichend geklärt ist und daß es unter der Würde der Rabüinerkonferenz ist, sich mit derartig unsachlichen und gehässigen Angriffen weiter auseinanderzusetzen. Bus der Gemeinde München Lehrkurse der Kultusgemeinde München Programm März—April 1930 I. Dr. W. Eliasberg: Not und Fürsorge. Mittwoch, 5. März und Mittwoch, 12. März 20,15 Uhr, Bibliotheksaal, Herzog-Max- Sttahe 7. (Die ursprünglich auf Mittwoch, 26. Februar und Mittwoch, 5. März, angesetzten Vorträge mußten wegen Verhinderung der Vortragenden um eine Woche verlegt werden.) II. Kantor A. Müller: Von synagogaler Musik in westen und Osten (mit Vorführung von Schallplatten). Dienstag, 11. März 20.15 Uhr. Rheinischer Hof, Bayerstraße 21. III. Sseder-Abend und Pessach-Haggadah. Ein Vortragszyklus. 1. Abend. Donnerstag, 20. März 20.15 Uhr, Kunstgewerbehaus, Pfandhausstraße 7. Th. harburger: Die bildende Kunst am Sfederabend (mit Lichtbildern). 2. Abend. Donnerstag, 3. April 20.15 Uhr, Kunstgewerbehaus. Pfandhausstraße 2. Rabbiner Dr. L. Baerwald: Wie entstand unsere Pessach-Haggadah? 3. Abend. Donnerstag, 10. April 20.15 Uhr, Kunstgewerbehaus, Pfandhausfttaße 7. a) Rabbiner Dr. Finkelscherer: Der Ritus des SsederAbends. d) Prof. E. kirschner: Die Melodien des Sseder-Abends. VI. Geh. Rat Prof. Dr. w. Silberschmidt: Das Arbeitsrecht in Bibel und Talmud. Mittwoch, 26. März 20.15 Uhr, Bibliotheksaal der Gemeinde, Herzog-Max-Straße 7. Etatberatung der Münchener Gemeindevertretung Tagesordnung der Sitzung der Gemeindekollegien vom 19. Februar, die zugleich Sitzung des Vorstandes als Steuerverbandsvertretung bildete, waren die Jahresrechnung 1929 und der Haushaltplan 1930. Der Vorsitzende, Rechtsanwalt Dr. Ernst Wilmersdoerffer, verliest den Bericht des Reoisionsausschusses, wonach die Jahresrechnung geprüft und in Ordnung befunden wurde. Zur Jahresrechnung 1929, die im „Amtlichen Anzeiger" dieser Nummer veröffentlicht ist, gibt Justizrat Dr. Elias Straus ausführliche Aufschlüsse. Die Jahresrechnung wird durch Beschluß der Gemeindevertretung und des Vorstandes genehmigt und dem Vorstand Entlastung erteilt. Zum Haushaltplan 1930 führt Justizrar Dr. Straus aus, daß mindestens mit 20 Prozent Verringerung der Einnahmen zu rechnen sei; darauf weisen bereits die beträchtlich verminderten Einnahmen feit 1. Januar 1930 deutlich hin. Die sozialen Leistungen der Gemeinde können bei der steigenden Not nicht vermindert werden. Der Entwurf für den Etat 1930 zeige die Einsparungen im einzelnen. Der Voranschlag, der vom Vorstand genehmigt sei, schließt mit einer Endsumme von RM. 646 320.—. Bei der Spezialberatung werden die Einzelposttionen (des im „Amtlichen Anzeiger" dieser Nummer veröffentlichten Haushaltungsplanes 1930) ausführlich durchbesprochen. Zur Positton „Landheim Wolfratshausen" führt Kommerzienrat Dr. Ludwig Wassermann aus: Das Landheim Wolfratshausen muß unbedingt erhalten bleiben. Die Ausgabe der Gemeinde ist nicht damit erschöpft, dem Kuratorium die Aufgabe zu stellen, das Defizit zu decken: der Gemeinde obliegt eine dauernde Sicherung der Anstalt. Zu diesem Zwecke müssen auch in einer weiten Öffentlichkeit alle Kräfte mobil gemacht werden. Es ist zu überlegen, ob die Anstalt nicht auch für Zwecke der Altersversorgung besser ausgenützt werden kann. Zu der Position XI, Zuschuß für Ohel Jakob, entwickette sich eine lebhafte Debatte. Justizrat Dr. Max Feuchtwanger wiederholt den Antrag von Ohel Jakob, den Zuschuß auf RM. 15 000.— zu erhöhen. Ohel Jakob unterhält seit Jahren eine jüdische Volksschule. Diese Schule wird von etwa 140 Kindern besucht, von denen 55 weder den orthodoxen, noch den ostjüdischen Kreisen angehören. Ein Drittel aller jüdischen Kinder der betteffenden Attersklasse besucht die jüdische Volksschule. Die Entwicklung hat dazu geführt, daß auch die Ausgaben sich beträchtlich erhöht haben. Die Schule wird von allen Kreisen der Gemeinde beschickt. Die letzte Bewilligung Stou=wero-< i SCHOKOLADE-PRALINEN "

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