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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1930-01-01 · 1 (1.1.1930) · p. Seite 9

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
6 (1930)
Issue
1 (1.1.1930)
Article
Ehrung für Rosalie Perles
Date
1930-01-01
Page
Seite 9 (sequence 2)
Language
German
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Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 9 Nr.1 Reisebüro I Versicherungsbüro Erledigung aller Reiseangelegenheiten. Eisenbahnfahrkarten, I Versicherungen jeder Art zu vorteilhaften Prämien und Bedin- Schifiskarten, Flugkarten usw. nach allen Weltteilen I gungeh bei ersten Gesellschaften des In- und Auslandes Fernsprecher 101 und 1201 UltlCUUff & GriRlRlf AUCJSbUrg C 9/10 Drahtanschrift: Nordlloyd larin in unserer Mitte zum Ausdruck. Zum Zeichen davon Habe er namens der Gemeinde an Frau Rosalie Perles in Königsberg ein Glückwunschschreiben und ein kleines Geschenk, ein Münchner Landschaftsbild, übermittelt. Die Ausführungen des Redners wurden allerseits von den Kollegien mit herzlichen Beifall begleitet. 5lus der Semeinde München Sitzung des Vorstands und der Semeindevertrelung der kullusgemeinde München lvom 19. Dezember 1929 über die Neubesetzung der Ausschüsse und über die Ernennung der Beauftragten der Gemeinde, ferner über das Ergebnis der Ergänzungswahlen zum Gemeindevorftand für die Wahlperiode 1950 bis 1952 geben die in diesem Heft abgedruckten Bekanntmachungen Auskunft. Über die Ehrung von Frau Rosalie Perles zu ihrem 90. Geburtstag ist an besonderer Stelle berichtet. In vertraulicher Sitzung wurde die Anstellung einer neuen Lehrkraft für den Religionsunterricht behandelt. Die Richtlinien, die Herr Iuftizrat Dr. Elias Straus für die Ausstellung des Gemeindeetats 1950 gab, zeigten eine künftige, bestimmt voraussehbare wesentliche Minderung der Einnahmen infolge Rückganges des direkten Steuerertrages. Dieser Rückgang müsse vorsichtshalber mindestens mit 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr schätzungsweise angesetzt werden, wenn man darüber einig sei, daß eine Erhöhung des prozentualen Zuschlags zur Reichseinkommenfteuer nicht erfolgen solle. In der Ausgabenwirtschaft sei darnach äußerste Sparsamkeit nicht zu vermeiden. Erst nach Beratung der einzelnen Etatpoften durch die Ausschüsse könne über die Ausgabenminderung eine Übersicht geschaffen werden. Bei den sozialen Ausgaben sei eine Minderung nach der allgemeinen Lage nicht möglich. Der gegenwärtige Kassenbeftand ist befriedigend. Die Steuereingänge des Jahres 1929 werden den veranschlagten Betrag um ein Geringes überschreiten. In der Aussprache nahm nur Herr Kommerzienrat Dr. Ludwig Wassermann das Wort und erklärte im wesentlichen sein Einverständnis mit den vorgetragenen Etatrichtlinien. Eine Erhöhung des Steuerzuschlags komme nicht in Frage. Neu Ausgabebewilligungen seien strikte zu vermeiden; jeder Ausgabe- Posten muß mit größter Entschiedenheit auf Einsparungsmöglichkeiten sorgfältig angesehen werden. München, den 26. Dezember 1929. Die Frau des Münchener Rechtsanwalts Dr. Fritz Silber in München, Tochter des Kaufmann Moritz Gundersheimer, ist am 26. Dezember (24. Kislev) von drei Knaben (Drillingen) entbunden worden. Mutter und Kinder befinden sich wohl. Unsere herzlichsten Wünsche! Wohlfahrtspflege - Ein wichtiges Buch Die soeben von dev Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden herausgegebene Schrift: Wohlfahrtspflege und Sozialpolitik ein Führer durch die wichtigsten deutschen Gesetze zum Handgebrauch für die jüdische Wohlfahrtspflege von Dr. Mar Kreutzberger Schriften der Zentralwohlfahrtsftelle der deutschen Juden, Nr III, will einem in der jüdischen Wohlfahrtspflege stark empfundenen Mangel abhelfen, indem sie die wichtigsten deutschen Gesetze der Wohlfahrtspflege und Sozialpolitik systematisch für die Handhabung und Anwendung in der jüdischen Wohlfahrtspflege darstellt. Von besonderer Bedeutung ist ein dem Führer' beigegebener Anhang, der an Hand praktischer Beispiele Fingerzeige für die Anwendung bestimmter Gesetzesvorschristen bei Sonderftagen der jüdischen Wohlfahrtspflege gibt. Die jüdische Wohlfahrtspflege wird sich in noch erhöhtem Maße innerhalb der öffentlichen und freien Wohlfahrtspflege bewähren können, wenn sie, mehr noch als bisher, die Methoden und Mittel zur Erfüllung ihrer Sonderausgaben vollständig beherrscht. Hierzu will die neue Schrift als praktisches Werkzeug beitragen. „Neue Formen jüdischen Wirtschaftslebens" Augsburg, 16. Dezember. Die Gesellschaft „Ort" veranstaltete einen Vortragsabend in Augsburg im Hotel „Drei Mohren" unter dem Vorsitz des Kommerzienrates Albert Dann. Der Generalsekretär des Ort, Dr. Michael Traub sprach über das Thema „Neue Formen jüdischen Wirtschaftslebens". Zahlreiche Mitglieder der Jüdischen Gemeinde folgten mit Interesse den Ausführungen des Redners. Die instruktiven Ausführungen fanden starken und ungeteilten Beifall. An der regen Diskussion nahmen u. a. die Herren Rittergutsbesitzer Gustav Einstein und Kommerzienrat Dann teil. Die Redner traten wärmftens für die Unterstützung der Ort-Bestrebungen ein. Sämtliche Mitglieder des im Anschluß an den Vortrag gegründeten Lokalkomitees haben sich für die Werbeaktion, die sofort mit sehr gutem Erfolge eingesetzt hat, zur Verfügung gestellt. Dem Komitee gehören an Iuftizrat Dr. ^UüoniioHa% Elecfrola Columbia Odeon Parlopbon osw. ^München Rosenstraße 5 Sieinway & Sons Ibacb Fearicb Tbürmer scbiedmayer usw.

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