Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 6 (1930)
- Issue
- 1 (1.1.1930)
- Article
- Ein neues Quellenwerk über die Lehren des Judentums [Rezension]
- Date
- 1930-01-01
- Page
- Seite 8 (sequence 2)
- Language
- German
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8 Bayerische Israelitische Gememdezektung Nr. 1 ist den Lehren der christlichen Religionen gewidmet. Es ereignet sich hier vielleicht seit dem viel befehdeten „Nizachon" von Lipmann Heller aus Mühlhausen um 1400 (siehe Graetz, Bd. VIII, Seite 71 f.) zum erstenmal wieder, daß in einem jüdischen Werk unbefangen und klar von den christlichen Dogmen, der Trinitätslehre, von der Lehre derMenschwerdung des „Gottessohnes" usw. die Rede ist. Daß dies in der taktvollsten und doch entschiedensten Art vom Standpunkt der abweichenden jüdischen Lehre geschieht, versteht sich bei Verfassern wie Baeck, Max Wiener, Pick u. a. von selbst. Die Abschnitte über den Einfluß des Judentums auf die Weltkultur führen nicht nur die große Reihe glänzender äußeren Erfolge vor, die von der eindringlichen propagandistischen Kraft jüdischer Lehren zeugen, sondern bringen vor allem die überraschende Fülle anonymer unterirdischer Einflüsse des Judentums auf die Tochtereligionen, ferner die engen Zusammenhänge der grundlegenden jüdischen religiösen Systeme mit den Werken der Kirchenväter und Scholastiker, etwa die weit reichende Einwirkung von Maimonides auf Thomas von Aquin. Auf Einzelheiten sei hier verzichtet. Hier sollte nur auf die besondere Wichtigkeit der drei — im Preise sehr billigen — Bände hingewiesen werden. Für den deutschen Juden, der geneigt ist, sein allgemeines und spezielles Wissen immer wieder von der jüdischen Seite her zu ergänzen, liegt hier ein unentbehrliches Nachschlagewerk vollendet vor. L. F. Dank kür Rechtsanwalt vr. Eugen Schmidt Mit dem 1. Januar 1930 hat der bisherige Redakteur Dr. Eugen Schmidt die. Schriftleitung unserer Gemeindezeitung niedergelegt, um sich einem größeren beruflichen Wirkungskreis zu widmen. Die Kollegien der Kultusgemeinde München wie die des Verbandes Bayerischer Israelitischer Gemeinden sprechen Herrn Dr. Eugen Schmidt auch von dieser Stelle aus herzlichen Dank für seine ausgezeichnete Tätigkeit in den letzten fünf Jahren seit Bestehen der Gemeindezeitung aus. Die ersten fünf Jahrgänge von 1925 an haben unserem Blatte einen festen Grund gelegt; sie sind außerdem für unsere jüdische Gemeinschaft die Quellen des Rechts, das sich in den letzten 10 Jahren so bedeutsam entwickelt hat. Die Wünsche von Herrn Rabbiner Dr. Baerwald in dem Geleitwort zu der ersten Nummer vom 27. Februar 1925: „Ziehe einher für Wahrheit und Recht" sind unter der Schriftleitung von Herrn Dr. Eugen Schmidt erfüllt worden. Im Sinne dieses Geleitwortes soll die Gemeindezeitung auch weiter geführt werden. Israelitische Kultusgemeinde München Verband Bayerischer Israelitischer Gemeinden. Ehrung kür Nosalie perles In der Sitzung des Vorstandes und der Gemeindevertretung am Donnerstag, dem 19. Dezember 1929, gedachte Herr Oberftlandesgerichtsrat Dr. Neumeyer in warmen Worten des 9O. Geburtstages von Rosalie Perles, der allerseits verehrten Lebensgefährtin unseres verewigten im Jahre 1894 gestorbenen Münchener Rabbiners Dr. Joseph Perles. Der Redner brachte die Anhänglichkeit und Treue der Israelitischen Kultusgemeinde in München im Gedenken an das segensreiche Wirken der Iubi- Stets neueste Modelle EISENWERK FRIEDRICH SCHWEITZER MÜNCHEH W Inh.; Dipl.-Ing. Karl Mohr Elsenheimerstraße 32, Telephon Nr. 61843 Abteilung Geldschranku.Tresorbau Fabrikation modernster Kassen-, Bücheru. Effektenschränke Mauersc kränke Ro Ifalousienschränke Zahlhauben Geschäftskassen und Kassetten REPARAT UREN Wäscherei der Münchener Hausfrau Landwehrstraße 57/59 Rgb. Telephon 596858 Zweigstellen: 1 Haushaltwäscherei ■ „Apollo“ Dachauer Straßei 9 Rgb. Telephon 525 53 2 Baaderstraße 13 ■ Telephon 25702 3Gabelsbergerstr. 103 ■ Telephon 5 96491 Caf6 Wintergarten Franz Schnabel Vollständig neu renoviert (m. Parkettboden) neu eröffnet Nachmittags-Konzert / Abends Tanz Kapelle Jos6 Zangelas Zivile Preise / Kein Weinzwang / Kein Eintritt Tassen und Portionen Kaffee werden verabreicht