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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1929-12-15 · 24 (15.12.1929) · p. Seite 411

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
5 (1929)
Issue
24 (15.12.1929)
Article
Kinder-Chanukkahfest
Date
1929-12-15
Page
Seite 411 (sequence 1)
Language
German
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Nr. 24 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 411 Ihr Zuhause Hotel Bayerischer Hoff W WM , W MW gm ■ > WMMW I VsstsIIsn 3ie bitte IH rechtzeitig. Fernruf 22 Kinder-Lhanukkahfest. Mittwoch, den 18. Dezember, pünktlich 4 Uhr, veranstaltet der Jüdische Kindergarten im Lessingsaal, Herzog- Rudolf-Straße 1/0, sein Chanukkahfest. Da nur eine beschränkte Anzahl Platz haben wird, werden die Interessenten gebeten, sich Karten vorher im Kindergarten zu holen. Täglich 9—12 Uhr, Herzog- Rudolf-Straße 1/1. Erwachsene RM. 1.—, Kinder 50 Rpf. kullurverein 3. L. Perez, München 3üd. Kulturverein 3. L. Perez und Gesamtausschuß der Oskjuden, München Wir weisen darauf hin, daß unser diesjähriger großer Chanukka- Theaterabend am Sonntag, den 29. Dezember, im Goethesaal, Leopoldstraße 46a, stattfindet und ersuchen die Vereine, bei geplanten Veranstaltungen dieses Datum zu berücksichtigen. Zur Aufführung gelangt das neueste Lustspiel von Reisen: „Die guten Brüder", einige der schönsten jüdischen Volkslieder werden inszeniert in Begleitung von Chor und Orchester und anderes mehr. Am Sonntag, dem 22. Dezember, nachmittags 2 Uhr, findet in Würzburg im Saale des Bahnhofhotels ein Bundestag statt, zu welchem alle gesetzestreuen Juden willkommen sind. Programm: 1. Begrüßung durch den Vorsitzenden; 2. Vortrag des Herrn Bezirksrabüiners Dr. Hanover (Würzburg): „Das traditionelle Judentum im Rahmen seiner heutigen Umwelt": 3. Vortrag des Herrn Präparandenlehrers Hirnheimer (Höchberg): „Die ethische und religiöse Bedeutung der Speisegesetze". Die Vorstandschaft des Bundes gesetzestreuer Gemeinden Bayerns Bezirksrabbiner Dr. Stein, 1. Vorsitzender 3ugendring, München. Am Montag, dem 9. Dezember, sprach Adolf Gellmann über die Grundideen des Judentums. Er führte vor allem aus, daß es für einen Jugendring besonders notwendig sei, in den Geist des Judentums einzudringen. In der anschließenden Aussprache über organisatorische Grundfragen kam man zu dem Ergebnis, die Abende vorläufig ausfallen zu lassen. Denn, wie sich herausstellte, ist einerseits die Arbeit in den einzelnen Organisationen so intensiv, anderseits wird in München so viel geistig Wertvolles geboten, daß eine rein geistige Arbeit in einem Jugendring keine wesentlichen Vorteile bieten könnte. Was aber trotz allem die Grundidee des Jugendrings betrifft, nämlich gegenseitiges Näherkommen und Zusammenarbeiten von Menschen verschiedener Einstellung, so bleibt diese selbstverständlich weiter bestehen und wird auch wieder konkretere Formen annehmen, sobald ein gemeinsames Jugendheim geschaffen wird. Ferner wird bis dahin ständig ein kleiner Kreis von geistig interessierten Menschen Zusammenarbeiten. Schriftliche Anmeldung an Walter Koschland, Pettenkoferstraße 4. Außerdem ist geplant, Ostern 1930 ein gemeinsames Lager aller am Jugendring beteiligten Organisationen zu veranstalten. Delegierlenlagung des Landesverbandes Bayern des Verbandes der 3üdischen 3ugendvereine Deutschlands Am 1. Dezember fand in Regensburg die Delegiertentagung des Landesverbandes Bayern statt. In der Begrüßungsansprache des Tagungsvorsitzenden, Herrn Dr. Leo Meyer (Regensburg), kam das tiefe Bedauern des bayerischen Landesverbandes zum Ausdruck über das Ausscheiden seines bewährten Führers, Rabbiner Dr. Rülf, der berufshalber seinen Wirkungskreis Bayern verlassen mußte. Es folgten die Ansprachen der erschienenen Ehrengäste (Vertreter des Verbandes Bayerischer Israelitischer Gemeinden, der israelitischen Kultusgemeinde Regensburg, des Frauenvereins Regensburg, der Ortsgruppen des Centralvereins und des Reichsbundes Jüdischer Frontsoldaten und des Rabbiners von Regensburg). Im Mittelpunkt der Tagung stand das Referat von Dr. Keßler (München): „Jüdischer Aktivismus". Der Referent legte die Arbeitsmethoden und Arbeitsmöglichkeiten im Verband und damit auch für den einzelnen Bund dar. Als Arbeit im Innern nannte er Vereins- und Vortragsabende, Arbeitsgemeinschaften, körperliche Betätigung und Feiern (Freitagabende, jüdische Feste, Gedenktage, gesellige Abende). Arbeit nach außen könne geleistet werden durch geeignete Aufklärung der Außenwelt zur Abwehr des Antisemitismus, Zusammenarbeiten mehrerer benachbarter Vereine, Gedankenaustausch und Besprechungen der Führer verschiedener Vereine, Jnteressierung von Ewachsenen für die Jugendbundarbeit und eventuelle Herbeiziehung derselben zu passiven Mitgliedern, Fühlungnahme mit anderen jüdischen Gemeinschaften. Die darauffolgende Generaldebatte brachte zwar einige Anregungen und Ergänzungen, ließ jedoch im allgemeinen ihre Art als Diskussion über das Referat, als die sie doch gedacht war, vermissen. Nach kurzer Mittagspause erstatteten die Delegierten der einzelnen Vereine ihre Tätigkeitsberichte. Als grobe Pflichtvernachlässigung muß gerügt werden, daß einige Delegierte anstatt bei der Tagung zu erscheinen und ihre Berichte abzulegen, sich an einer Führung durch Regensburg und nach der Walhalla beteiligten. Jda Dittmann erstattete den Geschäftsbericht des Landesverbandes. Von dem Kassenüberschuß werden an die bayerischen Vereine Kulturzuschüsse im Betrag von 20—30 RM. abgegeben. Der neugewählte Landesverbandsausschuß unter dem Vorsitz von Dr. Keßler (München) setzt sich zusammen aus Dr. Heilbronn (Nürnberg), Dr. Leo Meyer (Regensburg), Dr. Wellifch (München), Dr. Reichenberger (Jchenhausen), Liebermann (München), Jda Dittmann (Bamberg), Steffi Braun (Nürnberg). Hervorzuheben ist, daß in Liebermann die bayerischen Jugendgruppenführer einen Vertreter in den Ausschuß entsandt haben, und daß mit Steffi Braun die Jugend sich den zweiten Sitz im Ausschuß sicherte. Ein besonderes Lob dem Regensburger Bund für seine treffliche' Vorbereitung und Durchführung der Tagung und für seine gastliche Ausnahme, sowie der Regensburger Kultusgemeinde, die in so aufmerksamer Weise für das leibliche Wohl aller Tagungsteilnehmer sorgte! Rolf Kleemann (Nürnberg) Cenlral-Verem deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens Ortsgruppe München Die Firma T. Miller, München, Färbergraben 8 (Inhaber: Kurt Baerwindt), versendet Reklamezirkulare mit dem Stempelaufdruck: „Eine ernste Mahnung: Christen kauft bei Christen!" An dem Geschäft der Firma Fritz Hornschuch, Weingroßhandlung, hier, Klenzestraße 39, ist ein Schild angebracht, das folgende Aufschrift trägt: „Offerten finden nur Berücksichtigung, wenn sie schriftlich eingereicht werden; solche jüdischer Firmen und jüdischer Vertreter verbeten." kadimah, München. Das Programm unserer Chanukkahf e i e r, die bekanntlich am 21. Dezember um 20 Uhr im Cherubinsaal (Hotel Vier Jahreszeiten, Eingang Marstallstraße) stattfindet, bietet folgendes: I. Johann Philipp Krieger: Entree, Menuett und Pasaccaglia aus „Lustige Feldmusic" (1704); Ansprache des Leipziger Führers Albert Salzer; Singspiel, aufgeführt von den Mädchengruppen; Melodram, Legende um Hagar; „Chanukkah im Bild", dargestellt von den Mädchengruppen. II. „Der Jüdische Pfadfinder" oder „Improvisationen im Dezember", Aufnahmen zu einem Großtonsilm; Johann Sebastian Bach: Einleitung und Schlußchor aus der Bauernkantate (1742). Karten zu RM. 1.— für Erwachsene und zu RM. —.50 für Jugendliche sind in der „Ewer"-Buchhandlung (womöglich zwischen 12 und 14 Uhr) zu haben. 3sraelitische Volksschule Wir verweisen auf die in der letzten Nummer der Gemeindezeitung erschienene Anzeige der Israelitischen Volksschule, in welcher die Chanukkahfeier der Israelitischen Volksschule Sonntag, den 2 2. Dezember, 5)4 Uhrnachmittags, im Cherubinsaal des Hotels Vier Jahreszeiten angekündigt wurde. hans endres Radio-Anlagen hochmodern und antik Augsburg, Annastraße neuester Konstruktion 37882020

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