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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1929-11-01 · 21 (1.11.1929) · p. Seite 345

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
5 (1929)
Issue
21 (1.11.1929)
Article
Inhalt
Date
1929-11-01
Page
Seite 345 (sequence 1)
Language
German
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KachrLchtenblatt öer Israelitischen Kultuügemeinüen in München unü Augsburg unü ües VerbanöeS Bayerischer Israelitischer Gemeinöen Erscheint am 1. unü r5. jeüen Monats. — Vxrlag: B. Heller, München, Sezugsprrts für nicht elngewtesene Vezietjer: Reichsmark 4 S0 für öas pltnganserstra-r 64/ Zernruf 7Z^ö4 unü 73661/ Postscheck München 39*7* Aahr. Anzeigenpreis: Die 4 gespaltene Millimeter-Zeile 40 Retchspfennig Schrtstleitung: Vr. Eugen SchmtÜt^ Rechtsanwalt in München, Karlstrahe 6, Zomilienanzeigen, Stellengesuche unü ähnliche Angebote T5 Relchspfennig 'W München, t. November Nr. &1 Inhalt: Habima — Gedenkmünze auf Moses Mendelssohn — Land- ' Aschaffenburg am 30. Juni und "t. Juli 1929 — Aus dem Verbände richter und Rabbiner — Protokoll der Verhandlungen der siebenten —Aus der Gemeinde München -.Vereine — Personalia Tagung des Verbandes Bayerischer Israelitischer Gemeinden in Kabima Zum öastsplk! des hebräischen Theaters;Hahima" vom jj. bis-sS. November in den ,Münchener Kammerspielen im Schauspielhaus" Die „Habima" ist uns Münchenern nicht mehr fremd, so wenig wie sonst einem Publikum in den meisten Kulturländern. Schon im Februar des vergangenen Jahres hat ne vor uberfüllten Häusern Proben ihrer überragenden Kunst gegeben. Damals schrieben HWas'"än 'hin Spiel der Habima besonders auffällt, ist ihre Kupst des Cn> di,e^nicht.nur das Ergebnis von Schulung und Technik ist, sondern der Ausdruck einer starken inneren Zusammengehörigkeit. Daß dieser Truppe das Starwesen fehlt, daß heute ein Schauspieler eine Nebenrolle vertritt, der gestern eine Hauptrolle svielte, ist nur ein äußerer Beleg hierfür." Inzwischen hat der Weg der Habima dahin geführt, wohin er notwendig führen mußte: nach Palästina. Hier, im Lunde der lebendigen hebräischen Sprache allein, konnte sie hoffen, eine vollkommene Resonanz für ihr künstlerisches Schassen zu gewinnen. Ergreifend klingen die Berichte über die im Frühjahr 1928 begonnene Tournee nach Palästina. 70 OOO Zuschauer kamen zu diesen Aufführungen bei ungefähr 150 000 jüdischen Einwohnern. Nicht nur in den OTu! drei Bildern Davids Krone. — Tamar: A. Nomina k, H if Städten, auch in den ländlichen Kolonien spielte die Habima, wo oft, dürftig genug, aus rohen Brettern die 'Bühne gezimmert .wurde und die Bänke aus gepreßten Heubündeln bestanden. Von weit her kamen die 3tu t ten Thi die Zeit der Amsülwtntgen in der Oka he der Bühne. Ganze Dörfer blieben die Obacht über allein und durch.das..Pos. wurdeeine Frau dazu bestimmt, die .minder zn bebnten. Arbeiter eilten vott ihrer Akkordarbeit nnttags weg, um zu der: Vorstellungen rechtzeitig zn konnnert. Das hebräische Tbeater blickt heute aus einen langen Weg zurück. An der Wiege der ügabinur in Bialtsttock, wo sie int Jahre! 9! 0 zu nt ersten ORalc das Stück ,,Maze!-Tow" von Scha- 10 nt Aleichent anfgefülnu hat, stand als ihr Vater und. Begründer Na hum Zentach. Vorübergehend löste sich die Truppe infolge widriger äußerer Umstände aus. Int Jahre 1916 spricht Zentach bei Stanislawski, dem berühmten Leiter des Moskauer künstlerischen Theaters vor nnb erbittet seinen Rat. Stanislawski fordert an Stelle der bisherigen Wandertruppe eine planmäßige Studiobühne nach seinem

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