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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1929-10-01 · 19 (1.10.1929) · p. Seite 310

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
5 (1929)
Issue
19 (1.10.1929)
Article
Tage der Umkehr
Date
1929-10-01
Page
Seite 310 (sequence 2)
Language
German
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310 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung Nr. 19 Erinnerung an diese Abkehr. Deshalb werden wir alle romantische Verklärung des indischen Mittelalters ablehnen. Ebenso wie das christliche ist eö unwiederbringlich „vergangen". Wohin führt dann der Weg? Wir kennen nur seinen Endpunkt, dem die Umkehrenden heute fast alle so fern sind. Das letzte Ziel der Umkehr muß im Judentum stets Gott, muß ein religiöses Judentum sein. Die Kräfte unserer Vergangenheit werden dahin führen. „Nach dem Gesetz, nach dem du angetreten ...." Der Midrasch erzählt von der Wirkung der Umkehr: Wenn der Mensch sich nur vornimmt umzukehren, sogleich steigt er bis zu Gott selbst auf. So spricht der Prophet: „Kehre um, Israel, bis hin zum Ewigen deinem Gotte!" Die Umkehrenden stehen nach talmudischer Auffassung höher als jene, die sich nie von Gott enfernt haben. Gott ruft uns zu: „Fri^e, Friede Len Fernen und den Nahen!" Erft den Fernen, und dann den Nahen Seinen Frieden! Vereschith - Um Ulifang 1. Tag Und ihr Wandel ward nicht berührt. Und die Erde war ein Tohu-Wabohu, und ihre Stete nicht erschüttert, und waren doch Allein-Erschauer schrecklich und finster. Und Gtt. war mitten darin. alles Werdens! Und das Tohu-Wabohu, das Schreckliche 2. Tag und die Finsternis lasteten in Ihm. Und das Licht war gesammelt zum Tag, Und Er suchte nach etwas, und die Finsternis gefesselt wovon Er nicht wußte, zur Nacht. und Er wußte nicht, Und Gttö. Schauen ließ ab daß Er suchte. von Tag und von Nacht, und erfaßte die Nebel, Und Er stand mitten im Wirren der Nebel > die wirrten, und die da füllten und im Lärmen der Wasser, den Tag und die Finsternis war so schwer. und füllten die Nacht. Da preßte sich seine Qual zusammen Und bewußt war Gtt.; und seinem Munde entströmte das Fühlen, die plötzliche Erkenntnis: das abgezwungen werden müsse „Es werde Licht!" ein Raum, Und seine Arme drückten der ffei sei und rein, die Dunkelheit nieder, von dem abfielen die Wasser und die Helle stand darüber. und entfliehen die Nebel. Und Er erschaute die Helle So ward der Wirrnis Lösung und der Strom einer Erfüllung Er inne in sich, erfaßte Ihn. Und trug sie nach außen. Denn es ward der Raum. Und Er bannte die Finsternis von dem Licht, Schwere gab Er Wassern, daß sie nicht wieder sie sanken, eins werden konnten. und Flüchtigkeit den anderen, Entsprungen war der Finsternis sie stiegen. - das Licht. Und Klare stand zwischen beiden. Doch ein Eines ist das Licht und ein Eines die Finsternis. So ward der Raum. Wandelnde aber Und anders ward er stetig in einem Kreise als das Licht. sind sie beide, Und ein Mächtiges 1 Ablösende stetig ist die Ausdehnung. eines das andere. Mitten steht sie .,MIINIIIIIIIIlIttI>II>IIIIIIIIIIIIIIIIIIl>IIII>III>IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII,,IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIlIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIlIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIlIlIIIlIII>I>IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIlllIIlIllllIIllIlllll!I>lllllIIIIIIIlI>>>I>III»IIMIII»IMI>»Il»»»»»I»»»»»»»»»»»»»U'. ÄS KUNST-GEWERBEHAUS SÄ 'mil!lllll!lllllIIIIIIIII!llllllllllllllllllimimilllllllll!l!!l!lllllllllllIIIIIII!lllllllllllllllllllllIllllllllllllllllllllllllllllllIIIIIIIIIIIIIIIIIiniI!IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIinillillllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllIlllllllll!l!IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIllillllllllIIIIIIIIIIIIIIIIIII!llll!IIIIr

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