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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1929-09-01 · 17 (1.9.1929) · p. Seite 279

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
5 (1929)
Issue
17 (1.9.1929)
Article
Kempten
Date
1929-09-01
Page
Seite 279 (sequence 1)
Language
German
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Nr. 17 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 279 Kempten. Der Vorstand der hiesigen israelitischen Kultusgemeinde, Herr Sigmund U l l m a n n, seierte am 30. Juli seinen 73. Geburtstag. Ein Leben, reich an Arbeit, liegt hinter ihm. Von dieser Arbeit galt neben seiner Tätigkeit für die Kultusgemeinde ein Hauptteil dem Gemeinwesen der Stadt. Diese Arbeit füllte sein Leben aus von dem Tage, da er als Magistratsrat und später als Stadtrat gewählt wurde. Hier fand er besonders als Mitglied des Finanzausschusses, des Bibliothekausschusses und des Sparkassenausschusses Gelegenheit, sein reiches Wissen in den fruchtbarer: Dienst der Stadt zu stellen. Im Jahre 1925 nach Ablauf seiner Wahlperiode schied er aus dem Stadtrat aus, war aber trotzdem noch in einzelnen Ausschüssen weiter tätig. Erst im Februar dieses Jahres stellte er mit Rücksicht auf sein Alter seine Ehrenämter zur Verfügung des Stadtrates und zog sich in den wohlverdienten Ruhestand zurück. Der Stadtrat hat seinem früheren fleißigen Mitarbeiter und Berater ein überaus herzlich gehaltenes Glückwunschschreiben mit dem Stadtwappen gerahmt und einem Blumenarrangement übersandt. Pirmasens Oberlehrer A. Michel, hier, ist nach 39jähriger Wirksamkeit in hiesiger Stadt und 46jähriger Gesamttätigkeit im Dienste der Jugendbildung infolge Erreichung der Altersgrenze in den wohlverdienten Ruhestand getreten'. Oberlehrer Michel führte während seiner ganzen Dienstzeit eine allklassige, in den meisten Jahren starkbevölkerte. Schule. Außerdem amtierte er über drei Jahrzehnte als Religionslehrer an sämtlichen hiesigen Mittelschulen und bis zu seiner Ruhestandsversetzung auch als Kantor in der hiesigen israelitischen Kultusaemeinde. Es war demnach ein voll gerüttelt Maß von Arbeit auf seine Schultern gelegt. — Am letzten Schultage des abgelaufenen Semesters versammelten sich seine Berufsgenossen des Luitpoldschulhauses im Lehrerzimmer zur Verabschiedung von ihrem seit 17 Jahren in diesem Schulhause tätig gewesenen Kollegen. Hierbei hielt der Schulleiter Oberlehrer Wilhelm Klein unter Überreichung eines herrlichen Straußes Rosen an den Scheidenden eine Abschiedsansprache, in der er dessen Tätigkeit als Volksschullehrer, als Religionslehrer an den Mittelschulen, als Mitglied des Bezirks- und Lokallehreroereins und als langjährigen Lehrervertreter in der ehemaligen Ortsschulkommission lobend gedachte und aus das jederzeit bestandene kollegiale und freundschaftliche Verkehrsverhältnis zwischen Oberlehrer Michel und seinen Amtsgenossen hinwies. Am gleichen Tage gaben auch die Schüler ihrem scheidenden Lehrer in ihrem Lehrsaale eine Abschiedsfeier von großer Herzlichkeit. Man sah es den Kleinen an, wie sehr ihnen die dauernde Trennung von ihrem langjährigen Lehrer, der schon der Lehrer ihrer Eltern gewesen, zu Herzen ging. In stattlicher Anzahl fanden sich die Mitglieder der Kultusgemeinde zu einem am letzten Samstag zu Ehren des in den Ruhestand Getretenen veranstalteten Fest- und Abschiedsgottesdienste in der Synagoge ein. Hierselbst hielt der Vorstand der israelitischen Kultusgemeide, Herr Karl Dreifuß, nach vorausgegangener Überreichung eines sinnigen Erinnerungsgeschenkes eine tiefempfundene Dankesansprache an den Scheidenden, die eine lobende Würdigung und Anerkennung der langjährigen vielseitigen Tätigkeit desselben aus dem Gebiete der Schule und des Gottesdienstes zum Inhalt hatte. Der Gefeierte erwiderte in bewegten Dankesworten für das ihm seitens der Kultusgemeinde jederzeit bewiesene Wohlwollen, für die seiner unterrichtlichen Tätigkeit entgegengebrachte Unterstützung und für die vielfachen Ehrungen, die ihm in den letzten Tagen aus Anlaß seiner Versetzung in den Ruhestand bereitet wurden. Aus seinem hierbei gehaltenen Rückblick muß die interessante Feststellung heroorgehoben werden, daß an der israelitischen Schule Hierselbst vom Jahre 1843 an bis heute nur zwei Lehrkräfte mit einer Gesamtdienstzeit von 86 Jahren gewirkt haben. („Pirmasenser Zeitung".) Auch die Regierung und Stadtschulbehörde sprachen dem in Ruhestand Getretenen Anerkennung und Dank für seine langjährige treue Dienstleistung aus. Ein Besuch in der Ferienkolonie krumbach Wehende Fahnen und Taschentücher, ein hebräischer Sang aus Hellen Knabenkehlen, poetischer Willkomm aus fröhlichem Mädchenmund begrüßten uns, die wir der freundlichen Einladung des „Jfrae- Wallach * München an der Hauptpost Borhangstoffe und Bodenbelag eigene Fabrikation, eigene Künstlerentwürfe Stilmöbel, neu und antik Beleuchtungskörper - Tücher - Decken Reiche Auswahl - Mäßige preise MÜNCHEN HOTEL EUROPÄISCHER HOF BES. OTTO LÜCKERT Das vornehme Hotel direkt gegenüber dem Hauptbahnhof Südeingang Unter der derselben Leitung HOTEL DEUTSCHER HOF OTTO LÜCKERT 5 Minuten vom Bahnhof am Karlstor gelegen Kaffee»Restaurant * WeinaKestaurant * Pfälzer Winzerstube Täglich nachmittags und abends Konzert Daunendecken durch rationelle Eigenfabrikation äussersf preiswert Gfm7857*D!ENEßSTQ.22 »WNO& ßAEKEllßd Hotel Kaiserhoi SchilzeDslraße 12 Beliebtes Cafe-Restaurant KUnstler-KapeJJe 7847

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