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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1929-06-01 · 11 (1.6.1929) · p. Seite 179

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
5 (1929)
Issue
11 (1.6.1929)
Article
Dr. Rudolf Hallo [Rezension]
Date
1929-06-01
Page
Seite 179 (sequence 2)
Language
German
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Nr. 11 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 179 der „Jüdischen Abteilung" im Hessischen Landesmuseum zu Kassel. Herr Dr. Rudolf Hallo, der neben dem hessisch-nassauischen Kunstdenkmalspfleger die Beischaffung der jüdischen Kultusgeräte aus den Kleingemeinden und ihre geschmackvolle Aufstellung im Kasseler Museum besorgte, hat nun aus dem reichen Schatz seiner Erfahrung auf dem Spezialgebiete einen Überblick über „Jüdische Volkskunst in Hessen" entstehen lassen. Mit dieser Gabe kommt er dem heute bereits merklich gewachsenen Verständnis gegenüber den Fragen der künstlerischen Betätigung von und für Juden entgegen. Mit guter Kenntnis der geschichtlichen Entwicklung der Juden in Hessen zeigt Hallo die hessischen Quellen des volkskunstmäßigen Bestands an Synagogenbauten und fynagogalen Einrichtungen, an Thorah-Vorhängen und -Mäntelchen, Wimpeln, Beschneidungsstühlen und manchen Geräten zu häuslicher Religionsübung auf. Die Friedhofskunst findet ebenfalls gebührende Würdigung, wie auch das wichtige Gebiet der Ausschmückung von Handschriften in den Kreis der Betrachtung gezogen ist. Mit Recht ist in dieser Darstellung die Goldschmiedekunst ausgeschaltet, da sie über den Rahmen der Volkskunst hinausgeht. Mit Zartgefühl geht Hallo Einflüssen der Umwelt nach, selbst da, wo sie nicht ohne weiteres sich ergeben, bzw. wo direktere Anregungen aus dem jüdischen Milieu näher liegen. Die Selbstständigkeit des „Jüdischen", die gewiß im 18. Jahrhundert —■ auch in Hessen — noch bestanden hat, wird nicht anerkannt. In der Ausführung gerade der Textilien und der Zierfchriften ist — wie die vorzüglichen Abbildungen erfehen lassen — Anschluß an die allgemeine Barockkunst und deren Spielarten nicht größer als die Typengleichheit mit anderen Erzeugnissen dieser Art, die andern Orts entstanden eine besondere, jüdische Note aufweisen. Mir scheint, daß zwischen der Anschauung, die eine „Jüdische Kunst" sieht, und der des Verfassers, für den keine vorhanden ist, ein Mittelweg führt. Theo Harburger. Vereine Jüdischer Jugendverein München. Anschrift: Frl. Emma Neuwirth, Franz-Joseph-Straße 33. 9. Juni: Führung um 10 Uhr von Herrn H. Str. Schaalmann durch die Alte Pinakothek, nur bei trübem Wetter; 14.30 Uhr oben am Fuße der Bavaria, Besichtigung der D.L.G. 10. Juni: Diskussionsabend 20.45 Uhr Herzog-Max-Straße 3/1. 20. Juni: Vortrag von Herrn Dr. A. Lustig „Der Fall Maurizius", Herzog-Rudolf-Straße 1 Rgb., Anfang 20.45 Uhr. Der 13. Juli fällt des Schewuöth-Festes halber aus. Die Freitag-Abende finden wie bisher Herzog-Max-Straße 3/1 statt. Feine Herrenschneiderei nach Mass Altes,bekanntes Geschäft,mit schönem Stoiflager, prima Ausführung, mäßige Preise; auch Anfertigung aus mitgebrachten Stoffen. 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