Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 5 (1929)
- Issue
- 9 (1.5.1929)
- Article
- Verein Israelitisches Schwesternheim
- Date
- 1929-05-01
- Page
- Seite 147 (sequence 1)
- Language
- German
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Nr. 9 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 147 Vereine Die ordentliche Mitgliederversammlung des Vereins Israelitisches Schwesternheim e. V. findet am Mittwoch, dem 22. Mai 1929, abends S.30 Uhr, Hermann Schmidsiraße 5/1 statt. Tagesordnung: Bericht des Vorsitzenden und Kassiers, Erteilung der Entlastung, Neuwahl von 3 Mitgliedern der Vorstandschaft, Verschiedenes. Hebräische Sprachkurse München. Las Sommersemester 1929 beginnt Montag, den 6. Mai. Zu Beginn des Semesters werden zwei neue Anfängerkurse — für Kinder und Erwachsene — eingerichtet. Interessenten werden gebeten, möglichst bald sich im Unterrichtslokal, Herzog-Rudolf-Straße 1, zwischen 3 bis 6 Uhr (Telephon 29 7 449), anzumelden. Die Eltern werden besonders darauf aufmerksam gemacht, daß bei den sechs Elementarkursen bereits zwei fortgeschrittene Kinderkurfe bestehen. Die Kinderkurse werden Dienstag und Mittwoch nachmittag abgehalten. Um die Beteiligung allen Interessenten am Hebräischen Sprachunterricht zu ermöglichen, hat das Komitee der Hebräischen Sprachkurse beschlossen, das Honorar wie folgt herabzusetzen: Für Erwachsene pro Semester RM. 20.—, pro Jahr RM. 40.—. Für Kinder bis zu 14 Jahren NM. 12.— bzw. RM. 24.—. Bei zwei und drei Geschwistern zusammen RM. 18.— bzw. RM. 36.—. Teilnehmer, die Ermäßigung wünschen, wollen ihr Gesuch bis spätestens 13. Mai an das Komitee der Hebräischen Sprachkurse, z. H. des Herrn Paul Grünbaum, Rothmundstraße 6, richten. Der provisorisch festgesetzte Stundenplan ist: Mo | - 830-93° abends | Di 1 64S—8 morgens 1 Kurs IV 5—630 nachm. Kinderkurs I 73°—S30 abends 1 Kurs IV | | 83°—10 abends Mi | ~ 5—633 nachm. Kinderkurs I 730-9-, abends j Do 1 645—8 morgens | Kurs VI - 73°—830 abends 1 Kurs II | 8-3-933 abends Fr 1 6“—8 morgens | Kurs IV -! - Samstag, 6—7.30 Uhr nachm., Anfängerkurs. Jüdischer Kulturverein 3. £. Perez Für den Ostersonntag hatte der Jüdische Kulturverein I. L. Perez zusammen mit dem Gesamtausschuß der Ostjuden Münchens zu einem Purim-Abend mit Theater eingeladen. Die rauhe Witterung des Tages hat dem fröhlichen Optimismus der Veranstalter geholfen, so daß ein sehr zahlreicher Besuch ihnen die Mühen der Vorbereitung lohnte. Es darf vorweg festgestellt werden, daß die Veranstaltung mit Recht allgemeinen Beifall fand. Das zur Aufführung gewählte Lustspiel von Goldfaden „Kabzensohn und Hungermann" bot Gelegenheit zu frischer Entfaltung der im Verein Perez steckenden schauspielerischen Kräfte. Die Satire auf die Assimilationsneigung, die auch im Ostjudentum zu spüren ist, hat in erster Linie durch Fräulein M. Sufrin und die Herren Rachmiel Katz — der auch beim seinerzeitigen hebräischen Theaterabend eine Hauptstütze der Aufführung war —, S. Schenierer, S. Blumenberg und Dajag eine lebensvolle Darstellung gefunden, der das flotte Tempo durchaus angemessen war. Insbesondere Herr Blumenberg entpuppte sich als bisher ungenutzte „Kraft". Die Regie durch Herrn Max Fischer von den Kammerspielen war gut durchgearbeitet und stellte sich als ein Fortschritt gegenüber der Leistung beim hebräischen Theaterstück dar. Nicht zuletzt verdienen die artigen Kompositionen Erwähnung, durch die Herr Goldberg dem Singspielcharakter des Stückes gerecht wurde. Im zweiten Teil, der nicht mit Unrecht als „Blauer Purimvogel" angekündigt war, kamen einige zeitgemäße „Jiddische Schnadahüpferln" unter dem Titel und nach der Melodie „Nissim we-Nifloos", die in witziger und harmloser Weise einige Persönlichkeiten des Münchener jüdischen Lebens beleuchteten. Das Publikum ging in angeregter Weise mit und bewies dadurch dem Verfasser, daß es für seine von Dajag in humorvoller Art vorgetragenen Musenkinder volles Verständnis besaß. Einige reizende Kinderlieder des Herrn Josef Löwy wurden von Fräulein Sufrin, die sich im Theaterstück so vorzüglich erwiesen hatte, in allzu prätentiöser Weise vorgetragen und erlitten dadurch Einbuße in ihrer Wirkung. Den Clou des Abends bildeten ohne jeden Zweifel die Jllusttationen jüdischer Badeanzüge Bademäntel und alles was Sie zum Baden benötigen in größter Huswahl GEGH J85J*DJENEßS7ß22 *6E6ENO& QAJSKmBL nrwss^ebepjoe näuda . Hßrimoelßelchn^ Aass - Sdmei.cLisT’ei. — Ax>öisd\£S. ßetwerK. .Af odellhaus & *cIuiI£eH Ti^einstraße zeigt die neuesten Frühja]irs~jfy£ocleUeJ> Kleider * Mäntel * Hüte * Pelze