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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1929-03-15 · 6 (15.3.1929) · p. Seite 91

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
5 (1929)
Issue
6 (15.3.1929)
Article
Paul Nathan [Rezension]
Date
1929-03-15
Page
Seite 91 (sequence 3)
Language
German
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Nr. 6 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 91 Reisebüro I Versicherungsbüro Erledigung aller Reiseangelegenheiten. Eiscnbahnlahrkarten, I Versicherungen jeder Ärt zu vorteilhaften Prämien und Bedin- Schiilskarten, Flugkarten usw. nach allen Weltteilen I gungen bei ersten Gesellschaften des in- und Auslandes Fernsprecher 101 und 1201 UlllCOUf & GrilVtVny AUCJSbUTg C 9/10 Drahtanschrift: Nordlloyd Fortbildungskurs in Mannheim Der Oberrat der Israeliten in Baden veranstaltet in der Zeit vom 31. März bis zum 9. April 1929 in Mannheim einen Fortbildungskurs für Lehrer und Kantoren. Das Programm, für das als Mittelpunkt das „Pessachfest: gewählt wurde, enthält nachstehende Referate. Bibel: Psalmen 105, 106, 113, 114 (6 Std. Dr. Schlesinger- Buchau); Talmud: Pesachim 108a—109a, 115b—116a, 117a—117b (5 Std. Dr. Unna-Mannheim); Schulchan Aruch: Orach Chaim § 451, ferner 442—450 mit Auswahl (5 Std. Dr. Levi-Mannheim); Midrasch: Die aus den Auszug aus Ägypten sich beziehenden Midraschim (3 Std. Dr, Lauer-Mannheim). Liturgie: Das Talgebet (3 Std. Dr. Zimels-Freiburg). Ferner: Die Haggada in ägyptologischer Beleuchtung (3 Std. Dr. Jampel-Schwedt); Entstehung und Entwicklung der Haggada (2 Std. Dr. Unna-Mannheim). Außerdem folgende Vorträge: Methodische Strömungen der Gegenwart (2 Std. Stadtschulrat Gerweck-Mannheim); Die religiöse Beeinflussung der schulentlassenen Jugend (2 Std. Liebermensch- Mannheim); Psychologisches und Pathologisches zum Berufsproblem (2 <5ü>. Dr. Moses-Mannheim)Berufsberatung (1 Std. Frl. Dr. Strauß-Mannheim); Theoretisches und Praktisches zum Kantorat (2 Std. Krämer-Heidelb erg); Die religiöse Lyrik in der neuhebräischen Literatur (3 Std. Dr. Schlesinger-Buchau); 2 Lehrproben: 1. Das Pessachfest (Oberstufe): (Bloch-Schwetzingen); 2. Der Wüstenzug der Israeliten (3. Schuljahr): (Rosenfelder-Ladenburg). Außerdem soll, wie in früheren Jahren, eine Stunde der Erörterung praktisch-religiöser Fragen gewidmet werden. Zu dem Kursus sind auch nicht nichtjüdische Kollegen willkommen. Der Verband Bayerischer Israelitischer Gemeinden ist bereit, Lehrer aus Bayern, die an dem Kurs teilnehmen Reisekostenersatz und Tagegelder zu gewähren, Meldungen sofort an den O b e r r a t (Karlsruhe, Kriegsstraße 154) unter gleichzeitiger Benachrichtigung des Verband Bayerischer Israelitischer Gemeinden. (München, Herzog-Max-Straße 7/1). Einzahlungen im Februar 1929 Von: Blumenthal (Hofheim) 30.—, Mandelbaum (Würzburg) 15.—, Edelstein (Sugenheim) 15.—, Adler (Frankfurt) 20.—, Nußbaum (Dahn) 30.—, Lion (Grünstadt) 15.—, Rosenberger (Hammelburg) 20.—, Rosenblatt (Memmingen) 20.—, Wähler Hörstein 15.—, Baracker (Mosbach) 10.—, Stein (Berolzheim) 15.—, Gundersheimer (Brückenau) 15.—; Anfänger (Würzburg) 7.50, Neubauer Dr. (Würzburg) 15.—, Ottenfofer (Würzburg) 15.—, Dr. Klugmann (München) 15.—, Lachmann (München) 20.—, Eisfeld 15.—, Rosenbaum (Ingolstadt) 15.—. Durch: Gundersheimer (Brückenau) 10.—, Rosenfeld (München) 10.—. Postscheckkonto: Nürnberg 64 79. Würzburg, den 1. März 1929. M. Hellmann. Für den Inhalt der „Mitteilungen" verantwortlich: Max Adler, München. äFortsetzung von Seite 88 losten. Jetzt, in der Hochflut der völkischen Bewegung, der wüsteen Judenhetze, steht er mit an führender Stelle im Centralverein, kämpft er mit Zähigkeit und Festigkeit um die Rechte der deutschen Juden. Seine internationalen Beziehungen hat er ebenfalls wieder ausgenommen. Sie müssen ihm in erster Linie dazu dienen, Aufklärung über die wahre Lage Deutschlands in den anderen Ländern zu verbreiten, und die Sympathien des Auslandes wieder für unser Vaterland zu gewinnen. Noch kurz vor seinem Tode sehen wir Paul Nathan in Sowjet- Rußland, wo er die Siedlungsmöglichkeiten für feine Glaubensgenossen an Ort und Stelle prüft und mit den jetzigen Herren des Landes zahlreiche Besprechungen und Konferenzen hält. Auswerten konnte er die Erfahrungen dieser Reise leider nicht mehr, denn schon packt ihn die tödliche Krankheit; sein letzter Brief ist eine Absage an seinen Freund Max Marburg in Hamburg, dem er einen Vortrag über diese Reise versprochen hatte, um dort Stimmung für dies, sein jüngstes Projekt zu machen. Ein Schlaganfall lähmt den fast Siebzigjährigen, und nach bangen Tagen schweren Leidens stirbt er am 13. März 1927. Unendlich groß ist die Zahl jener, die ihn betrauern, die dem edlen Menschenfreund Worte der Dankbarkeit und Liebe weihen, keiner aber treffendere und tiefempfundenere, als eben Ernst Feder, fein Biograph, der an der Bahre des Entschlafenen in ergreifender Form die letzten Grüße der Freunde überbrachte. Aber nicht tot ist Paul Nathan, wenn er auch von uns geschieden istdenn für ihn gilt das Maeterlinckfche Wort, das er der der Gedenkfeier für seinen Freund Theodor Barth zitierte: „Wir Toten leben, wenn die Lebenden von uns sprechen." Else D o r m i tz e r (Nürnberg). Vereine Indischer Iugend-Verein München Die ordentliche Mitgliederversammlung des Vereins erteilte nach dem Bericht des bisherigen stellvertretenden Vorsitzenden, Herrn Dr. Wellisch, über das Vereinsjahr 1928 und nach Vorlage des Kassenberichtes der bisherigen Vorstandschaft Entlastung. Die Neuwahlen ergaben als 1. Vorsitzenden: Herrn Oberlehrer Dr. Siegftied Keßler, 2. Vorsitzenden:Herrn Dr. Ernst Wellisch, 1. Schriftführerin: Frl. Emma Neuwirth, 2. Schriftführer:. Herr Luitpold Wolff, Kassierin: Frl. Luise Bober, Beisitzer: die Herren Max Cohn, Hermann Knoblauch, Rudolf Lewin, Studienrat Adolf Schaalmann, Dr. Josef Waldner. Aus dem Kassenbericht ging die schwierige finanzielle Lage des Vereins hervor. Denjenigen, die bei der Mitgliederversammlung nicht anwesend waren, seien deshalb die beiden unabweisbaren Forderungen der Vereinsleitung wiederholt: Zahlt pünktlich eure Beiträge! Werbet außerordentliche Mitglieder! SroitwERcK SCHOKOLADE-PRALINEN ,

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