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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1929-02-01 · 3 (1.2.1929) · p. Seite 41

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
5 (1929)
Issue
3 (1.2.1929)
Article
A. Friedmann [Rezension]
Date
1929-02-01
Page
Seite 41 (sequence 2)
Language
German
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Nr. 3 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 41 Erscheinungen bald nicht mehr geben. Damit aber wenigstens seelisch der Zusammenhang soweit wie möglich gewahrt bleibt, wäre es gut, wenn die jüdische Jugend als die Trägerin der Zukunft dieses Büchlein in die Hand bekäme. St. „Haben die Inden in Bayern ein Heimatrecht?" Das unter diesem Titel erschienene Buch von Rabbiner Dr. Eckstein, das vor kurzem an dieser Stelle eine eingehende Würdigung erfahren hat, ist soeben in zweiter Auflage erschienen; ein Beweis für die günstige Aufnahme, welche diese Schrift in der Öffentlichkeit gefunden hat. Wir möchten nicht verfehlen, auf diese Neuauflage, deren statistischer Teil durch Ergänzungen und Berichtigungen wesentlich verbessert ist, empfehlend hinzuweisen. —ld. L.-V.-Zeitung Die am 18. Januar 1929 erschienene Nummer 3 der Centralvereins- Zeitung ist ganz dem Gedächtnis Leffings gewidmet. Namen von Klang haben zu dieser Gedächtnisnummer Beiträge geliefert. Professor Heinrich Meyer-Benfey (Hamburg): Gotthold Ephraim Lessing als Verkünder der Toleranz. — Margarete Susman: Was bedeutet Lessing dem deutschen Juden? — I. Landau: Lessing und Mendelssohn. — Dr. jur. I. Levy: Ungeist wider Geist. — Dann Beiträge von Julius Bab, Fritz Engel, Hanns Martin Elster, Heinz Dis<r Kenter, speziell zum Thema: „Nathan der Weise"; Leopold Jeßner, Ernst Lissauer, Franz Rosenzweig. Einige Illustrationen, besonders die Wiedergabe Lefsingfcher Erstdrucke, die die Preußische Staatsbibliothek zur Verfügung gestellt hat, vervollständigen das Heft. Vereine Jüdischer Jugendverein München Am 17. Januar 1929 sprach Rechtsanwalt Dr. Eugen Schmidt über „Walther Rathenaus Stellung zum Judentum": Rathenau war ein guter Kenner der biblischen und nachbiblischen Schriften, wie zahlreiche Zitate in seinen Werken beweisen. Zu den praktischen Fragen der Religionsübung hatte er wohl kein inneres Verhältnis. Er schätzte im Judentum die Religion eines reinen Monotheismus: Adonoi elohenu, adonoi echod! Das Judentum ist für ihn ohne Dogma und Kirche und unterscheidet sich daher wesentlich von den christlichen Konfessionen. ' Rathenau war ein Verehrer der Person Christi und der Evangelien, die er als die vielleicht einzig mögliche Fortsetzung des ethischen Monotheismus des Judentmus bezeichnete. Einen Übertritt zum Christentum hat er jedoch stets abgelehnt, wie er überhaupt die Lösung der konfessionellen Gegensätze nicht in einer Verschmelzung, sondern in einer Versöhnung erblickte. Wohl die stärkste jüdische Komponente seiner Persönlichkeit war sein sozialer Aktivismus, der ihn von der literarischen Verfechtung wirtschaftlicher und politischer Gerechtigkeit in die praktische Politik trieb und der durch seinen allzu frühen tragischen Tod jäh abgeschnitten wurde. — Das neue Programm. Donnerstag-Abende: Donnerstag, den 31. Januar 1929: Das Faschingsfest des I. I. V. Donnerstag, den 7. Februar 1929: Herr Hauptlehrer Jakob Krämer spricht über: Jüdische Verfassungsfragen in Deutschland; Lessingsaal, Herzog- Rudolf-Straße 1/0. Beginn 20.45 Uhr. Donnerstag, den 14. Februar 1929: Plaudereien über zeitgemäße Fragen; Bibliotheksaal, Herzog- Max-Straße 5/2. Beginn 20.45 Uhr. Donnerstag, den 21. Februar 1929: Herr Oberlehrer Dr. Siegfried Kessler leitet eine Lessinggedenkfeier; Lessingsaal, Herzog-Rudolf-Strahe 1/0. Beginn 20.45. Don¬ Modellhaus cllllltzlj 9 m iX. TVein Straße Das vornehmste führende Spezialhaus für Damenil eidun g nadi Maß Kleider * jb/Läntel * Hüte * Heize nerstag, den 28. Februar 1929: Herr Dr. Josef Waldner leitet einen (dritten) Musikalischen Abend; Lessingsaal, Herzog-Rudolf-Straße1/0. Beginn 20.45. Dienstag-Abende: Diese finden wie bisher statt. Grundlage bildet auch fernerhin Max Brods: Heidentum, Judentum, Christentum. Beginn jeweils 20.45 Uhr im Bibliotheksaal der Gemeinde, Herzog-Max-Straße 5/2. Montag-Abende: Eine neue Einrichtung! Entstanden aus dem Wunsch der Jugend, unter sich zu diskutieren. Auskünfte bei Herrn Rudolf Lewin. Die Abende finden vierzehntägig Herzog-Max-Straße 3/1 um 20.45 Uhr statt. Nächster Abend 4. Februar. Freitag-Abende: Freitag- Abend-Feiern wie bisher: Herzog-Mar-Straße 3/1. Beginn 20.45 Uhr. Jüdischer Gesangverein E. 73. Der Verein hielt seine achte ordentliche Generalversammlung ab. Die Vorsitzende Frau Justizrat Dr. Dreifuß erstattete den Jahresbericht: Purimfeier, Frühjahrsfest, Schubert-Konzert, Simchasthora- Feier, Konzert mit Alter, zwei Sonntagsfeiern in der Synagoge, ein Programm, das dem Dirigenten Josef Ziegler mit seinem Chor reichlich Studium und Arbeit verschaffte. Die Vorsitzende bemerkte, daß es erfreulich fei, wie festen Fuß der Verein im jüdischen Münchener Leben gefaßt hat und ermahnte die Mitglieder zu weiterer treuer Mitarbeit. Herr Justizrat Dr. Fränkel gedachte mit ehrenden Worten des im vergangenen Jahr verstorbenen Herrn Justizrat Dr. Dreifuß; die Anwesenden hatten sich zur Ehrung von ihren Sitzen erhoben. Herr Emil Silbennann gab einen sehr interessanten Bericht über den religiösen Gehalt der von dem Verein gebrachten jüdischen Werke und bedauerte nur, daß von den Münchener Juden selbst zu wenig Aktivität gezeigt wird; diesen Ausführungen trat Herr Cnhn sehr energisch bei, namentlich in letzter Beziehung. Mit der Hoffnung auf weiteres Gedeihen schloß die Vorsitzende die interessant verlaufene Versammlung. Die Ortsgruppe Alünchen des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten hält am Mittwoch, den 13. Februar, abends 8.30 Uhr, im Restaurant „Schwarz", Schlosserstraße, ihre monatliche Zusammenkunft ab. 8. Eichengrün & Co. “tr DAMEN-MODESTOFFE IN SEIDE, WOLLE UND BAUMWOLLE Enorme Auswahl / Beste Qualitäten / Zu bekannt billigen Preisen Extra~Verkauf in^WCl^waren bis Mittwoch, den s. Februar, abends

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